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Samstag, 15. Oktober 2011

Der Schwur des Mackenzie-Clans - Morgan Grey



   Morgan Grey: Der Schwur des Mackenzie-Clans

   Sprecherin: Silvia Höhne

    Kurzbeschreibung

Schottland, 13. Jahrhundert: Sessany, Tochter des Chiefs der MacKenzies, ist auf der Flucht vor einer arrangierten Ehe. An ihrer Seite ein geheimnisvoller Fremder, den sie vor dem Galgen gerettet hat. Erst als sie von den Häschern ihres Vaters aufgegriffen werden, erfährt sie, dass dieser Mann Alasdair ist, der jüngste Spross des verfeindeten MacDonald-Clans. Gemeinsam kommen sie einer dunklen Intrige auf die Spur, die nicht nur die Existenz von Alasdairs Clan, sondern das ganze Land bedroht. Sie fassen einen gewagten Plan.

Meine Meinung:
Zwei verfeindete Clans, ein Liebespaar, das eigentlich keines sein dürfte – ein ideales Thema für einen historischen Roman, der im 13. Jahrhundert in Schottland spielt. Sessany MacKenzie und Alasdair MacDonald sind ein sympathisches Paar, aber leider sind die beiden jungen Menschen nicht füreinander vorgesehen. Der alte MacKenzie will seine Tochter politisch und wirtschaftlich gewinnbringend verheiraten, ohne sich um die Wünsche und Hoffnungen von Sessany zu kümmern. Lange Zeit sind sie auf der Flucht vor Sessanys Vater und dem Bräutigam, dem sie versprochen war. Hier hatte ich manchmal Probleme mit der Glaubwürdigkeit der Handlung. Es geschehen einige Dinge, die sich für mich nicht logisch nachvollziehen lassen. Was das im Einzelnen ist, kann ich hier nicht verraten, um künftigen Lesern und Hörern nicht die Spannung kaputt zu machen. Der Länge des Hörbuchs nach zu schließen, nehme ich an, dass es sich um eine ungekürzte Fassung des Romans handelt. Daran kann es also nicht liegen, dass hier einige Feinheiten nicht so schlüssig sind. Insgesamt erreicht die Geschichte jedoch einen hohen Spannungspegel und kann bis zum Schluss fesseln. Das gleicht so kleine Schönheitsfehler wieder aus.

Alasdairs Schicksal und das Verhängnis, das über seine Familie kam, ist sehr drastisch geschildert. Auch im Verlauf der weiteren Handlung kommt es immer wieder zu recht brutalen Übergriffen zwischen den Fronten. Laut Beschreibung wird der Roman für Kinder ab 12 Jahren empfohlen. Dies würde ich nicht so stehen lassen, da es mehrmals zu recht grausamen Szenen kommt, die auch ziemlich detailliert beschrieben sind, und auch hier erschien mir nicht immer alles so ganz glaubwürdig. 

Die Ausarbeitung und Darbietung des Hörbuchs hat mir sehr gut gefallen. Silvia Höhne verleiht mit ihrer angenehmen, ausdrucksvollen Stimme den Protagonisten Charakter. Sie liest den Roman gefühlsbetont und ansprechend, aber nicht zu theatralisch und ohne übertriebene Betonung.
Bis auf die oben erwähnten kleineren Schönheitsfehler ist der Roman empfehlenswert für alle, die gerne spannende, historische Geschichten hören oder lesen, die in Schottland spielen. Ausgefeilte historische Recherche darf man jedoch nicht erwarten, denn hier stehen eindeutig Unterhaltungswert und Spannung im Vordergrund.

Samstag, 12. Februar 2011

Der Ruf der Highlands - Amy Cameron


Edinburgh 1913
Bei einer Schulaufführung lernt die junge Lehrerin Lili Campbel den Vater ihrer Lieblingsschülerin kennen. Sie ist sogleich fasziniert von dem attraktiven Sir Niall Monroy, und das Interesse scheint gegenseitig zu sein. Als Niall um ihre Hand anhält, wird Lili zuerst von großen Zweifeln geplagt, denn sie passt so gar nicht in seine Welt. Der verwitwete Highlander ist aus adligem Haus, während Lili als Tochter einer einfachen Köchin aufgewachsen ist – Vater unbekannt. Letztendlich nimmt sie Nialls Antrag an und folgt ihm und seiner Tochter in die neue Heimat und damit in eine ungewisse Zukunft. Sie hofft, dadurch auch dem mutterlosen Mädchen als Freundin zur Seite stehen zu können.
Die Begrüßung in Lilis neuem Zuhause fällt frostig aus, denn Nialls Familie steht der jungen Frau skeptisch gegenüber, und auch Isobel reagiert störrisch auf die Nachricht, als sie von der Verlobung zwischen ihrer Lieblingslehrerin und ihrem Vater erfährt; das Mädchen ist völlig durcheinander. Lili muss um Isobels Zuneigung kämpfen und sich zugleich gegen Nialls Mutter, seinen Bruder und dessen Frau durchsetzen, die ihr zum Teil mit Arroganz, aber auch mit unverhohlener Abneigung begegnen.
Zu ihrer Enttäuschung findet Lili in ihrem zukünftigen Mann nicht die erhoffte Rückenstärkung. Niall reagiert oft jähzornig und seine Launen sind unberechenbar, ganz besonders wenn ein Thema zur Sprache kommt: die Feindschaft zwischen den Munroys und dem verhassten Clan der MaKenzies. Sobald Lili fragen stellt, stößt sie immer wieder auf eine Mauer des Schweigens. Es gibt im Scatwell nur zwei Menschen, die ihr Sympathie und Verständnis entgegenbringen, das sind Nialls Großmutter Mhairie und sein Cousin Dusten.

