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Donnerstag, 22. März 2018

Tage wie diese - John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle (gesprochen von Jacob Weigert, Julia Meier, Leonie Landa)





Klappentext:

Am Abend vor Weihnachten erleben drei Jugendliche inmitten eines Schneesturms die Liebe auf den ersten und den zweiten Blick. Jubilee hat eigentlich einen "perfekten" Freund, doch als ihr Zug im Schnee stecken bleibt, trifft sie einen Fremden, der sie zweifeln lässt. Währenddessen erkennt Tobin, dass die große Liebe manchmal ganz nah ist. Und Addie hofft, dass sie einen Fehler wiedergutmachen kann. Ausgerechnet an diesem Tag kommt ihr ein Minischwein in die Quere. Aber es ist Weihnachten - und da sollen doch bekanntlich Wunder geschehen.

Drei romantische Geschichten von Maureen Johnson, John Green und Lauren Myracle über einen ganz besonderen Heiligabend, der alle Herzen höher schlagen lässt.

Gefühlvoll und mit viel Humor gesprochen von Julia Meier, Jacob Weigert und Leonie Landa.

Dienstag, 18. Juli 2017

Die kleine Bäckerei am Strandweg - Jenny Colgan


Nicht nur Pollys Beziehung zu Chris ist gescheitert, auch die gemeinsame Firma ist am Ende. Wegen der bestehenden Schulden mussten sie ihre Wohnung verkaufen, und Polly betreibt Schadensbegrenzung, indem sie ein möglichst günstiges Mietobjekt sucht. Dieses findet sie auf einer kleinen Insel vor der Küste Cornwalls. Was auf Mount Polbearne fehlt, ist eine gute Bäckerei, denn in dem kleinen Inselort gibt es nur fabrikmäßig abgepacktes und recht geschmackloses Brot zu kaufen. Kurz entschlossen macht Polly ihr großes Hobby zum Beruf und versorgt die Insulaner mit frischem, selbst gebackenem Brot.

Sonntag, 15. Februar 2015

Racheengel küsst man nicht - Rose Snow


Betrüger müssen sich warm anziehen, denn die schöne Rachel betreibt erfolgreich ihre Racheagentur. Zusammen mit ihren Mitarbeitern kommt sie Fremdgehern und Halsabschneidern auf die Schliche und verhilft den Opfern zu ihrem Recht. Leider scheint es in ihrer eigenen Agentur ein Sicherheitsloch zu geben, denn plötzlich wendet sich das Blatt, und Rachel selbst wird zum Opfer einer ganzen Serie von fiesen Manipulationen. Schnell muss sie erkennen, dass die Machenschaften anscheinend von einem ihrer eigenen Mitarbeiter arrangiert wurden. Um ihre Agentur zu retten reist Rachel quer durch Deutschland, um betroffene Klienten aufzusuchen.
Bei der Durchführung gibt es so manche Schwierigkeit, so dass Rachel letztendlich auf einen Kontrahenten angewiesen ist, was ihr ganz und gar nicht behagt. Unterwegs muss sie nicht nur einmal erkennen, wie sehr man sich in einem Menschen täuschen kann...

Dies ist der zweite Roman des sympathischen Autorinnen-Duos „Rose Snow“. Obwohl sie locker zusammenhängen, kann auch jede Geschichte für sich alleine gelesen werden, aber genau da hatte ich vermutlich meine Einstiegsprobleme. Ich muss gestehen,dass ich einige Zeit gebraucht habe, mich einzulesen und mit den Protagonisten „warm“ zu werden, denn ich habe den ersten Teil noch nicht gelesen. Gerade Rachel lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen und in ihre Gefühle schon gleich gar nicht. Auch Gérard führt sich nicht gerade sympathisch bei den Lesern ein, was sicher auch an Rachels persönlicher Einschätzung ihm gegenüber liegt. Aber dafür gehen wir mit den beiden auf große Fahrt, die uns quer durch die Republik führt. Unterwegs müssen sie nicht nur Rachels Kunden der Rache-Agentur betreuen und vertrösten, sondern sie erleben auch noch so einige Pannen, mit dem Auto und auch im zwischenmenschlichen Bereich. So nach und nach wird man dann auch näher mit den einzelnen Personen vertraut, um die es geht, wobei man sein gefasstes Urteil bei manchem zwischendurch revidieren muss. Der flotte Schreibstil ist kurzweilig und lässt auch häufig Humor durchblitzen, der den Roman so erfrischend macht und ihm seine Leichtigkeit gibt. Mit der Zeit lernt man die einzelnen Personen auch besser kennen und kann ihre Handlungen und Beweggründe verstehen, aber man sollte sich seiner Meinung nie zu sicher sein, denn bis zuletzt muss man mit überraschenden Wendungen rechnen. Rachel gewinnt ganz neue Erkenntnisse im Bezug auf die Einschätzung ihrer Mitmenschen, und so ganz nebenbei nutzt sie eine Zwangspause während der Reise, um Missverständnisse auszuräumen und ein paar Menschen glücklich zurück zu lassen. Alles in allem legen die beiden Autorinnen hier einen temporeichen und vergnüglichen Roman vor, der nicht nur spannend ist, sondern so ganz nebenbei auch ein wenig für romantisches Herzflattern sorgt.



Sonntag, 17. August 2014

Blogtour "Was sich liebt, das rächt sich nicht"

Herzlich willkommen, hier seid ihr nun bei der zweiten Station der Blogtour von Rose Snow, zu ihrem Buch "Was sich liebt, das rächt sich nicht".

Wer verbirgt sich hinter dem Namen "Rose Snow"?
Es sind zwei sympathische junge Autorinnen, die zusammen ihren ersten Roman geschrieben und kürzlich veröffentlicht haben. 
Das sind die Beiden:

Wer die Blogtour schon seit Beginn verfolgt, hat auf Bookblossoms Blog bereits einiges über die Autorinnen und ihren Debütroman erfahren. Aber sicher wollt ihr noch mehr wissen, beispielsweise wie das Buch aussieht.
Dann guckt doch mal hier, das ist das schöne Cover:

Auch einen tollen Trailer gibt es zum Roman:


Für nähere Informationen zum Inhalt haben die Autorinnen einen Gastbeitrag geschrieben:

Willkommen bei der zweiten Station der Rose Snow Blogtour und unserer 
Buchvorstellung von: „Was sich liebt, das rächt sich nicht“

„Die beste Art sich zu rächen ist: Nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten.“ 
Marc Aurel
„Stimmt. Denn der Arsch soll gefälligst mehr leiden als du.“ 
Rachel, Mayas Freundin und Leiterin einer Racheagentur

Rache ist süß. Meistens.
Am liebsten würde Maya in die Vergangenheit reisen und jenen Tag ungeschehen machen, an dem sie völlig fertig mit den Nerven in eine Racheagentur spaziert ist - und dort den Fehler ihres Lebens in Gang gesetzt hat. 
Kann sie aber nicht. Genauso wenig, wie sie sich erklären kann, warum die Leiterin der Agentur gerade jetzt auf Urlaub und für niemanden zu erreichen ist, während Mayas Freund Holger zeitgleich unter Dauerbeschuss steht.
 
In den folgenden drei Wochen folgt eine Katastrophe auf die nächste - und während Zeugen Jehovas und selbsternannte Hexen vor Holgers Tür Schlange stehen, verleumderische Sex-Gerüchte in der Männerdusche die Runde machen und einflussreiche Geschäftskontakte unwissentlich beleidigt werden, ist Maya mittendrin, in irrwitzigen, verzweifelten Versuchen Schadensbegrenzung zu betreiben. 
Denn der Racheplan kennt keine Grenzen: Holgers Wohnung, seine Finanzen, seine Gesundheit, sein Job, sein Fitnessclub – kein Lebensbereich ist davor gefeit und Maya stolpert von einer peinlichen Situation in die nächste. Nebenbei muss sie sich auch noch mit einem pubertierenden Teenager und einer total verrückten Hausordnung herumschlagen, die das Traumappartement zum gelebten Alptraum werden lassen.

