Montag, 17. Februar 2020

Tödliche Töne: Fräulein Meisner ermittelt - Heike Beardsley





Klappentext:
Lotte Meisner genießt ihr Rentner-Leben inmitten der Weinberge und der Gesellschaft ihrer Bulldogge Käthe, als die Idylle des ruhigen Örtchens in der Vorderpfalz durch einen Todesfall bei der Probe des Kirchenchors getrübt wird. Fräulein Meisner, ein langjähriges Mitglied, glaubt nicht an einen natürlichen Tod der Solistin und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Doch bald stirbt ein weiteres Mitglied und sein Tod wirft sofort eine Frage auf: will sich im Chor etwa jemand nach oben morden …?



Über die Autorin:
Heike Beardsley erblickte 1976 in Augsburg das Licht der Welt. Lesen spielte schon von Kindesbeinen an eine große Rolle in ihrem Leben und ist bis heute ihre große Leidenschaft geblieben. Die wunderschöne Pfalz inspirierte sie für ihre beiden Werke. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester verfasste sie den Historienroman "Keltensonne", der am Donnersberg spielt. Kurz darauf erschien ihr erstes Cosy Crime Werk "Tödliche Töne", das in der Vorderpfalz angesiedelt ist.


Mein Eindruck:
Dieser Roman, der eher in die Ecke der Cozy-Krimis fällt, spielt in dem kleinen Weinort Ganzenheim in der Vorderpfalz. Dort hat Fräulein Lotte Meisner (auf der Anrede „Fräulein“ besteht sie vehement!) seit Jahrzehnten ihre Wahlheimat gefunden. Sie singt im örtlichen Kirchenchor, der sich auf einen TV-Auftritt während der kommenden Ostermesse vorbereitet. Bei einer Chorprobe stirbt plötzlich die Solistin, eines natürlichen Todes, wie der Arzt bescheinigt. Aber Lotte ist skeptisch und vermutet einen Mordfall. Mit ihrem Verdacht geht sie Hauptkommissar Gruber, den sie auf eigene Faust einschaltet, gehörig auf die Nerven. Es bleibt nicht bei diesem einen Todesfall, und immer ist Fräulein Meisner in der Nähe, um ihre eigenen Schlüsse zu ziehen, die sich mit denen des Dorfarztes und des Kommissars so gar nicht decken.

Lotte Meisner könnte man als Miss Marple von Ganzenheim bezeichnen, denn so ähnlich wie die alt bekannte Kriminalistin ist auch Lottes Auftreten und Vorgehensweise. Einerseits wirkt sie stets ein wenig verschroben, und ihr Kleidungsstil bedient so ziemlich alle Klischees eines „älteren Fräuleins“, aber andererseits ist sie eine aufmerksame Beobachterin, hat eine gute Kombinationsgabe und zieht (jedenfalls meistens) messerscharfe Schlüsse. Immer mit von der Partie ist ihre französische Bulldogge Käthe, die für so manches Schmunzeln bei mir sorgte.
Auch einen Rückblick gibt es, in dem erzählt wird, wie Lotte, die eigentlich gar keine Hunde mochte, zu der kleinen Käthe kam, die sie inzwischen abgöttisch liebt. Anfangs noch amüsant, mit der Zeit aber dann etwas lästig fand ich die häufige Erwähnung von Käthes unangenehmer Eigenschaft, geruchsintensive Winde abzulassen, vor allem wenn sie sich zum Schlafen legt, so dass es für (fast) alle in ihrem Dunstkreis regelrecht unangenehm ist, nur ihr Frauchen scheint das so gar nicht zu stören.
Man lernt auch einige andere Dorfbewohner kennen, allen voran die sehr gesprächige Metzgersfrau, die nicht nur stets über den neuesten Dorftratsch verfügt, sondern auch der Meinung ist, Käthe sei viel zu dünn, so dass für den kleinen Hund immer etwas Feines abfällt, wenn Lotte mit ihm im Schlepptau bei der Metzgerei aufkreuzt.
Im großen und ganzen fand ich die Story recht amüsant und leicht zu lesen. Es ist ein unterhaltsamer Krimi, der vom Leser nicht allzu viel Gedankenarbeit erfordert, sondern für Kurzweil und entspannte Lesestunden sorgt. 

⭐⭐⭐⭐


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