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Dienstag, 20. April 2010

Der Graf von Monte Christo - Alexandre Dumas d.Ä.


Der Roman stammt aus dem Bücherregal meines verstorbenen Vaters, und ich habe es vor ca. 35 Jahren schon einmal gelesen. Im Zuge einer Leserunde bei den Büchereulen lese ich "Der Graf von Monte Christo" jetzt erneut. Da ich auch im Lauf der Jahre verschiedene Verfilmungen des Romans gesehen habe, ist mir die Handlung in den Grundzügen bekannt, aber es ist trotzdem immer wieder spannend und faszinierend. Gerade im Buch kommen viele Verbindungen, die der Graf zieht, viel ausführlicher und deutlicher zur Sprache.

Kurzbeschreibung aus dem Buch der Bücher:
Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Graf von Monte Christo
OT Le Comte de Monte-CristoOA 1845/46 (1844 Vorabdruck in Journal des Débats)DE 1846 Form Roman Epoche Romantik
Der Roman Der Graf von Monte Christo behandelt die Themen Liebe, Ehre und Rache und zählt zu den spannendsten Romanen von Alexandre Dumas d.Ä.
Entstehung: Die Handlung basiert auf der Vorlage eines gewissen Peuchet (Der Diamant und die Rache, 1837), die wiederum auf historisches Polizeimaterial zurückgeht. Ab 1848 arbeitete Dumas mit dem Historiker Adrien Maques an einer Dramatisierung, deren vier Teile zwischen 1848 und 1851 an zwei Pariser Theatern uraufgeführt wurden.
Inhalt: Im Jahr 1815 wird der 19-jährige wohlhabende Kapitän Edmond Dantès am Tag seiner Hochzeit aufgrund der Skrupellosigkeit seiner Rivalen Danglars und Fernand Mondego in Marseille verhaftet und fälschlicherweise von dem politisch ambitionierten Richter Gérard Villefort der Treue zu Napoleon angeklagt. Ohne ein ordentliches Verfahren kommt Dantès ins Gefängnis Château d’If und bleibt dort 14 Jahre lang eingeschlossen.
Einer seiner Mitinsassen, Abbé Faria, vermacht ihm einen Schatz, der auf einer kleinen italienischen Insel mit Namen Monte Christo lagert. Als der Abbé stirbt, lässt sich Dantès als dessen angebliche Leiche ins Wasser werfen und begibt sich nach Monte Christo. Mit dem dort gefundenen Vermögen führt ihn sein Weg nach Paris, wo er als geheimnisumwobener Graf von Monte Christo erscheint und alle ehemaligen Widersacher antrifft. Danglars ist mittlerweile Baron und ein mächtiger Bankier, Villefort hat es bis zum obersten Staatsanwalt gebracht und Fernand firmiert als General Graf von Morcerf. Der Graf knüpft zu seinen Rivalen Kontakt, ohne dass sie in ihm den ehemaligen Häftling Dantès erkennen. Diesem gelingt es mit Hilfe seines Geldes, alle Gegner mitsamt ihren Familien ins Verderben zu führen. Fernand begeht Selbstmord, Villefort fällt dem Wahnsinn anheim, während Danglars schlimmste Erniedrigungen zu erdulden hat.
Aufbau: Der Roman lebt von dem Kontrast zwischen guten und schlechten Charakteren, um die Dumas eine fantasievolle Geschichte erzählt. Ein Novum besteht in der Tatsache, dass die Hauptfigur allein mit Hilfe ihres Geldes imstande ist, Rache zu üben. Dantès wirkt wie die Inkarnation eines strafenden Gottes, der sich seine eigenen Normen geschaffen hat.
Wirkung: Bis heute gilt der Roman als mitreißende Lektüre, der jedoch nicht an ihrer Glaubwürdigkeit gemessen werden darf. Einige der zeitgenössischen Kritiker warfen dem Verfasser vor, die Charaktere und Episoden zu kühn und bar aller psychologischen Wahrscheinlichkeit entworfen zu haben. Gerade das aber bewirkte die anhaltende Beliebtheit beim Publikum. Die erste Verfilmung stammt von 1942. Weitere Kino-Fassungen folgten 1961 und 1974. Ende des 20. Jahrhunderts feierte Gérard Dépardieu als Edmond Dantès Erfolge in einer mehrteiligen Fernseh-Version. C. V.


Und hier geht es zur Leserunde: Der Graf von Monte Christo

Sonntag, 28. März 2010

Die Schuld des Tages an die Nacht - Yasmina Khadra

Mein Dank gilt dem Ullsteinverlag und Vorablesen für ein Vorab-Leseexemplar dieses Romans.

Kurzbeschreibung:
Nach einem halben Jahrhundert trifft Jonas noch einmal die Freunde aus Jugendtagen. Er blickt zurück auf sein Leben und die bewegte Geschichte seiner Heimat Algerien.
Unter dem arabischen Namen Younes wird er auf der Nachtseite des Schicksals geboren, als Jonas wächst er im europäischen Viertel der Küstenstadt Rio Salado auf. Dort begegnet er der schönen Französin Émilie - sie wird die große Liebe seines Lebens.
Die Sehnsucht dieser beiden Menschen spiegelt über Jahrzehnte hinweg das dramatische Verhältnis von Orient und Okzident, zweier Welten, die einander so viel Leid zufügen und dennoch so verzweifelt um Versöhnung ringen. Dass sie möglich ist, zeigt Yasmina Khadras großer Roman auf unvergleichlich poetische Weise.