Ob Maya ihren Mietvertrag schlussendlich doch noch bekommt, wer hinter dem fiesen Racheplan steckt und ob sie und Holger ein Happy End erleben werden, erfahrt ihr, wenn ihr unser Buch lest :)



Auch bei meiner Station habt ihr wieder die Chance, ein niedliches Bücherschweinchen samt Buch zu gewinnen, so wie ihr es auf dem nachfolgenden Foto seht.



Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? 
Ihr solltet mindestens 18 Jahre alt sein und euren Wohnsitz in Deutschland oder Österreich haben.
Füllt das folgende Formular aus, damit ich im Gewinnfall eine Email-Adresse habe, über die ich euch benachrichtigen kann, gebt in den Betreff bitte "Blogtour" ein und schreibt mir, wieso ihr Buch und Schweinchen gerne gewinnen möchtet. 
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel geht bis zum Ende der Blogtour, am 26. August 2014, 23.59 Uhr.

foxyform


Ihr solltet nicht versäumen, auch die nächsten Stationen zu besuchen, denn auch dort gibt es wieder interessante Aktionen und tolle Gewinne.
Am 21. August wird die dritte Station der Blogtour bei Tealicious Books eröffnet,
und Station Nr. 4 ist ab dem 24. August  Romantic Bookfan.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit den Infos und ganz viel Glück für das Gewinnspiel!

Donnerstag, 7. August 2014

Der Tod steht mir nicht - Angelika Lauriel


Lucy Schober genießt das Leben, den Sommer und die Liebe. Wenn sie nicht gerade ihrem Job im  Callcenter nachgeht,  verbringt sie möglichst jede freie Minute mit Kommissar Frank Kraus, ihrem Freund, der ihre Begeisterung für teure Schuhe, insbesondere Manolos, teilt und ihr sprichwörtlich „zu Füßen liegt“. Als Lucy eines Morgens beim Joggen in einen Bärenklau gestoßen wird und üble Verbrennungen davonträgt, hält sie dies zuerst für ein dummes Versehen. Aber dann kommt es zu einer Reihe von weiteren Vorkommnissen, die zeigen, dass durchaus Absicht hinter diesem Anschlag steckte, denn es folgen weitere Angriffe auf sie. Lucy fühlt sich nicht mehr sicher, und die Forschungen von Kommissar Kraus und seinem Kollegen, nach dem möglichen Täter, bleiben erfolglos. Während sie um ihr Leben bangt, erstellt Lucy eine Liste mit zehn Dingen, die sie unbedingt noch erledigen möchte, bevor sie womöglich umgebracht wird.

Dies ist bereits der zweite Roman um Lucy Schober, doch während sie im ersten Buch „Bei Tränen Mord“ die Hauptverdächtige in einer Reihe von Mordfällen war, ist sie diesmal das Opfer. In ihrem Umfeld werden ihre Sorgen nicht immer ernst genommen, und selbst ihr Freund, der Kommissar, hat so viel um die Ohren, dass er die Nachforschungen nach einem möglichen Attentäter nur halbherzig betreibt. Da schickt er lieber seinen Kollegen Herbert und kümmert sich selbst um die wichtigeren Fälle. Daneben muss er sich auch noch mit seiner Noch-Ehefrau herumschlagen, wenn es darum geht, wie denn die gemeinsamen Güter nach der Scheidung verteilt werden sollen. Lucys Sorgen werden nicht so ganz ernst genommen, anscheinend nicht einmal von ihr selbst. Entweder ist sie eine junge Frau, die sich leicht trösten lässt, oder aber sie ist hart im Nehmen. Die Aussicht auf ein paar tolle neue Schuhe lässt sie selbst den Schmerz der Verletzungen durch den Bärenklau vergessen. Nunja, wer Manolos liebt und trägt, der braucht auch eine hohe Schmerztoleranz, denn mir tun bereits vom Anschauen der High Heels die Füße weh, obwohl ich eigentlich kein wehleidiger Typ bin. ;-)
Neben Lucys Angst um ihr Leben muss sie sich auch noch mit einem unmöglichen Chef, unfreundlichen Kunden und einer biestigen Kollegin herumschlagen. Insgesamt bietet dieses Buch eine ausgefallene Mischung aus den Genres Chick Lit und Krimi. Ungewöhnlich war für mich auch die Schreibweise, denn ein Großteil des Romans ist, aus Lucys Sicht, in der 1. Person Präsens verfasst. Trotz dieser sehr persönlichen Erzählweise hat sich Lucy nicht wirklich in die Seele blicken lassen. Ihre wahren Gefühle verbirgt sie gut, hinter ihrem perfekt gestylten Äußeren. Lucy ist eine Protagonistin, die das Klischee für einen Chick Lit-Roman bestens erfüllt. Immer modisch chic und manchmal etwas tollpatschig stolpert sie mit ihren Manolos von einem Fettnäpfchen ins andere. Die Charaktere um sie herum sind alle ein wenig überzeichnet, und manche wirken wie ihre eigene Karikatur.
Aber in diesem "joghurtleichten" Lesevergnügen steckt auch ein raffiniert ausgeklügelter Kriminalfall, der die Story spannend und temporeich macht.



Freitag, 25. Juli 2014

Vermächtnis der Engel - Carolyn Lucas


Die Söhne und Töchter der Engel leben in ewigem Clinch miteinander. Unversehens gerät die 25-jährige Sarah in den Brennpunkt des Geschehens, denn sie soll „die Eine“ sein, die das Orakel angekündigt hat und mit deren Hilfe beide Fronten hoffen, den Sieg im Krieg der Engel zu erringen. Ausgerechnet Rafael wird vom Orden der Engelssöhne ausgesandt, um Sarah zu verführen und für seine Seite zu gewinnen. Rafael ist ein Bücherwurm, der die Ordensregeln gewissenhaft befolgte und sich bisher kaum für das andere Geschlecht interessiert hat, aber gerade deshalb scheint er ideal für diese Aufgabe geeignet zu sein, denn er sollte nicht so leicht den Versuchungen erliegen, die von einer Frau ausgehen.
Er hat jedoch nicht mit den Gefühlen gerechnet, die sich in sein Herz schleichen, als er Sarah kennen lernt. Wer hätte ahnen können, dass er sich in die junge Frau verliebt? Damit sind jedoch die Probleme vorprogrammiert, und Rafael ist ratlos. Wie soll er sich entscheiden, für Sarah oder für den Orden? Außerdem ist die Liebe zwischen Menschen und Engeln bei Strafe verboten. Letztendlich liegt so ein folgenschwerer Entschluss jedoch nicht bei ihm allein, und es gibt in erster Linie einige große Probleme aus der Welt zu schaffen.

Sarah ist ein Gewohnheitsmensch. Darum kommt es ihr gar nicht gelegen, als ihr Mitbewohner Dominik die Dreier-Wohngemeinschaft verlassen möchte, denn nun müssen sie und ihre Freundin Fabienne einen Nachmieter suchen. Der Bewerber, mit dem sie einig werden, hat etwas gefährlich Beunruhigendes an sich. Der attraktive Rafael stürzt  Sarah in ein Gefühlschaos, so dass sie kaum weiß, wie ihr geschieht.

Mit „Vermächtnis der Engel“ bringt die Autorin frischen Wind in die Heldenreihe der Fantasyromane, denn nach Scharen von Vampiren, anderen Untoten und Gestaltwandlern tut es gut, hier einmal über die noch eher selten vertretene Gattung der Engel zu lesen.
Sowohl bei den von ihr beschriebenen Menschen als auch bei den Engeln gibt es interessante Charaktere. Sarah, die Heldin der Geschichte, ist sympathisch, tierlieb und eher der bodenständige Typ. Neidlos gesteht sie sich ein, dass ihre Freundin Fabienne die Attraktivere von ihnen beiden ist. Sie ist durchaus selbstkritisch, weiß aber auch genau, was sie will und lässt sich nicht so schnell den Schneid abkaufen. Dass sie Rafael ihr Herz öffnet, ist wohl nicht zuletzt der gemeinsamen Tierliebe zu verdanken. Im Zusammentreffen mit dem geheimnisvollen Geliebten und einigen anderen himmlischen Geschöpfen ergeben sich immer wieder reizvolle und zum Teil auch sehr vergnügliche Situationen und Dialoge.