Was wie eine nette Romanze beginnt, entwickelt sich dramatisch und mysteriös. Der Schatten alten Unrechts fällt erneut auf die beiden verfeindeten Clans und lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Es gibt zu viele Geheimnisse, die gewahrt werden sollen, und die ganze verfahrene Situation macht es Lili schwer, in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen. Anfangs ist es gar nicht so leicht, die vielen Verwicklungen zu durchschauen, die in dieser Geschichte verwoben sind und ihren Ursprung bereits Generationen zuvor haben. Aber die Autorin bringt sehr gekonnt Stück für Stück Licht ins Dunkel, sowohl für Lili als auch für die Leser des Romans. Sehr interessant und aufschlussreich fand ich hier die ausführliche Rückblende in Mhairies Vergangenheit. Der Beginn des Weltkriegs wird nur am Rande gestreift, obwohl seine Auswirkungen tief in die Handlung eingreifen. Aber ich fand das gerade richtig so, denn dies ist kein historischer Roman, sondern ein packendes Familiendrama über mehrere Generationen.

Bemerkenswert schön und gelungen finde ich auch das Cover, welches die schottische Landschaft ausdrucksstark zeigt. Sogar das kleine rote Boot hat seinen Platz in der Geschichte, lasst euch überraschen. ;-)



Donnerstag, 28. Mai 2009

Der Fürst der Highlander - Hannah Howell



Kurzbeschreibung:
Schottland 1473: Eine Familienfehde bedroht das Leben von Lady Jolene Gerard. Ihr Vetter hält sie im finsteren Verlies seines Schlosses gefangen. In letzter Sekunde gelingt ihr mit Hilfe des schottischen Kriegers Sigimor die Flucht. Sigimor setzt alles daran, Jolene in Sicherheit zu bringen, und gemeinsam machen sich die beiden auf eine gefährliche Reise. Jolene ist bereit, um ihr Leben zu kämpfen, doch in den Armen ihres Retters vergisst sie schon bald jegliche Furcht ...


Meine Meinung: * * * *
Die Angaben in der Kurzbeschreibung sind fehlerhaft, denn nicht Lady Jolene Gerard wird von ihrem Vetter gefangen gehalten, sondern sie versteckt sich vor ihm, da er ihren Bruder Peter umgebracht hat. Jolene versucht, Peters kleinen Sohn vor ihrem Vetter zu verstecken, da sie das Leben des Jungen in Gefahr sieht. Sigimor ist, zusammen mit seinen Brüdern, im Verlies gefangen, da er seinem Freund Peter zur Hilfe kommen wollte. Mit Jolenes Unterstützung gelingt den Männern die Flucht, und sie nehmen Jolene und den Kleinen mit sich nach Schottland.
Doch Vetter Harold nimmt die Verfolgung auf. Während der Reise kommen sich Lady Jolene und Sigimor näher und gehen eine Verbindung ein, die eigentlich unmöglich ist, denn sie ist Engländerin und er ist Schotte.
Die Situation, Sigimors Reaktionen und seine Wortwechsel mit Jolene sind amüsant und lebhaft geschildert. Insgesamt ist es ein schöner Unterhaltungsroman. Aber ab und zu fand ich das ganze etwas zu ausschweifend, wenn über mehrere Seiten Jolenes und Sigimors Gedankengänge und Grübeleien ausführlich erörtert werden, die beiden aber nicht miteinander über ihre Probleme und Sorgen sprechen. Das hat stellenweise ein wenig genervt. Trotzdem, für Fans humorvoller Highlandergeschichten ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

