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Dienstag, 1. November 2016

Mein Monatsrückblick auf den Oktober 2016

Hallo ihr Lieben, der Oktober, der leider nicht so golden war wie erhofft, ist nun vorbei, und er hat mir zwar wenig Sonne, dafür aber viele schöne Lesestunden beschert.

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Ich habe im Oktober acht Bücher gelesen, das waren 2986 Seiten:

Kim Wright: Die Canterbury Schwestern   3 Sterne
Petra Schier: Vergeltung im Münzhaus   5 Sterne Monatshighlight
Christine Kabus: Das Geheimnis der Mittsommernacht   4 1/2 Sterne
Martina Kempff: Die Rebellin von Mykonos   4 Sterne
Elisabeth Büchle: Unter dem Sternenhimmel   5 Sterne
Henriette Boerendans: Die Null ist eine seltsame Zahl   5 Sterne
Ulf Schiewe: Bucht der Schmuggler   5 Sterne
Petra Schier: Stadt der Heiligen   5 Sterne

Bei so vielen tollen Büchern war es nicht einfach, einen absoluten Favoriten zu küren, und ich habe wirklich lange überlegt. Letztendlich ist es dann ein Roman geworden, der mir emotional besonders nahe gegangen ist, und das war “Vergeltung im Münzhaus”.

Bei meinen Challenges, an denen ich teilnehme, hat sich nicht allzu viel getan, und da muss ich schauen, dass ich während der letzten zwei Monate des Jahres noch etwas mehr in die Puschen komme. Im Oktober konnte ich lediglich die Sparstrumpf-Challege um 8 Euro bereichern, und “Stadt der Heiligen” von Petra Schier ist bereits 2009 erschienen und passt daher in die Golden-Backlist-Challenge

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Drei Neuzugänge sind auch bei mir eingetroffen. “Altes Land” stand schon lange auf meinem Wunschzettel. “Kalte Havel” habe ich als Rezensionsexemplar erhalten und nehme damit an einer Leserunde bei Lovelybooks teil; “Das Leuchten der Welt”, ebenfalls ein Rezensionsexemplar, habe ich überraschend erhalten.

Ich wünsche euch einen angenehmen, gemütlichen, kuscheligen November und hoffentlich genügend Zeit für euch und eure Bücherschätze.

Dienstag, 8. März 2016

Weltfrauentag 2016

Heute ist internationaler Frauentag. Er wurde erstmals 1911 organisiert und wird seit 1921 alljährlich am 8. März "gefeiert". Damals wie heute geht es an diesem Tag speziell um die Rechte und die Gleichstellung der Frauen, nicht nur allgemein in der Gesellschaft, sondern besonders auch im Beruf, denn da ist Chancengleichheit leider auch in Deutschland immer noch nicht die Norm, in manchen Ländern wird noch nicht einmal daran gedacht!
Es finden auch heute wieder zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt.

Ich habe mir aus aktuellem Anlass wieder einmal ein Buch aus dem Regal geholt, das bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts bei Zweitausendeins erschienen ist. Der 448 Seiten dicke Band zeigt und beschreibt die Situation der Frauen in verschiedenen Ländern der Welt, und obwohl das Buch schon so alt ist und sich die Zeiten geändert haben, sind viele der angeprochenen Situationen und Probleme nach wie vor aktuell. "Frauen der Welt" ist zwar nicht mehr im Buchhandel erhältlich, aber man kann es bei Interesse jederzeit noch gebraucht erwerben.


Amazon würdigt weltweit den Internationalen Frauentag am 8. März mit starken Büchern über starke Frauen und hat zu diesem Zweck eine Liste mit interessanter Lektüre zusammengestellt:
Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern in starken Büchern über und für starke Frauen.


Dienstag, 9. Februar 2016

Winterstürme - Elisabeth Büchle


In einer stürmischen Winternacht des Jahres 1866 findet der Tierarzt Lukas Biber, unweit seines Gutshauses, eine halb erfrorene junge Frau. Sie hat eine Kopfverletzung und kann sich an nichts erinnern. Sie weiß weder, wer sie ist, woher sie stammt noch, wie sie in den Schwarzwald gekommen ist. Ihr Dialekt lässt vermuten, dass sie aus der Gegend um Wien kommt, aber da ist noch ein weiterer Akzent zu hören, den Lukas nicht deuten kann. Der Witwer bietet der jungen Frau an, für ihn und seine kleine Tochter als Magd zu arbeiten, bis sie ihr Gedächtnis wieder erlangt und weiß, wohin sie gehört. Lukas nennt sie Theresa, manchmal auch gerne „Fräulein Fuchs“ (wegen ihrer roten Haare), da sie ihren wirklichen Namen nicht kennt.
Schnell lebt sich die junge Frau im Gutshaus ein und ist froh, dort leben und für die kleine Anne sorgen zu dürfen, aber insgeheim leidet sie darunter, keine Vergangenheit und keine Identität zu haben.