Entstanden ist hier eine spannende, kurzweilige, romantische und auch ein wenig mysteriöse Kombination aus Urban Fantasy und lustigem Frauenroman, auf der Grundlage der Legenden aus dem Buch Henoch, welches in den verborgenen Büchern der Bibel, in den Apokryphen, zu finden ist. Gerade dieser mythische Bezug gibt dem Roman zusätzlich Würze und regt (zumindest mich) dazu an, sich näher mit dem ursprünglichen Thema zu befassen.
Der Schluss schreit förmlich nach einer Fortsetzung, denn da hat die Autorin einen ganz „gemeinen“ Cliffhanger angebracht, der einen  ratlos und ungeduldig zurücklässt.

Da bleibt mir nur, die Zeit bis zum hoffentlichen Erscheinen einer Fortsetzung zu überbrücken, indem ich mich ausgiebiger in das Buch Henoch einlese, denn dort kann man einiges über die Engel erfahren.



Mittwoch, 9. Juli 2014

Sommersehnsucht - Nora Roberts



Dies ist  der zweite Band des Jahreszeiten-Zyklus von Nora Roberts und knüpft mit seiner Handlung an das erste Buch Frühlingsträume an. Es sind insgesamt vier Bände, und jeder befasst sich mit einer der vier jungen Frauen, die seit ihrer Kindheit eng befreundet sind und zusammen „Vows“, eine Hochzeitsagentur, aufgebaut haben. Erzählte Band 1 von der Fotografin Mac, wie sie die Liebe ihres Lebens fand, so geht es diesmal um Emma, die Floristin des Unternehmens. Sie liebt ihren Beruf, denn sie kann sich nichts Schöneres vorstellen, als mit Blumen zu arbeiten. Mit viel Liebe entwirft sie Brautsträuße, Tischdekorationen und vieles mehr, alles was an Blumen für die Feierlichkeiten gebraucht wird, die bei „Vows“ stattfinden. 
Als Emma eines Tages feststellt, dass sie für den Architekten Jack, einen alten Freund, der für die vier Frauen fast wie ein Bruder ist, plötzlich ganz andere Gefühle hegt, bringt sie das gewaltig aus dem Konzept. Emma ist ein sehr romantischer Mensch, und sie kennt Jack sehr gut, zu gut! Sie kann sich nicht vorstellen, dass er ihre Gefühle erwidert, geschweige denn, dass er eine feste Beziehung eingehen möchte.

Habe ich beim ersten Band noch gestaunt, wie es Nora Roberts gelingt, mit relativ wenig Handlung ein Buch von stattlichen 400 Seiten zu füllen, ohne dass beim Lesen Langeweile aufkommt, so wurde ich diesmal, trotz der romantischen Handlung, ziemlich ernüchtert. Vielleicht ist es mir in „Frühlingsträume“ nur nicht aufgefallen, aber ich denke wirklich, da war die Handlung noch tiefgründiger. In „Sommersehnsucht“ dreht sich vieles um Oberflächlichkeiten. Die Autorin kann gar nicht oft genug betonen, wie toll die vier Freundinnen aussehen, und natürlich erfüllen sie alle Klischees der erfolgreichen „Powerfrau“. Nicht nur, dass sie fast rund um die Uhr arbeiten, in ihrer kargen Freizeit halten sie sich fit, wenn manche von ihnen auch eher widerwillig. Aber sie treffen sich alle schön brav, zum morgendlichen Training, in der hauseigenen „Folterkammer“. Getrunken wird literweise Diät-Cola, und gegessen wird möglichst in homöopathischen Dosierungen, wenn nicht gerade ein Problem ansteht, dass die vier Frauen bei einer gemeinsamen Pizza besprechen. Das Wort „Diät-Cola“ habe ich gefühlte hundert Mal im Buch gelesen, und abgesehen davon, dass ich dieses Getränk ganz schrecklich finde, wird auch hier wieder ein Klischee bedient: eine Frau, die auf ihre tolle Figur achtet, trinkt Diät-Cola. Wieso darf es nicht mal zur Abwechslung auch ein Wasser sein? Neben dem „abwechslungsreichen“ Speiseplan dreht sich fast alles um die Beziehung zwischen Jack und Emma. Das Thema, ob es möglich ist, aus einer Freundschaft eine Liebesbeziehung werden zu lassen, ohne dabei die freundschaftlichen Bande zu zerstören, wird nicht nur einmal aufgerollt, sondern immer und immer wieder in seine Einzelteile zerpflückt. Die Autorin verliert sich seitenweise in unwichtigen Details, wobei das eigentliche Problem, das diese besondere Liebesbeziehung behindern könnte, lediglich am Rande abgehandelt wird. Es findet ein ständiges Tauziehen statt, zwischen „soll ich“ und „soll ich nicht“.

Erholung von dieser wechselhaften Beziehung und von den vielen zickigen Bräuten und Brautmüttern, die bei „Vows“ betreut werden wollen, findet man in den Schilderungen der Blumenarrangements, die Emma zaubert. Hier kann man förmlich eintauchen, in ein Blütenmeer und den Duft von Rosen und Freesien. Diese Passagen haben es immer wieder geschafft, mich ein wenig mit dem Buch zu versöhnen. Ich werde auch sicher noch die weiteren beiden Bände lesen, denn man soll die Hoffnung auf Besserung nicht aufgeben, und außerdem möchte ich nun auch noch erfahren, wie Laurel und Parker, die anderen beiden Freundinnen, unter die Haube kommen.





Donnerstag, 1. Mai 2014

Kein Gott wie jeder andere - Chris Lind


Nach über 2000 Jahren erwachen plötzlich die Götter des Olymp. In der neuen Zeit kommen sie nur schwer zurecht und suchen kompetente Hilfe.
Dabei stoßen sie auf die PR-Agentur von Dr. Cassandra Leda, von ihren Freunden Cassie genannt. Cassie hat sich, nach der Trennung von ihrem untreuen Ehemann, mit der kleinen Agentur selbständig gemacht und wartet bisher vergeblich auf Kunden. Auch muss sie sich zu allem Überfluss noch mit den wohlmeinenden Ratschlägen ihrer Familie herumschlagen. Das ändert sich, als eines Tages Zeus, Hades, Poseidon und Hermes in ihrem Büro auftauchen und um Beratung ersuchen, denn sie haben beschlossen, in Deutschland sesshaft zu werden. Nachdem Cassie den ersten Schreck überwunden hat, übernimmt sie die Betreuung und die Eingliederung der Stammbesetzung des Olymp, denn immerhin sind es ihre ersten Kunden! Aber der nun einsetzende Erfolg hat zwei Seiten, denn bald werden die Öffentlichkeit und die Presse aufmerksam, und der Journalist Lennart hat den Verdacht, dass mit Cassies Kunden etwas nicht stimmt.

Chris Linds neuer Roman lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken; man könnte sagen, es ist eine Mischung aus Chick Lit und Urban Fantasy, wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt. Da ich normalerweise nicht der große Fan von Chick Lit Romanen bin, war ich anfangs ein wenig skeptisch, aber gleichzeitig auch neugierig, wie sich denn die griechischen Götter in so eine Story integrieren lassen. Im Nu hatte ich mich jedoch in die Geschichte eingelesen, denn diese nimmt einen von der ersten Seite an gefangen. Man stelle sich die Götter vor, wie sie nach über 2000 Jahren aus ihrem Tiefschlaf erwachen und einen etwas verwahrlosten Olymp vorfinden. Auf die PR-Agentur von Cassandra Leda werden die Olympioi wegen des Namens der Ich-Erzählerin aufmerksam. Da war doch was, damals, mit Zeus und einem Schwan…  ;-)
Mit der Betreuung ihrer göttlichen Kunden ändert sich Cassies Leben total. Sie muss nicht nur für jeden von ihnen eine vernünftige und persönlich passende Beschäftigung finden, sondern auch noch Schadensbegrenzung bei deren Eskapaden betreiben, denn es ist sicher einfacher, einen Sack Flöhe zu hüten als über das ordentliche und sozial korrekte Benehmen von Zeus & Co. zu wachen.
Auch Cassandras Privatleben, das seit ihrer Scheidung eher ruhig verlaufen ist, wird nun kräftig aufgemischt, denn plötzlich gibt es zwei Verehrer, die in einen göttlich-menschlichen Wettstreit um sie treten.
Der Schreibstil ist locker-leicht, und Cassie hat immer einen flotten Spruch parat, der einen zum Schmunzeln bringt. Über die Götter des Olymp erfährt man so ganz nebenbei sehr viel; man lernt sie, mit ihren guten und schlechten und oft sehr menschlichen Eigenschaften, sehr ausgiebig kennen. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar treffend beschrieben. Ich habe vor Jahren ein Buch mit griechischen Göttersagen gelesen. Vieles davon habe ich im Lauf der Zeit vergessen, aber die hier im Roman geschilderten Eigenheiten haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert.
Hat man sich bisher noch nicht mit den griechischen Göttern beschäftigt, findet man hilfreiche Unterstützung im Anhang des Buches, denn dort gibt es einige aufschlussreiche Aufstellungen, über die Götter selbst und über die Affären von Zeus und Apollo. Außerdem findet man dort noch wissenswerte Erläuterungen zu den alten Mythen.