Samstag, 16. Mai 2009

Die Braut des Highlanders - Amanda Scott





Kurzbeschreibung:Barbara McRae ist alles andere als glücklich, als sie nach einiger Zeit am schottischen Hofe von ihrer Familie zurückgerufen wird. Sie fürchtet die Eintönigkeit und Langeweile in den Highlands. Doch es kommt ganz anders: Auf der Reise entgeht sie nur knapp einer Entführung. Ihr Retter, ein maskierter Ritter, raubt ihr einen Kuss und geht ihr danach nicht mehr aus dem Sinn. Sie riskiert alles, um hinter sein Geheimnis zu kommen. Und er, der sein Leben als Geächteter führt, riskiert alles für seine Liebe ...
Meine Meinung: * * *
Das war mein zweiter Versuch mit den Romanen von Amanda Scott, aber auch diesmal erging es mir wie beim ersten Buch. Wie bereits hier geschrieben, so habe ich auch diese Geschichte ähnlich empfunden: Ein wenig Verwechslungskomödie, etwas Fantasy, mit einer Prise "Superman" gewürzt. Insgesamt war auch diese Story nicht so mein Ding. Besonders die massive Einmischung vom Feenvolk fand ich hier nicht gut geschildert, sondern eher nervig, langweilig und etwas lächerlich, gar nicht vergleichbar mit den witzigen, phantastischen Elfen-Einlagen z.B. von Karen Marie Moning.

Dienstag, 24. März 2009

Liebeszauber der Highlands - Patricia Potter


Kurzbeschreibung:
Felicia Campbell kann ihr Unglück kaum fassen. Sie soll einen Mann heiraten, der dreimal so alt ist wie sie. Ihre letzte Hoffnung ist die Flucht. Doch der heimischen Burg kaum entkommen, wird sie von Männern des gegnerischen Clans der Macleans entführt, die Felicia zu ihrem Anführer Rory bringen. Um den Fortbestand des Clans zu sichern, braucht dieser eine Frau. Mit der schönen Felicia konfrontiert, droht Rorys wichtigster Vorsatz zu wanken. Ein uralter Fluch hat schon zwei Frauen der Macleans das Leben gekostet. Um ihn nicht erneut heraufzubeschwören, darf sich Rory nie ernsthaft verlieben ...

Meine Meinung: * * * * *
Auch mit ihrem neuen Roman hat mich Patricia Potter nicht enttäuscht. Ich schätze den Schreibstil der Autorin sehr, und meine Erwartungen wurden auch hier wieder voll erfüllt. Felicia Campbell und Rory Maclean gehören zwei verfeindeten schottischen Clans an. Durch eine Verwechslung lernen sich die beiden kennen, und ganz langsam entwickelt sich eine Zuneigung zwischen den beiden, die eigentlich nicht sein darf. Felicia ist einem anderen Mann versprochen, den sie nicht liebt, da er viel älter ist als sie und offensichtlich schlechte Charaktereigenschaften besitzt. Rory wiederum ist gefangen in einem alten Fluch, der auf seinem Clan lastet. Bald merken die beiden, dass die gegnerische Seite gar nicht so verabscheuungswürdig ist, wie sie angenommen haben. Felicia ist als mutige und großherzige junge Frau beschrieben, die um ihre Liebe kämpft und den harten, kalten Panzer durchdringt, den Rory um seine Gefühle aufgebaut hat. Eine große Portion wilde Romantik, intelligente Dialoge, jede Menge Spannung und ausführliche Einblicke in das damalige Leben der Clans machen dieses Buch lesens- und liebenswert.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Das Vermächtnis des Highlanders - Amanda Scott




Inhalt:
Das schottische Grenzgebiet im 16. Jahrhundert: Beim Ausritt wird Lady Anne von einer Horde Viehdiebe überfallen. Zu ihrem Entsetzen stellt sie fest, dass sie einen davon kennt: Sir Christopher Chisholm, genannt "Kit", war einst der Verlobte ihrer Cousine Fiona. Vor Jahren verschwand er spurlos und wurde inzwischen für tot erklärt. Anne verspricht Kit, ihn wieder mit seiner Verlobten zu vereinen, doch nur allzu bald soll sie ihren Schwur bitter bereuen, denn der charmante Gesetzlose hat auch ihr Herz geraubt.
Meine Meinung: * * *
Dass dies der vierte Band einer Reihe ist, habe ich leider erst gemerkt, als ich schon lange mit dem Buch angefangen hatte. Aber das ist sicher nicht der einzige Grund, dass ich mit der Geschichte einfach nicht warm geworden bin. Diese ganze Verwechslungsgeschichte hat mich sehr an ein Komödientheater erinnert. Das ganze Durcheinander, wer jetzt wen heiratet, war insgesamt sehr in die Länge gezogen, was auch durch die eigentlich sympathischen Hauptpersonen nicht ausgeglichen werden konnte. Und besonders Olivia, Fionas Mutter, hat nur genervt! Der Schreibstil war auch nicht dazu angetan, meine Begeisterung zu vergrößern, war mir zu oberflächlich. Ziemlich irritiert war ich auch von der dauernden Einmischung durch Angehörige vom "Kleinen Volk". Vielleicht kam deren Problem und Rolle in den vorherigen Bänden besser zum Ausdruck, aber ich fand diese dazwischen geschobenen Kapitel nur lästig und auch ziemlich undurchsichtig.