Dienstag, 13. Februar 2018

Ein Reif von Eisen (Die Königschroniken Bd. 1) - Stephan M. Rother

Klappentext:
m Kaiserreich der Esche herrscht Unruhe. Die Blätter des heiligen Baumes beginnen zu welken – ein Machtwechsel steht kurz bevor. 
Stammesfürst Morwa sucht in der düsteren Zeit die Völker des Nordens unter seinem Banner zu einen. Nur einen Stamm gilt es noch zu besiegen. Eile ist geboten, er spürt sein Ende nahen. Einzig die Kräfte einer geheimnisvollen Sklavin erkaufen ihm eine letzte Frist. Doch welchem seiner Söhne soll er den Reif des Anführers anvertrauen? Die falsche Entscheidung könnte die Welt in Dunkelheit stürzen.
Zur selben Zeit will die junge Leyken aus dem Oasenvolk des Südens einen Schwur erfüllen: Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester Ildris und fällt dabei in die Hände von Söldnern. Kurz darauf findet sie sich in der kaiserlichen Rabenstadt im Netz höfischer Intrigen wieder. 
In der längsten und kältesten Nacht des Jahres spitzen sich die Ereignisse zu, das Schicksal der Welt liegt in den Händen dreier Frauen: Ildris’, die ein Geheimnis mit sich trägt, der ehrgeizigen Leyken und Morwas unehelicher Tochter Sölva. Können sie gegen die Dunkelheit bestehen? Kann eine von ihnen das Land aus der Dunkelheit führen?


Mein Eindruck:
Es ist eine ganz eigene, besondere Welt, die uns der Autor in diesem ersten Band der Königschroniken vorstellt. Klappt man den vorderen Buchdeckel auf, entdeckt man eine Karte davon. Das Buch selbst ist in kurze Kapitel eingeteilt, die den vier wichtigsten Charakteren abwechselnd gewidmet sind. Das wären Morwa, der Hetmann des Tieflands und der Gebirgsstämme im Norden, Sölwa, seine Tochter, die er mit einer seiner Kebsweiber hat, Leyken, Enkelin des Shereefen der Banu Qisai aus dem Süden, die sich auf der Suche nach ihrer Schwester befindet und schließlich Pol, ein junger Dieb.
Lange Zeit laufen die Handlungsstränge unabhängig nebeneinander her. Es dauert, bis sich erste Verbindungen abzeichnen. Diese gibt es letztendlich, aber mir hat doch irgendwie der rote Faden bei der Geschichte gefehlt. Ich habe den Eindruck, dass dieses Buch eher eine Vorbereitung darstellen soll, um die Protagonisten und die phantastische Welt kennenzulernen. Man erfährt so einiges über die erwähnten Personen, und doch haben mir oft wesentliche Informationen gefehlt, zumindest hatte ich das Gefühl. Die drei starken Frauen, von denen im Klappentext die Rede ist, erschienen mir gar nicht so stark und zogen in dieser Männerwelt häufig den kürzeren. Der Autor schreibt sehr schön, detailreich und bildhaft, und trotzdem konnte mich dieses Buch nicht fesseln. Ich habe mich ständig dabei ertappt, abzuschweifen und konnte mich nur schwer auf die vielen fremden Namen und Begriffe konzentrieren, denn auch wenn man stellenweise den Eindruck gewinnen könnte, einen historischen Roman zu lesen, so gibt es doch sehr viel Fremdartiges. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der sicher dazu angetan ist, dem Leser die Folgebände schmackhaft zu machen, aber so leid es mir tut, ich bin nicht recht warm geworden mit den Charakteren im Königreich der Esche, und so werde ich es wohl bei diesem ersten Band belassen.

Ich war von dem wunderschönen Cover fasziniert, und der Klappentext hat mein Interesse geweckt. Die ganze Aufmachung hat mir ausgesprochen gut gefallen, aber dieser Ausflug in die Geschichtenwelt der Fantasy hat mir gezeigt, dass es, grob gesagt, einfach nicht das Genre ist, in dem ich mich wohlfühle.

⭐⭐⭐


Kommentare:

  1. Hallo Klusi,

    das ist aber schade! Ich habe dieses Buch noch auf dem SuB und wollte es bald lesen. Der Autor ist mir total sympathisch! Habe ihn auch auf der FBM17 persönlich getroffen und gesprochen. Letztes Jahr habe ich ihn zur Veröffentlichung dieses Buches interviewt. Falls du Lust hast, kannst du HIER mal vorbeikommen und reinlesen.
    Kennst du andere Bücher von ihm? Falls du Krimis lieber liest, sind vielleicht diese Bücher des Autors eher dein Fall. Ich habe Ich bin Herr deiner Angst als Hörbuch gehört und es hat mir sehr gut gefallen.

    Ich bin über Anne auf deinen Blog aufmerksam geworden und als Leserin gerne hiergeblieben. Freue mich aufs Stöbern bei dir. Mal sehen, was wir so alles gemeinsam haben!

    GlG vom monerl

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    1. Hallo Monerl, danke für den Tipp. Vielleicht sollte ich es mal mit einem anderen Genre probieren, in dem der Autor auch schreibt.
      Liebe Grüße
      Susanne

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  2. Hey Klusi,

    Schade, dass dich das Ende nicht dazu animieren konnte weiterzulesen. Ich hatte durchaus auch meine Schwierigkeiten mit dem Buch, dennoch fand ich die Geschichte auch interessant und geheimnisvoll, aber es kann schon sein, dass das dir einfach nichtliegt. Dieses geheimisvolle und das einen irgendwie Informationen fehlen, ist schon so ein Ding von High Fantasy, aber für mich hat es sich oftmals mit den Folgebänden dann doch spannend entwickelt, so dass mir die Reihe insgesamt gefallen hat. Manchmal entwickeln sich diese Reihen ganz anders als erwartet. Allzu oft mache ich allerdings auch keinen Ausflug ins Fantasy-Genre. Die historischen Romane liegen mir deutlich mehr. ;)

    LG, Moni

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    1. Hallo Moni, wenn überhaupt in dem Genre, dann komme ich mit Urban Fantasy besser klar, und da gibt es durchaus einige Bücher, die mir gut bis sehr gut gefallen haben. Aber High Fantasy ist wohl einfach nicht so mein Ding.
      Liebe Grüße
      Susanne

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