Wie man im Nachwort der Autorin erfährt, wird es nicht bei diesem einen Roman bleiben, denn anscheinend haben die Götter des Olymp die Werbetrommel für Cassies Agentur gerührt und andere Gottheiten aufmerksam gemacht. Ich denke, die Chancen stehen gut, dass wir in den Genuss weiterer „göttlich-phantastischer“ Geschichten kommen, und ich freue mich schon darauf!


Montag, 3. Februar 2014

New York für Anfängerinnen - Susann Remke


Klappentext:
Einfach abserviert! Die Modebloggerin Zoe Schuhmacher hatte es sich eigentlich in ihrem Berliner Leben ganz gemütlich eingerichtet. Bis sie ihr Traummann für eine andere sitzen lässt. Zeit also, dass Zoe sich neu erfindet. Kerle waren gestern, jetzt ist ihre Karriere dran. Als ihr ein Job in New York angeboten wird, zögert sie keine Sekunde und macht sich auf in die Stadt, die niemals schläft – und die sowieso ihren ganz eigenen Gesetzen folgt. Ein Glück, dass Zoe die Benimm-Fibel "New York fürAnfängerinnen" zugesteckt bekommt. Mit Tipps zum (Über-)Leben im Big Apple. Nur leider steht da nicht drin, was zu tun ist, wenn man sich gleich am ersten Tag völlig aus Versehen in seinen mysteriösen Nachbarn verliebt … 
Eine romantische Komödie über die Widrigkeiten des Lebens und des Liebens an der Upper East Side Manhattans. Aus den Augen einer frisch in New York angekommenen Deutschen. "There is really one city for everyone, just as there is one major love." (Dawn Powell) 


Mein Eindruck:
Die Karriere hat für Zoe Schuhmacher oberste Priorität, als sie kurz entschlossen den Sprung über den großen Teich wagt, um in New York einen neuen Job anzutreten. Es fällt ihr nicht schwer, Berlin hinter sich zu lassen, hat sie doch gerade erst eine gescheiterte Beziehung auf recht spektakuläre Weise beendet und möchte sich künftig ausschließlich ihrer beruflichen Zukunft widmen. Ihre Prinzipien, was Männer anbelangt, wirft sie jedoch gleich am Tag nach ihrer Ankunft über Bord, denn sie verliebt sich ganz spontan in ihren neuen Nachbarn.
Die erste Zeit in ihrer Wahlheimat ist nicht leicht, denn New York hat einen ganz eigenen Sittenkodex, und da sie mit den Gepflogenheiten nicht vertraut ist, stolpert Zoe von einem Fauxpas zum nächsten.
Dies tut die sympathische Protagonistin sehr beherzt, mit einer guten Portion Pragmatismus und meist auch mit Humor. Die Benimm-Fibel „New York für Anfängerinnen“, die ihr ein wohlmeinender Kollege zusteckt, erweist sich in kritischen Lagen durchaus als hilfreich, wenn es darum geht, sich mit der besonderen Etikette der Reichen und Schönen zurechtzufinden. Leider hat aber auch der kleine Ratgeber keine Antwort auf Herzensfragen.

Dieser Roman führt in eine Welt, die man gemeinhin nur aus den Medien kennt. Zoe habe ich dabei von Anfang an ins Herz geschlossen. Ihr forsches Auftreten, das meist nicht mit der wirklichen Größe ihrer inneren Selbstsicherheit identisch ist, hat mir imponiert. Sie bewegt sich couragiert zwischen „altem Geld“ und „neuem Geld“, wie die traditionell Wohlhabenden und die Neureichen so treffend bezeichnet werden. Trotz der Überheblichkeit, mit der sie von manchen ihrer Mitmenschen behandelt wird, bleibt sie ganz sie selbst, verbiegt sich nicht und steht zu ihrer Meinung. Auch scheut sie sich nicht, ihrer dünkelhaften Schwiegermutter in spe die Stirn zu bieten. Das alles hat sie mir ungemein sympathisch gemacht.
Den turbulenten Rahmen zur Geschichte bietet die Stadt New York, die man hier, zusammen mit Zoe, gründlich erforscht. Mir hat es viel Spaß gemacht, nach Bildern der Originalschauplätze zu suchen und mir Zoes Umfeld so noch besser vorstellen zu können. Die besonderen Eigenheiten der New Yorker Szene sind äußerst amüsant und oft auch mit einer Prise Sarkasmus dargestellt.

Der gute Schreibstil macht das Buch zu einem angenehmen und äußerst unterhaltsamen Leseerlebnis. Der überraschende Schluss sieht mir ganz nach einem Cliffhanger aus, so dass vielleicht die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit der liebenswerten Zoe und ihren Freunden besteht. Ich würde mich sehr darüber freuen.



Informatives und Hintergrundwissen über New York, den Roman und die Autorin gibt es auf Susann Remkes Website



Montag, 30. September 2013

Yoga ist auch keine Lösung - Elke Becker


Als die Studentin Lena ihren Freund Ron bei einem Seitensprung erwischt, ist sie schockiert und verlässt überstürzt die gemeinsame Wohnung. Ziel- und planlos streift sie durch Berlins Straßen und begegnet der älteren Maureen. Auch ihr hat das Schicksal gerade übel mitgespielt, und die beiden Frauen schließen schnell Freundschaft. Maureen lädt Lena ein, mit ihr nach Mallorca zu kommen, wo sie ein Haus besitzt. Sie muss Lena nicht lange überreden, und diese hofft, auf der Insel Zeit zum Nachdenken zu finden und sich daneben voll auf ihre Abschlussarbeit konzentrieren zu können. Von Männern hat sie erst einmal die Nase voll.
Auf Mallorca angekommen lernt sie in Maureens Haus auch deren Haushälterin und zugleich Freundin Anna kennen. Sie genießt die schöne Zeit und die gemeinsamen Yogastunden zu dritt. Um Maureen nicht allzu sehr auf der Tasche zu liegen und ihre Unabhängigkeit zu bewahren, sucht sich Lena einen Job und findet eine Anstellung als Kellnerin in einem edlen Restaurant. Doch bald kommen neue Unannehmlichkeiten auf sie zu, denn ausgerechnet der attraktive Schauspieler Marcel Rogan ist in dem Lokal zu Gast und lässt sich an einem der Tische nieder, für deren Service Lena zuständig ist. Sie kann den Prominenten nicht ausstehen, denn sie kennt ihn nicht nur durch seine Filme, sondern auch aus den Klatschspalten der einschlägigen Zeitschriften, und alles, was sie von ihm weiß, ist nicht dazu angetan, ihn sympathisch zu finden. Trotzdem muss sie, um ihren Job zu behalten, auch die unbequemen Gäste zuvorkommend und liebenswürdig behandeln. Der Star beginnt bald, in selbstgefälliger Weise mit ihr zu flirten und muss eine rüde Abfuhr einstecken.