Ein zweiter großer Erzählstrang führt nach Wien, zur Familie des österreichischen Botschafters Wieland. Dass ihr Sohn Thomas heimlich, neben seinem Musikstudium, für das Außenministerium arbeitet und spioniert, davon wissen die Wielands nichts, nur seine Schwester Marika hat Thomas eingeweiht.
Eines Tages ist Marika spurlos verschwunden...

Ich verrate sicher nicht zu viel, denn es ist von Anfang an kein Geheimnis, dass es sich bei Theresa eigentlich um die verschwundene Marika handelt. Das war mir schon von Anfang an klar. So richtig fesselnd sind jedoch die Zusammenhänge und die folgenden Entwicklungen.
Mit der temperamentvollen, rothaarigen jungen Frau, die unter Amnesie leidet, hat der Roman eine starke, eigenwillige und dabei sehr liebenswerte Protagonistin. Besonders ihre Wortgefechte mit dem eigenbrötlerischen Lukas haben mir sehr gefallen. Der Tierarzt hat den Verlust seiner geliebten Frau noch immer nicht verwunden. Seine Freunde erzählen, dass er sich seit deren Tod verändert hat und niemanden an sich heran lässt. Aber Theresa lässt sich nicht einschüchtern, sondern bietet dem mürrischen Mann Paroli und lockt ihn aus der Reserve. Die Art, wie die Entwicklung zwischen den beiden beschrieben ist, hat mir sehr gefallen, denn die Annäherung erfolgt eher zaghaft und wird verständlicherweise immer wieder von Theresas Gedächtnisverlust überschattet, denn obwohl sie sich im Gutshaus wohl fühlt, in ihrer neuen Umgebung Freunde gefunden hat und auch Lukas und seine kleine Tochter immer mehr lieb gewinnt, so weiß sie eben nicht, was oder wer in ihrem früheren Leben auf sie wartet. Ihr innerer Zwiespalt, die verschiedenen Reaktionen ihrer Mitmenschen auf die Gegebenheit und die Entwicklung neuer Freundschaften, das alles wird sehr feinfühlig und realistisch beschrieben.
Dazwischen erfährt man auch mehr über die Familie Wieland, in der Hauptsache dreht sich dieser Erzählstrang um Thomas, der nicht aufgibt und unermüdlich nach seiner Schwester sucht. Auch er knüpft neue Kontakte und erlebt Dinge, die sein Leben grundlegend verändern.

Den Rahmen zu der mitreißenden Handlung, die aufs Ende zu immer mehr an Spannung zunimmt, bildet das Zeitgeschehen rund um den deutschen Krieg. Die politischen Spannungen zwischen Österreich und Preußen und die daraus resultierenden militärischen Auseinandersetzungen werden hier sehr anschaulich erklärt, indem die Gegebenheiten immer wieder ganz dezent in den Dialogen der Protagonisten auftauchen. So erfährt man sehr viel über diese Zeit und kann auch die Auswirkungen auf private Schicksale sehr gut nachvollziehen.
Es ist ein vielschichtiger Roman, denn in der an sich kurzweiligen Handlung werden viele problematische Themen angesprochen. Hier geht es um Amnesie, um Trauer, um Vorurteile, und man lernt besondere Notsituationen kennen, wie sie in der damaligen Zeit sicher nicht untypisch waren. Wie immer in den Romanen von Elisabeth Büchle spielt auch hier das Thema Glauben und Religion eine große Rolle, ohne dabei allzu dominant im Vordergrund zu stehen. Die meisten der Charaktere im Buch sind religiös und leben ihren Glauben ganz in der Art, wie man es zur damaligen Zeit sicher allgemein getan hat.

Winterstürme“, im Jahr 2012 bei Weltbild erschienen, wurde bereits fünf Jahre vorher bei Gerth Medien veröffentlicht, damals unter dem Titel „Die Magd des Gutsherrn“. Das frühere Coverbild zeigt eine junge Magd, die einen Apfel schält. Dieses Cover ist zwar schön, aber meiner Meinung nach passt das Bild von „Winterstürme“ besser zu der Protagonistin, da es deren Charakter und Situation realistischer widerspiegelt.
Dies war Elisabeth Büchles zweiter Roman, und es ist mittlerweile schon so, dass ich mich darauf einstelle, wenig Zeit für andere Dinge zu haben, solange ich ein Buch der Autorin lese, denn man ist so tief in der Handlung drin und muss ständig darüber nachdenken, zumindest mir geht es so, immer wenn ich einen „Büchle“ zur Hand nehme.





Durch das winterliche Cover und den Titel eignet sich das Buch gut für die Jahreszeiten-Challenge, an der ich teilnehme, und da der Roman schon vor über fünf Jahren erschienen ist, passt er zur #GoldenBacklist Challenge.