Meine Meinung: * * * *
Mit achtzig Jahren blickt Jonas auf sein Leben in Algerien zurück. Als Younes auf dem Land geboren, kommt er, nach einem schlimmen Schicksalsschlag, zusammen mit seiner Familie nach Oran. In seiner Verzweiflung über die hoffnungslose Lage gibt der Vater ihn weg, um ihm bei seinem Onkel ein besseres Leben zu ermöglichen. Mahi und seine französische Frau Germaine adoptieren ihn, und fortan ist er Jonas und lernt die besseren Seiten des Lebens kennen. Nach einem Umzug in den kleinen Ort Rio Salado freundet sich Jonas schnell mit drei Jungs an, und die Vier werden unzertrennlich. Zusammen genießen sie unbeschwert die Jugend, die Sommertage am Meer, und als eines Tages die schöne Émilie auftaucht, verdreht sie allen Freunden gleichermaßen den Kopf. Ihre wahre Liebe aber gehört Jonas. Jedoch finden die beiden kein gemeinsames Glück. So verschlossen wie sein Heimatland, so gibt sich auch Jonas, aus übersteigertem Ehrgefühl und Stolz, aber auch aus mangelndem Selbstwertgefühl und vielleicht auch aus Schüchternheit verspielt er seine Chance. Dass Jonas und Émilie nicht zueinander finden, liegt meiner Einschätzung nach allerdings nicht an den unterschiedlichen Kulturen und Völkern, denen sie angehören, sondern es ist die Unfähigkeit zweier junger Menschen, sich mitzuteilen und für ihr persönliches Glück einzusetzen.
Den Rahmen für die schicksalhafte Begegnung der beiden bildet das aufgewühlte Algerien im Umbruch, auf der Suche nach einer eigenen Identität und Freiheit, ohne den Zwang durch die französischen Kolonialherren. Die politischen Geschehnisse erfährt der Leser zwar meist nur am Rande, aber ich fand es äußerst interessant, einen Einblick in die Entwicklung dieses Landes zu bekommen. Die Beschreibungen des Ich-Erzählers sind wunderschön, in blumiger Sprache und meist begleitet von einer tiefen Melancholie.
Das Ende des Romans hat mich aufgewühlt, etwas traurig und nachdenklich zurückgelassen. Die letzten, weisen Worte von Jonas' verstorbenem Onkel bleiben noch lange in Erinnerung: "Wer die schönste Geschichte seines Lebens verpasst, wird allein mit seiner Reue altern, und alles Seufzen wird seiner Seele keine sanfte Wiege sein....."

Bei "Literaturschock" gab es zu diesem Roman eine Leserunde: Die Schuld des Tages an die Nacht

Dienstag, 2. Februar 2010

Lea Korte: Die Maurin - Infos und Gewinnspiel

Lea Korte's zweiter historischer Roman "Die Maurin" ist soeben erschienen.
Ich habe ein paar Informationen dazu gesammelt, die ich mit euch teilen möchte.
Klappentext:
Andalusien im 15. Jahrhundert. Zwischen Mauren und Christen toben erbitterte Kämpfe - Kämpfe, die auch das Leben der jungen Zahra nicht unberührt lassen. . Als Hofdame und enge Vertraute -Aischas, der Hauptfrau des tyrannischen Emirs, gerät sie in ein grausames Spiel dunkler Intrigen und rücksichtsloser Machtkämpfe. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Kastilier Gonzalo - eine Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt ...

Eine ausführliche Leseprobe gibt es hier beim Verlag: Zur Leseprobe

Interessierte können bei Lea Korte auf der Homepage , in ihrem Blog sowie auf ihrer Fan-Seite bei Facebook jede Menge historisches Hintergrundwissen rund um den Roman nachlesen und auch, was ihr sonst noch gerne über die Autorin und ihre Bücher wissen möchtet.

In verschiedenen Bücherforen starten demnächst Leserunden, an denen jeweils auch die Autorin teilnimmt und für die man sich noch anmelden kann. Vielleicht habt ihr ja Lust, mit dabei zu sein:
Leserunde bei Herzgedanke, Start 07.02.2010: Klick hier
Leserunde bei der Buchcouch, Start 22.02.2010: Klick hier
Leserunde im Liebesroman-Forum, Start 06.03.2010 : Klick hier

Abschließend ein kleines Quiz zum Buch. Ihr könnt eine signierte Ausgabe des Romans gewinnen, wenn ihr folgende Fragen beantwortet:

1. Wie viele weiße Marmorsäulen umgeben den Löwenhof der Alhambra?
2. Wie wird die Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch die Christen , beginnend im 8. Jahrhundert, bezeichnet?
3. Wie heißt die Hauptfrau des Emirs?
4. Wo verbirgt sich Zahra, als die kastilischen Gesandten beim Thronsaal der Alhambra eintreffen?

Euere Antworten schickt mir bitte bis spätestens 16. Februar 2010, 24 Uhr, an folgende Email-Adresse:

klusi56@googlemail.com

Am 17. Februar werde ich aus allen richtigen Einsendungen den Gewinner ziehen und bekanntgeben.

Noch ein kleiner Tipp: die Leseprobe ist für die Beantwortung der Quizfragen sehr hilfreich.
Und nun wünsche ich euch viel Spaß und Erfolg bei der Lösung.

Falls ihr Fragen an die Autorin habt, natürlich nicht zur Quiz-Auflösung ;-), könnt ihr diese gerne hier als Blog-Kommentar hinterlassen. Lea Korte wird sie dann beantworten.