Von der ersten Seite an war mir Lena sehr sympathisch. Aber so liebenswert und gutmütig sie einerseits ist, so möchte man sie nicht gerne zum Feind haben, denn in der Wahl ihrer Revanche ist sie äußerst phantasievoll und nicht gerade zimperlich, was ihr Freund Ron, nach seinem Fehltritt, erfahren muss. Er wird auf jeden Fall noch lange an sie denken.
Dass sie Maureen begegnet, ist ein absoluter Glücksfall, und gerne begleitet man die beiden Frauen im Geiste nach Mallorca. Langeweile kommt in ihrem neuen Leben nicht auf, denn Lena genießt die Schönheiten und das südliche Flair der Insel und findet gute Freunde. In Maureens und Annas Gesellschaft fühlt sie sich wohl, aber bei Männern scheint sie immer an die falschen zu geraten.
Elke Beckers neuer Roman ist rundum bestens gelungen. Schon äußerlich, mit dem bezaubernden Cover, ist er ein Prachtstück. Gut ausgearbeitete Charaktere in wundervoller Umgebung sind die Stützpfeiler, die der lebhaften, humorvollen Handlung den perfekten Rahmen verleihen. Trotz der Dramen und Turbulenzen, die es in Lenas Leben gibt, ist die Tendenz der Geschichte insgesamt positiv und heiter, so richtig zum Wohlfühlen. Immer wieder ist die Handlung durchsetzt von wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, die reichlich Urlaubsstimmung aufkommen lassen. Der Roman zeigt Mallorca von einer ganz anderen Seite, fernab vom Trubel der populären Touristenzentren, und er weckt den Wunsch, die geschilderten Orte selbst zu besuchen. 
Zusammen mit Lena kann man auch ein wenig hinter die Kulissen der Stars und der Reichen blicken und gewinnt wieder einmal die Erkenntnis, dass nicht immer alles so ist, wie es in der Öffentlichkeit scheint.

Erneut zeigt die Autorin mit ihrem neuen Werk, dass sie nicht nur für Fantasy, sondern auch für amüsante Frauenromane ein richtig gutes Händchen hat.


Kleiner Tipp für alle, die gerne die Romane von Elke Becker lesen:
Das E-Book des ersten Bands "Ticket ins Glück", in dem es um Lenas Cousine Alex geht, gibt es für kurze Zeit zum Sonderpreis für -,99 €.
Bei Interesse möglichst schnell zugreifen!

Montag, 3. September 2012

Mein Leben in 80 B - Anja Goerz



Eigentlich ist Ilse mit sich und der Welt zufrieden. Sie ist glücklich verheiratet, hat zwei halbwüchsige Kinder, ein gemütliches Haus im Grünen und einen flexiblen Nebenjob: sie veranstaltet Dessous-Partys. Als ihre beste Freundin Elissa sie einlädt, zu ihr nach Sylt zu kommen, um den vierzigsten Geburtstag mit ihr zu feiern, zögert sie zuerst mit einer Zusage, aber nachdem ihr Mann Toni ihr versichert, dass es durchaus auch einmal vier Tage ohne sie gehen wird, entschließt sie sich, die Einladung anzunehmen. Auf Sylt lernt Ilse den jungen, attraktiven Koch Oke kennen, der ihr nicht nur ein paar besondere Leckerbissen kredenzt, sondern ihr nebenbei auch noch den Kopf verdreht. Ilses heile Welt gerät ins Wanken, und der alte Spruch „Ilse Bilse, keiner will se, kam der Koch, nahm se doch“ erhält für sie eine ganz neue Bedeutung…

Meist wird dies ja eher den Männern zugeschrieben; über eine Frau in der Midlife-Crisis hört oder liest man nur selten. Auf den ersten Blick scheint Ilse auch gar nicht die Frau zu sein, die schnell den Kopf verliert. Nachdem aber ihre Freundin Elissa, selbst überzeugter Single, keinen Moment auslässt, ihr zu versichern, dass ihre Ehe nicht zufriedenstellend ist und sie sich doch etwas Abwechslung gönnen sollte, wird Ilse unsicher und kommt zu dem Schluss, dass ihr vielleicht wirklich der richtige Pfiff im Leben fehlt.
Elissas Verhalten konnte ich ehrlich gesagt weder nachvollziehen noch gutheißen.  Von einer besten Freundin würde ich etwas anderes erwarten, als ständige Kritik. Elissas krampfhafte Versuche, Ilse zu einem Seitensprung zu überreden und ihre Ehe madig zu machen, haben sie mir zusehends unsympathischer gemacht. Vielleicht ist ja Missgunst im Spiel, obwohl Elissa stets betont, dass sie sich in ihrem Leben absolut wohl fühlt. Aber vermutlich bringt es einfach ihr Beruf mit sich, mit Kritik nicht zu sparen und mit allem erst einmal unzufrieden zu sein.
Als Ilse dem Koch Oke begegnet, fühlt sie sich sichtlich geschmeichelt, denn sie merkt, dass er sich besonders um sie bemüht. Aber sie hat auch Skrupel, denn eigentlich liebt sie ihren Mann und möchte ihn nicht betrügen. Nach dem Motto „Alles, was ich denk’ und tu’, trau’ ich auch dem Anderen zu“, beginnt Ilse dann, ihren eigenen Mann zu verdächtigen, eine Geliebte zu haben. Es ist ein ziemliches Hin und Her, bis Ilse ihre „Frühlingsgefühle“ wieder in den Griff und den Kopf frei bekommt, wobei die Gefühle der Männer in ihrem Leben weniger „frühlingshaft“ wegkommen.
So richtig sympathisch waren mir die beiden Protagonistinnen nicht, denn statt Probleme wirklich zu lösen, wurden diese größtenteils erst einmal kräftig in Alkohol ertränkt bzw. es wurden überhaupt erst richtige Schwierigkeiten geschaffen.
Der Roman liest sich insgesamt flott und kurzweilig, aber wirklich Tiefgang darf man nicht erwarten, und das richtige „Sylt-Feeling“ ist leider auch nicht aufgekommen.
Am Ende des Buches gibt es allerdings dann noch ein besonderes Schmankerl.  Spitzenköche haben eine Auswahl interessanter Rezepte zur Verfügung gestellt, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Sicher werde ich mich demnächst am einen oder anderen Gericht versuchen.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Rowohlt Verlag

Mittwoch, 22. August 2012

Miss Januar - Nicole Sowade


Kurzbeschreibung lt. Amazon:
Für Elizabeth Schneider läuft alles bestens: Ihrer Karriere im Berliner Büro von Energy Solutions steht nichts im Weg, jede Familienfeier hat sie bis jetzt unbeschadet überstanden und privat genießt sie die Vorzüge des Singlelebens an der Seite ihrer besten Freundin Kate. Das einzige, was ihr noch fehlt, ist ein grünerer Planet. Glaubt sie! Wäre da nicht der 1. Januar, an den sie sich beim besten Willen nicht erinnern kann. Alles halb so wild, würde Elizabeth seitdem nicht wie ein Honigkuchenpferd strahlen, Tanja, die Pferdeschwanz schwingende Erzfeindin aus Schulzeiten, ständig ihren Weg kreuzen, Kate neu erlernte Psycho-Methoden an ihr austesten und ihre Kollegen atemlos in der MAGAZIN-Zeitung ihre neuesten Männergeschichten verfolgen. Die Zeit zum Aufklären, was am 1. Januar passiert ist, rennt Elizabeth davon. Denn plötzlich steht der gesamte Weltfrieden auf dem Spiel. Und ihr eigenes Happyend. Aber Elizabeth wäre nicht Miss Energy, wenn sie diese Mission nicht meistern würde. Mit viel Zucker, dem einen oder anderen White Russian und jeder Menge Witz und Humor. UND NOCH MEHR HAPPYENDS: Mit jedem verkauften eBook-Exemplar werden Projekte von SAVE THE CHILDREN Deutschland e.V. unterstützt. Denn Nicole Sowade spendet ganz im Sinne der Romanheldin 50 CENT der eBook-Erlöse der gemeinnützigen Organisation und hilft damit die Situation von Kindern in Not weltweit zu verbessern.

