Für ein Leben Ulrich Woelk C. H. Beck ISBN: 978-3406774515 |
Kurzbeschreibung:
Eingebettet
in die Geschichte von Niki und Lu erzählt Ulrich Woelk in diesem
fesselnden, episodenreichen und weit-gefächerten Roman nicht nur
eine deutsche Geschichte der letzten fünfzig Jahre und die sehr
unterschiedlicher Lebens-entwürfe, er zeichnet auch ein
atemberaubendes Bild von der geheimnisvollen Verschlungenheit des
Lebens. Was ist die verborgene Spielregel unseres Lebenslaufes und
wer sind wir, wenn wir lieben? Woelks Roman Für ein Leben ist ein
grandioses Leseabenteuer.
Als
die junge Berliner Ärztin Niki Lamont kurz nach dem Mauerfall
aufgrund einer Fehldiagnose einem jungen Mann beinahe schweren
Schaden zufügt, ahnt sie nicht, dass sie ihn einmal heiraten wird.
Auch die Umstände ihres Wiedersehens Jahre später sind mehr als
ungewöhnlich, ebenso wie der Verlauf der Hochzeitsnacht. Niki,
geboren in Afghanistan, aufgewachsen in Indien und Mexiko als Kind
deutscher Hippies, lernt, ebenfalls im Krankenhaus, die etwas jüngere
Lu kennen, deren Vater sich nach dem Tod der Mutter regelmäßig ins
Koma trinkt. Die Begegnung der zwei Frauen, beide gewissermaßen
elternlos, hat Folgen, die sie niemals erwartet hätten ...
Ein großartiges Leseabenteuer
Vom Autor von "Der Sommer meiner Mutter"
In der Begegnung zweier Frauen spiegelt sich deutsche Geschichte der letzten 50 Jahre
Zwischen Indien und Berlin-Wedding, Lourdes und Mexiko - die Geschichte von Niki und Lu
Mein Eindruck:
In der Hauptsache dreht sich der Roman um die Schicksale von zwei Frauen: Niki und Lu. Drumherum lernt man viele Charaktere mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen kennen. Die Kurzbeschreibung verspricht ein großartiges Leseabenteuer. Das mag es für viele sein, mich konnte das Buch aber nicht so mitnehmen wie erwartet. Der sprachliche Stil des Autors gefällt mir wirklich gut, und es gelingt, ihm häufig, völlig banale Szenen faszinierend darzustellen. Aber durch die vielen Sprünge zwischen den Episoden und auch durch eine gewisse sprachliche Distanz konnte ich zu den Protagonisten keine wirkliche Verbindung aufbauen. Ja, der Roman umfasst einen großen Teil deutscher Geschichte des letzten halben Jahrhunderts. Auch geht es um Generationenkonflikte, Identitäts- und Beziehungsprobleme. Oft fühlt man sich ins richtige Leben versetzt, so authentisch sind die Schilderungen. Und doch hat mich der Roman nach einer gewissen Zeit ermüdet. Ich habe mich ehrlich gefragt, wieso, denn normalerweise habe ich nichts gegen verzweigte, weit ausschweifende Geschichten. Was mich jedoch gestört hat, war die Tatsache, dass grundsätzlich alles auf Thema Nr. 1 hinausläuft. Es vergeht kein Kapitel, in dem es nicht auf irgendeine Weise um Sexualität geht. Klar, die gehört dazu, aber eben nicht nur. In diesem Roman hat sie einen extrem hohen, für meine Begriffe überzogenen Stellenwert, wobei andere Aspekte des Lebens dabei leider oft in den Hintergrund rücken. Da mir der Schreibstil gefällt, ist das Buch schon okay, aber so richtig fesseln konnte es mich nicht, daher fällt meine Bewertung auch nur mittelmäßig aus.
⭐⭐⭐
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