Samstag, 30. Januar 2016

Hinter dem weißen Horizont - Christopher Ross

1930 im Norden Kanadas:
Bei einem Flugzeugabsturz inmitten der Wildnis, irgendwo in den Ogilvie Mountains, kommt Clarissa Swensons Mann ums Leben. Sie selbst überlebt mit einem gebrochenen Bein. Nur mit knapper Not kann sich die verletzte Frau zu einer verlassenen Blockhütte schleppen. In den folgenden Wochen ist ihre einzige Gesellschaft ein geheimnisvoller Wolfshund. Nanuk, wie Clarissa ihn nennt, wird im Lauf der Zeit immer zutraulicher und sucht immer wieder ihre Nähe. Als ihr Bein verheilt ist, erkundet Clarissa nach und nach die Umgebung der Blockhütte. Auf einem ihrer Streifzüge findet sie einen angeschossenen Mountie. Sie pflegt Frank gesund und kehrt anschließend mit ihm nach Dawson City zurück. Hier möchte sie sich ein neues Leben aufbauen, denn in ihrer alten Heimat würde sie nur alles schmerzlich an ihren verstorbenen Mann Jack erinnern. In Dawson findet sie eine Aufgabe, indem sie sich um die Huskys eines katholischen Pfarrers kümmert. Hier erfährt sie auch vom härtesten Schlittenhunderennen der Welt, das im folgenden Februar stattfinden soll. Als einzige Frau nimmt sie die Herausforderung an und möchte an der Yukon Trophy teilnehmen.

Clarissas Geschichte ist Abenteuer pur. Die Protagonistin ist eine starke Frau, die inmitten der Wildnis überlebt und immer wieder über sich hinauswächst. Die Liebe zu den Huskys bestimmt ihre Zukunft, und Nanuk, der rätselhafte Wolfshund, der mehrmals ihren Weg kreuzt, hat eine Schlüsselrolle und bestimmt immer wieder ihr Schicksal. Eindrucksvolle Schilderungen bringen dem Leser die Schönheit der Wildnis Kanadas nahe. Man vermag fast die Kälte zu spüren und den Schnee knistern zu hören, und man kann Clarissas Leidenschaft für das Land am Yukon sehr gut nachvollziehen. Die junge Witwe trauert nach wie vor um ihren geliebten Mann Jack. Sie fühlt sich in der Stadt nicht wohl und konzentriert sich ganz auf die faszinierende Arbeit mit den Schlittenhunden. Mit ihnen unternimmt sie ausgedehnte Fahrten und genießt die Stille und Einsamkeit in der Natur. Auch eine zarte Liebesgeschichte gibt es im Roman, aber diese steht nicht im Mittelpunkt, sondern entwickelt sich sehr dezent und beiläufig. Für mich gehört dieses Buch ins Genre der Abenteuerromane, wenn auch mit romantischen Elementen, die mir gut gefallen, da sie sehr natürlich und zurückhaltend in die Handlung eingeflochten sind. Im Vordergrund steht Clarissas, für die damalige Zeit sicher ungewöhnliches, Schicksal und die Tatsache, dass sie sich in einer Männerdomäne bewegt und auch behauptet. Dieser Roman hat alles, was man sich von einem fesselnden Schmöker für einen gemütlichen Winterabend wünscht. 


Dieser Roman von Christopher Ross ist bereits 2000 im Schneekluth Verlag erschienen und passt daher prima zur #GoldenBacklist Challenge, an der ich heuer teilnehme.



Montag, 25. Januar 2016

Die #GoldenBacklist Challenge

Es geht sicher vielen Bloggern ähnlich wie mir: wir haben einen hohen SuB, und immer kommen neue Bücher, die gerade wichtiger erscheinen und dringend gelesen werden wollen. Dabei bleiben ältere Schätze oft auf der Strecke und fristen ein Warte-Dasein im Regal, und das ist schade, denn da sind oft so tolle Bücher dabei, und seien wir mal ehrlich, Bücher werden bei langer Lagerung ja nicht schlecht! Bei Papiergeflüster habe ich nun eine interessante Challenge entdeckt (vielen Dank für den Beitrag dazu an die liebe Cara), die genau dieses Thema anspricht, das mir am Herzen liegt. Zur Motivation habe ich mich dieser Challenge spontan angeschlossen und hoffe, dass ich im Lauf des Jahres 2016 einige Bücher lesen werde, die älter als fünf Jahre (Erscheinungsdatum) sind.
Drei Bücher habe ich mir gleich einmal herausgesucht, die ich demnächst  für die #GoldenBacklist Challenge lesen möchte, weil sie schon so lange in meinem Regal schlummern:


Ich werde auch bei dieser Challenge für alle gelesenen Bücher eine Rezension auf meinem Blog posten und außerdem auf meiner Facebook-Seite und auf Instagram darüber berichten.
Allen Teilnehmern dieser schönen Challenge wünsche ich ein erfolgreiches Lese-Jahr 2016 und viel Freude mit den älteren Schätzchen.