Mein Leseeindruck:
Kurioserweise habe ich die Geschichte, die sich im frostigen Monat Januar abspielt, gerade an den heißesten Tagen des Jahres gelesen und dies als äußerst erfrischend genossen. Elizabeth, die Heldin des Romans, wegen ihres beruflichen Erfolgs und Durchsetzungsvermögens auch gerne „Miss Energy“ oder „Miss Power“ genannt, verfügt in ihrem Privatleben über einen tollpatschigen Liebreiz. Auf der unermüdlichen Suche nach ihrem Mister Right landet sie so ziemlich in jedem Fettnäpfchen, dass ihr in den Weg kommt. Da sie bei ihren recht eigenwilligen Nachforschungen auch an einen prominenten russischen Schauspieler und Unternehmer gerät macht sie auch noch einen eher zweifelhaften Aufstieg in den Klatschspalten der Presse. Dabei will sie doch nur herausfinden, welcher Mann hinter ihrem glücklichen Lächeln steckt, das sie seit dem 2. Januar im Gesicht trägt und auf welches sie dauernd angesprochen wird. Leider streikt ihr Gedächtnis, wenn es darum geht, sich zu erinnern, was in der Neujahrsnacht vorgefallen ist. Elizabeths aufregende Erlebnisse auf dem Weg zum privaten Glück sind sehr unterhaltsam erzählt. Zwar ist die Geschichte nicht gerade realitätsnah, aber sie  liest sich sehr vergnüglich und kurzweilig.
Es ist eine turbulente Komödie, die viel Unterhaltungswert und jede Menge Lesespaß zu bieten hat und so ganz nebenbei noch Miss Januars Anliegen unterstützt, die Welt zu retten bzw. Kindern in Not zu helfen. 



Donnerstag, 5. Juli 2012

Pinguinwetter - Britta Sabbag



Für die Lektorin Charlotte (Anfang 30)  kommt es knüppeldick. Statt der erhofften Beförderung erhält sie die Kündigung vom Verlag. Zu allem Überfluss gesteht ihr unkomplizierter Teilzeit-Lover Marc, dass er die „Sauberfrau“ fürs Leben gefunden hat und sich mit Heiratsabsichten trägt.
Von allen Seiten, sei es im Freundes- und Familienkreis oder sogar bei der Agentur für Arbeit gibt es gut gemeinte Ratschläge für sie, allen voran den Tipp, doch einfach schwanger zu werden. Leicht gesagt, wenn man keinen Partner hat.
Charlotte versinkt in Selbstmitleid und stellt fest, dass anscheinend alle in ihrem Umfeld eine glückliche Beziehung pflegen, nur sie ist allein. Sogar ihre Mutter, die nach Grönland ausgewandert ist, hat die Absicht, ihren jugendlichen Freund zu heiraten.
Bei einem Zoobesuch mit ihrem Patenkind Finn geschieht fast ein Unfall, und der sympathische Eric kommt ihr zur Hilfe. Er ist mit seiner kleinen Tochter unterwegs und hält Charlotte für Finns Mutter. Das führt zu ungeahnten Missverständnissen und Turbulenzen, und Charlotte hat ein großes Talent, in jedes sich bietende Fettnäpfchen mit beiden Beinen hineinzuhüpfen.

Man kann gut verstehen, dass es der Ich-Erzählerin, nach einer Anhäufung von negativen Ereignissen, quasi den Boden unter den Füßen wegzieht. Am liebsten würde sie sich verkriechen und nach Vogel-Strauß-Manier den Kopf in den Sand stecken. Aber da hat sie nicht mit ihren Freundinnen gerechnet. Die schwangere Trine packt die Gelegenheit beim Schopf und bittet Charlotte ihren Sohn zur betreuen, der ja sowieso ihr Patenkind ist. Der quirlige Drei- bis Fünfjährige (der Grund für die ungenaue Altersangabe erschließt sich erst beim Lesen des Romans :-D), hält seine Patin ganz schön auf Trab und bringt sie in ungeahnte Schwierigkeiten.
Allgemein kommen Kinder unter Charlottes Urteil nicht allzu gut weg, aber man liest zwischen den Zeilen, dass sich hinter dem Unmut der Protagonistin eigentlich doch liebevolle Gedanken für die kleinen Racker verbergen. Teilweise hat man auch das Gefühl, dass Charlotte sich geradezu in ihrem Unglück sonnt, denn ihre Lage bietet auch die Möglichkeit, sich mal so richtig hängen zu lassen. Dass ihr plötzlich dauernd der attraktive Eric über den Weg läuft, ist schon ein erstaunlicher Zufall, der im richtigen Leben wohl eher selten anzutreffen ist. Man sollte die Story insgesamt wohl auch nicht allzu ernst sehen und keine absolute Realitätsbezogenheit erwarten. Eigentlich will der Roman ja in erster Linie gute Unterhaltung bieten, und die hat man auf jeden Fall. Die Geschichte hat mir gut gefallen und erhält vier Sterne von mir. Den fünften Stern lege ich für das wunderschöne Cover noch obendrauf, denn der kleine Pinguin auf dem Einband, mit dem man sogar im Buch noch ein allerliebstes Daumenkino spielen kann, hat mein Herz im Sturm erobert.


Dienstag, 29. März 2011

Weiblich, ledig, untot - Mary Janice Davids



Elisabeth Taylor hat gerade ihren Job als Sekretärin verloren. Um Verwechslungen mit ihrer prominenten Namensvetterin zu vermeiden, wird sie von allen nur Betsy genannt. Auf der Suche nach ihrer Katze gerät sie dann auch noch vor ein Auto.......und erwacht zu ihrem großen Schrecken in einer Leichenhalle!
Wie sie kurz darauf erfährt, ist sie bei dem Autounfall gestorben und nun eine Untote, genau genommen ist sie ein Vampir. Empört ist sie über die Unverfrorenheit ihrer Stiefmutter, die sie für die Trauerfeier mit den schrecklichsten Klamotten und billigsten Schuhen ausgestattet hat.
Mehrere Versuche, ihrem untoten Dasein ein Ende zu setzen missglücken, und so ganz nebenbei entdeckt Betsy ihre soziale Ader, indem sie einen jungen Arzt vor dem Selbstmord bewahrt. Schnell merkt sie, dass ihre Wenigkeit in der Welt der Vampire heiß begehrt ist. Der Vampirmeister Nostro lässt sie entführen und möchte sie unter seine Macht stellen. Und dann gibt es da auch noch Sinclair, einen umwerfend attraktiven Vampir und Gegner Nostros, der Betsy ebenfalls auf seine Seite ziehen möchte. Er besticht die Schuh-Fetischistin mit Designermodellen und erzählt ihr von einer Prophezeiung, in der sie bereits angekündigt wurde, denn als Vampirin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten (sie kann ein Kreuz als Schmuck tragen und in die Sonne gehen), soll sie die künftige Königin sein.

Ich weiß nicht, ob ich bis zuletzt durchgehalten hätte, wenn ich das Buch gelesen hätte, denn auf Dauer fand ich es ein wenig nervig, die Scherze teilweise an den Haaren herbeigezogen. Ich habe das Hörbuch verfolgt, und da ich Hörbücher grundsätzlich während der Hausarbeit oder beim Stricken höre, kann es da gerne ein wenig oberflächlich sein. Kurzweilig ist es, das gebe ich zu, und Nana Spier liest die Geschichte in unnachahmlicher Weise. Sie verleiht der Ich-Erzählerin mit ihrer Stimme Persönlichkeit und gestaltet so manche Situation recht witzig, wenn Betsy beispielsweise als Vampir-Neuling Probleme hat, die Zähne wieder einzufahren, was sich dann durch starkes Lispeln deutlich macht. Ich weiß nicht, ob ich mir weitere Folgen antun werde, denn die Handlung ist, soweit überhaupt vorhanden, doch recht spärlich und oberflächlich. Wie gesagt, eine amüsante Abwechslung für zwischendurch ist es schon, und wer ein kurzweiliges Hörbuch sucht, wird vielleicht seinen Spaß daran haben.

