Dienstag, 23. Februar 2021

White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht - Michelle Marly

 

White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht
Michelle Marly
Rütten & Loening
ISBN: 978-3352009396




Kurzbeschreibung:

Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – er verbindet damit sein größtes Glück und gleichzeitig auch einen schweren Schicksalsschlag. Doch diesen Heiligabend muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach seiner Frau und den Kindern beginnt er an einem Song über die Weihnachtszeit zu arbeiten – und erfährt schließlich, dass auch in Hollywood ein Weihnachtswunder geschehen kann.

Mein Eindruck:

Dem Titel nach könnte der Eindruck entstehen, es würde sich hier um einen typischen Weihnachtsroman handeln, aber dem ist nicht so. Der Roman erzählt die Liebesgeschichte des berühmten und erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin und der reichen Erbin Ellin Mackay. Da es im Roman um reale und bekannte Schicksale geht, habe ich in meinen folgenden Ausführungen doch ein wenig gespoilert. Wer noch nicht viel über Irving Berlin und sein Leben weiß und alles erst selbst erlesen möchte, dem rate ich, hier zu stoppen und vielleicht gleich zum Buch zu greifen, denn soviel vorab: es lohnt sich.

Im Prolog lernt man den zwölfjährigen Israel, genannt Izzy, kennen. Er ist das Kind jüdischer Auswanderer aus Weißrussland und verdient sich im Dezember 1900 etwas Geld als Zeitungsjunge. Schon damals träumte er von einer Zukunft als „singender Kellner“, denn auch wenn er keine Noten lesen konnte, so war er doch schon in jungen Jahren sehr musikalisch.

Im Dezember 1937 begegnen wir ihm in Kalifornien wieder. Inzwischen ist er sehr erfolgreich und unter dem Namen Irving Berlin bekannt. Zu seinem Leidwesen muss er das Weihnachtsfest getrennt von seiner Familie verbringen, da seine Anwesenheit für den ersten Tonfilm der Geschichte vonnöten ist, denn er hat die musikalischen Beiträge dafür komponiert. Aus der Einsamkeit dieses Weihnachtsfests entsteht eines der wohl bekanntesten Weihnachtslieder der Welt: White Christmas.

Im Verlauf dieser Rahmengeschichte nehmen die Rückblicke zu der Zeit, als er seine große Liebe kennenlernte, einen weiten Raum ein. Von seiner ersten Begegnung mit Ellin an begleitet man die Liebenden bei ihrem Kampf um das Glück, denn Ellins Vater ist gegen die Verbindung, und das bringt die junge Frau in einen Gewissenskonflikt zwischen der Loyalität ihrem Vater gegenüber und der Liebe zu Irvin. Da es sich quasi um eine wahre Geschichte handelt, war ich neugierig und habe, während ich den Roman gelesen habe, parallel dazu ein wenig recherchiert. Michelle Marly hält sich eng an die bekannten Tatsachen, aber durch ihre unterhaltsame und gefühlvolle Darstellung und Ergänzung mit fiktiven Elementen wird diese schöne Liebesgeschichte lebendig.

Ich mochte die Protagonisten, und ich konnte stark mit ihnen fühlen. Da sich der Roman über einen längeren Zeitraum hinzieht, ist es auch kein Buch, das man unbedingt nur zur Weihnachtszeit lesen könnte. Der Roman entführt in das Amerika der Dreißiger Jahre und fängt die Atmosphäre und den damaligen Lifestyle sehr gekonnt ein. Diese Liebesgeschichte zweier Menschen hat mich nachhaltig beeindruckt, denn mit Hartnäckigkeit und Treue haben es Irvin und Ellin geschafft, sich gegen den alten Mackay zu behaupten, und ich möchte sagen, dieser Kampf ums Glück hat sich gelohnt, denn das Paar führte bis ins hohe Alter eine glückliche Ehe.

Für mich hat bei diesem Roman alles gestimmt, so dass ich ihn mit begeisterten fünf Sternen bewerte
.


⭐⭐⭐⭐⭐



Kommentare:

  1. Liebe Susanne,
    auch dieses Buch konnte mich nicht so richtig begeistern, weil ich mir vom Cover und Titel ein Weihnachtsbuch vorgestellt habe. Deshalb war ich schnell enttäuscht, dass es in Kalifornien spielt und es war mir auch zuviel Liebesgeschichte und es hätte noch mehr Musik sein können. ich weiß, es ist jammern auf hohen Niveau, aber wenn man sich etwas vorstellt und dann trifft es nicht ein, ist es enttäuschend. Es lässt sich gut lesen und ich lese auch die Bücher von Micaela Jary sehr gerne (lese gerade aktuell den ersten Band vom Kino vom Jungfernsteg), aber von mir gab es keine 5 Sterne.
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Liebe Martina,
      für mich war es eigentlich genau das, was ich erwartet habe, und das Thema Musik wurde für mich auch ausreichend angesprochen. Aber das ist schon häufig so, man stellt sich etwas völlig anderes vor und ist dann irgendwie enttäuscht. Ich hoffe, dass dir die Kino-Reihe der Autorin besser gefällt.
      Liebe Grüße
      Susanne

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