Montag, 3. Januar 2011

Aus Versehen verliebt - Susan Elizabeth Phillips

Die Schauspielerin Georgie Yorck ist gerade dabei, ihre Scheidung von einem bekannten, begehrten und äußerst attraktiven Schauspieler zu verkraften. Nicht nur die Paparazzi verfolgen sie, um in der Presse immer wieder von ihrem privaten Pech zu berichten, zu allem Überfluss läuft ihr auch immer wieder ihr alter Serienpartner, Bram Shepard, über den Weg. Mit ihm möchte sie eigentlich gar nichts zu tun haben, denn er ist ein typischer "böser Junge", der für Drogen- und Alkoholexzesse sowie für seine Erfolglosigkeit bekannt ist.
Als Georgie nach einer langen Nacht in einem Hotel in Las Vegas erwacht, stellt sie fest, dass sie nicht allein ist, sondern neben Bram im Bett liegt, und dann entdecken beide zu ihrem großen Schrecken, dass sie verheiratet sind...

Bei dieser Story aus der Welt der Schönen und Reichen musste ich unweigerlich immer wieder an den Satz denken "Ähnlichkeiten mit lebenden Personen......." Auch wenn ich in Sachen Prominentenklatsch nicht auf dem aktuellen Stand bin, war es für mich offensichtlich, dass diese Geschichte lebende Vorbilder hat ;-) Dieses Hörbuch war meine erste Begegnung mit den Romanen von SEP, und ich bin mir nicht sicher, ob ich noch einen weiteren Versuch mache, denn ich fand die ganze Handlung und auch die Protagonisten eher farblos und langweilig. Alles wirkt gestellt und unecht, die Personen erscheinen eher fade.
Auch die Sprecherin des Hörbuchs konnte mich nicht überzeugen. Die stellenweise über-betonte Sprechweise hat auf mich sehr gekünstelt gewirkt.
Ich habe das Hörbuch nur bis zu Ende durchgehalten, weil ich nebenbei gearbeitet habe. Als leichte Berieselung war es ganz geeignet, aber auch nicht mehr.

Dienstag, 2. November 2010

Das Charleston Girl - Sophie Kinsella


Lara Lington ist gerade an einem Tiefpunkt im Leben angelangt. Beruflich läuft es nicht so gut, und ihre Beziehung ist am Ende. Als ihre Großtante Sadie im stolzen Alter von 105 Jahren stirbt, nimmt Lara gezwungenermaßen an der eher sparsam ausgestatteten Trauerfeier teil. Die Verwandten wirken alle sehr gleichgültig, denn sie kannten Sadie kaum und hatten schon zu Lebzeiten wenig Interesse an der alten Dame, die ihre letzten Jahre in einem Pflegeheim verbracht hat. Sogar am Blumenschmuck für die Beerdigung wurde gespart. Mitten in die Trauerzeremonie platzt eine junge Frau, die anscheinend auf der Suche nach ihrer Kette ist. Schnell merkt Lara, dass sie die Einzige der Versammelten ist, welche diese Erscheinung wahrnehmen kann. Es handelt sich um Sadies Geist höchstpersönlich, allerdings jung geblieben und hier erst 23 Jahre alt.
Sadie bittet Lara um Hilfe, die verschwundene Kette zu finden. Anfangs ziemlich genervt von dem fordernden, quirligen Geist, entwickelt sie schnell Sympathie und Verständnis für die Frau, über deren Schicksal Lara erst jetzt einiges erfährt. Dabei stellt sich auch heraus, dass Sadie damals, in den wilden Zwanzigern, unglücklich in einen jungen Maler verliebt war und diese hoffnungslose Liebe bis heute nicht vergessen kann. Lara verspricht Sadie, ihr zu helfen und die Kette zu suchen und merkt, dass es durchaus auch praktisch sein kann, mit einem Geist befreundet zu sein, denn Entfernungen und selbst Wände sind für die vorwitzige Sadie kein Hindernis, und es ist kein Geheimnis vor ihr sicher.

Das ist einmal ein völlig anderer Kinsella, ganz und gar nicht mit den Geschichten um Rebecca Bloomwood zu vergleichen. Die Autorin hat hier ein neues Thema aufgegriffen, denn die eigentliche Hauptperson ist ein charlestonverrücktes Gespenst. Lara, die Ich-Erzählerin wirkt anfangs ein wenig hilflos, sowohl ihren eigenen Problemen gegenüber als auch bei den Rätseln und Fragen, die sich ihr auf der Suche nach der Kette stellen. Aber mit der Zeit weiß sie die Vorteile zu schätzen, welche ihr der Kontakt mit Sadie einbringt, die beiden werden ein Tolles Team. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz, wenn Lara auch hier gegen die Eifersucht eines Geistes ankämpfen muss...

Charleston Girl ist eine hinreißend romantische Komödie, humorvoll und doch mit Tiefgang. Lara erkennt, dass sich hinter der lebenslustigen Fassade von Sadies Geist das Schicksal eines einsamen, enttäuschten und betrogenen Menschen verbirgt. Ihrer Großtante zu ihrem Recht und zu der Anerkennung zu verhelfen, die ihr eigentlich zusteht, dazu ist Lara fest entschlossen.
Maria Koschni liest diesen Roman ganz hervorragend und macht ihn zu einem wundervollen Hörgenuss.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Frauen die Prosecco trinken - Marlene Faro




Kurzbeschreibung:
Flora, Mitte Dreißig, Single, arbeitet für das Hochglanzmagazin "Marilyn", das allmonatlich versucht, den Erfolgsfrauen der Neunziger das Allerneueste über Lifting, Pumps und Mehrfachorgasmus nahezubringen. Reportagen führen Flora auf die Beautyfarm "Twenty Forever", nach Afrika zur Fahrt mit dem Uganda-Train und, zuletzt, in ein Amsterdamer Institut für künstliche Befruchtung. Themen genug, die es abends beim In-Italiener, zwischen Prosecco und Mozzarella, im Kreis der Freundinnen zu bereden gibt.
Ein frecher und amüsanter Roman, voll aberwitziger Szenen, filmreifer Dialoge und messerscharfer Beobachtungen.

Meine Meinung: * * *
Die kleine Geschichte ist witzig-spritzig, eben wie ein Glas Prosecco. Das Buch eignet sich gut als nette Zerstreuung zwischendurch, wenn man sich einfach ein wenig amüsieren möchte, denn Tiefgang ist hier ganz sicher nicht zu erwarten. Flora, Journalistin bei einem Frauenmagazin, erzählt über sich, ihren privaten und beruflichen Alltag und ihre Liebesbeziehungen. Ihre Story ist amüsant und zum Teil mit bissigem Humor gewürzt, insgesamt allerdings nur nette Unterhaltung, die durchgehend oberflächlich bleibt.


Kurzbeschreibung:
In den zehn Jahren ihres aufreibenden Berufes als Lieutenant der New Yorker Polizei hat die gewitzte, mutige Eve Dallas viel Schreckliches gesehen und, für eine so junge, schöne Frau wie sie, viel zu viel erlebt. Doch sie weiß, dass sie sich auf eines garantiert verlassen kann: auf ihren Instinkt. Bei der Jagd nach einem grausamen Serienmörder, der New York in lähmende Angst versetzt, gerät sie an den undurchsichtigen irischen Milliardär Roarke. Alle Indizien weisen darauf hin, dass er nicht so unschuldig ist, wie er vorgibt zu sein. Doch wider jede Vernunft sprechen Eves Gefühle eine andere Sprache. Sie lässt sich von einem hinreißenden Mann verführen, von dem sie nichts weiß, außer dass er als Killer verdächtigt wird - und ihr Herz erobert hat...

Meine Meinung:
Die Romane unter dem Pseudonym J.D. Robb verfasst, sind so ganz anders als die sonstigen Bücher von Nora Roberts. „Rendezvous mit einem Mörder“ ist der Beginn einer ganzen Krimi-Reihe um die junge Polizistin Eve Dallas. Für mich war es etwas gewöhnungsbedürftig, dass die Handlung in der Zukunft spielt. Eigentlich fällt Science Fiction normalerweise nicht in mein Beuteschema, was Bücher oder Hörbücher betrifft. Allerdings fand ich hier die Handlung spannend und interessant, außerdem haben mich die sympathischen Protagonisten überzeugt, und ich werde wohl nach weiteren Folgen mit Eve und Roarke Ausschau halten.

Samstag, 28. März 2009

Von jetzt auf gleich - Caprice Crane

Beim Fischerverlag hatte ich mich als Testleserin beworben und konnte diesen Roman bereits jetzt genießen. Vielen Dank noch einmal an den Verlag, ich habe mich sehr darüber gefreut.



Kurzbeschreibung:
Sie ist lieb und treu, schlau und schlank. Und trotzdem geht es der jungen Jordan Landau miserabel: Alle trampeln auf ihr und ihren Gefühlen herum. Bis sie eines gar nicht schönen Tages auf ihrem Fahrrad mit einem Auto zusammenstößt und sehr unsanft landet. Aber noch während sie wieder zu sich kommt, spürt sie, dass das der Zusammenstoß ihres Lebens sein könnte: Jordan beschließt, dass sie ab sofort sich an die blöden Dinge nicht mehr erinnern und von den blöden Menschen nichts mehr gefallen lassen will. Also behauptet sie, sie hätte bei dem Unfall ihr Gedächtnis verloren. Vom fiesen Lover bis zur anstrengenden Mutter fallen alle darauf rein: Endlich findet Jordan die Anerkennung, die sie verdient, und plötzlich eine Liebe, die sie gar nicht gesucht hat. Nur leider ist das Glück nicht von Dauer in der fabelhaften Welt der Amnesie Unvergesslich: die romantische Komödie mit dem doppelten Gedächtnisverlust!

Meine Meinung: * * * *

Jordan Landau, die Ich-Erzählerin der Geschichte, fühlt sich von aller Welt ungerecht behandelt. Ihre Halbschwester ist ein richtig kleines Miststück, ihre oberflächliche Mutter ist zu sehr mit ihren eigenen Problemen und ihrem Aussehen beschäftigt, um Verständnis für die ältere Tochter zu haben. Ihre Vorgesetzte klaut ihr die Ideen, um sie als ihre eigenen auszugeben, und ihr Freud betrügt sie. Nur bei Todd und Cat, ihren besten Freunden aus Kindertagen, findet sie Verständnis und ein wenig Trost. Nach einem Unfall mit Kopfverletzung sieht Jordan darin ihre Chance, noch einmal von vorne anzufangen und täuscht eine Amnesie vor. Sie spielt ihre Rolle hervorragend, aber leider ist das keine dauerhafte Lösung für ihre Probleme…

Caprice Crane hat mir ihrem zweiten Buch eine ganz hinreißende Komödie geschrieben, über die man einfach schmunzeln muss. Wie Jordan die Sache mit ihrem Gedächtnisverlust durchzieht, ist mit Wortwitz und Ironie beschrieben. Tragische und lustige Ereignisse folgen in rasantem Wechsel. Die Dialoge sind spritzig und originell, und es ergeben sich immer neue amüsante und überraschende Situationen. Gekrönt wird das ganze noch von einer wunderbar romantischen Liebesgeschichte.
Ich habe mich mit diesem Buch prächtig amüsiert, obwohl die Autorin manchmal fast etwas zu dick aufgetragen hat. Aber gerade das verleiht dieser Komödie ein typisch amerikanisches Flair. Insgesamt unkompliziert zu lesen, ist die Story beste Unterhaltung für trübe Tage.

Montag, 9. März 2009

Auf Wolken tanzen - Patricia Kitchin


Kurzbeschreibung:

»Lernen Sie Bauchtanz!« Als Judy dieses Plakat liest, zögert sie zunächst. Sie, mit ihren 49 Jahren und den überflüssigen Pfunden? Aber warum eigentlich nicht!
Um Judys Ehe steht es nicht zum Besten, und überhaupt hatte sie schon bessere Zeiten. Im Bauchtanzkurs sucht sie ein bisschen Abwechslung - und findet zu ihrer Überraschung weit mehr als das: Mit der allein erziehenden Naz, der wohlhabenden Fiona und der schüchternen Cathy verbindet sie schon bald wahre Freundschaft. Und Naz' verwitweter Vater Trevor erweist sich als aufmerksamer Zuhörer. Schon bald spürt Judy, dass ihr bisheriger Alltag ihr endgültig zu eng geworden ist - vielleicht ist es an der Zeit, auf Wolken zu tanzen!



Meine Meinung: * * * 1/2

Eine nette, locker erzählte Geschichte, wenn auch ohne Tiefgang. Die Story um Judy und ihre neu gewonnenen Freundinnen ist kurzweilig erzählt, gut geeignet für einen gemütlichen Lesenachmittag oder -abend. Mehr ist es aber auch nicht. Es werden zwar jede Menge Beziehungsprobleme angesprochen, aber alles bleibt eher oberflächlich und ungeklärt. Bei der relativ kleinen Gruppe Leute, die in dem Buch eine Rolle spielen, gibt es allzu viele Zufälle und Affären. Ich persönlich fand das teilweise unglaubwürdig und zu dick aufgetragen.

Dienstag, 13. Januar 2009

Zimtsterne mit Zuckerkuss - Becky Cochrane


Kurzbeschreibung:

Keelie hat eigentlich gar keine Lust auf Weihnachten. Ihr Chef im Buchladen ist ein Idiot, ihre Familie wohnt weit weg, der Mann ihrer Träume ist nirgends in Sicht. Und damit nicht genug: Kurz vor dem Fest bricht sie sich auch noch den Fuß. Doch dann lädt ihre besten Freundin Ivy sie über die Feiertage ins Haus ihrer flippigen Großmutter ein. Mitsamt Hamster Hamlet, ihrem besten Freund Evan und Ivys Zwillingsschwester landet Keelie in einer idyllischen texanischen Kleinstadt. Dort erwartet sie mehr als nur eine schöne Bescherung. Denn als Hamlet krank wird, lernt Keelie den äußerst charmanten Tierarzt von Coventry kennen...Plätzchen, heißer Kakao und dieses Buch - die perfekte Ausstattung für lauschige Winterabende.

Meine Meinung: * * * * *

Dieses Buch ist Balsam fürs Gemüt! Schon das wunderschön gestaltete Cover lädt zum Schmökern ein, und man tut gut daran, es sich richtig gemütlich zu machen. Einmal angefangen kann man kaum wieder von dem Roman lassen, bevor man damit fertig ist. ;-)

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Keelie mit ihrem Hamster Hamlet, ihre Probleme und ihre Träume. Umgeben von einem sympathischen Freundeskreis ist sie doch nicht so ganz glücklich mit ihrer Situation. Eigentlich mag sie ihren Job im Buchladen, denn sie liebt Bücher, wäre da nicht der unmögliche Chef. Keelie ist selbst eine Leseratte, und im Lauf der Handlung wird immer wieder über verschiedene Bücher gesprochen. Man kriegt direkt Lust, einmal wieder in einen Band von Jane Austen oder Emily Bronte zu schauen. Auch sind die Protagonisten große Fans von Janet Evanovich, und ich habe mich spontan verführen lassen, von dieser Autorin ein Buch zu bestellen. ;-)

Die Wendung in Keelies Leben bringt ein Sturz von der Leiter, bei dem sie sich den Fuß bricht. Zusammen mit ihren Freunden verbringt sie die Weihnachtstage in Coventry, einer kleinen Stadt, deren Zauber Keelie sich von Anfang an nicht entziehen kann. Im Anschluss an dieses Weihnachtsfest kommen größere Veränderungen auf sie zu, denn der komplette Freundeskreis löst sich auf, jeden verschlägt das Schicksal an einen anderen Ort, und Keelie fasst einen persönlichen Entschluss......

Es handelt sich nicht, wie man anfangs vermuten könnte, um ein reines Weihnachtsbuch. Zwar hat das Weihnachtsfest eine Schlüsselrolle, aber die Handlung erstreckt sich insgesamt über mehrere Monate. Auch ist die Story nicht kitschig und auch nicht so "süß", wie der Titel vermuten läßt.
Ich habe dieses Buch sehr genossen, und es durfte in mein Keeper-Regal einziehen.