Mittwoch, 10. April 2013

Elvancor 1 / Das Land jenseits der Zeit - Aileen P. Roberts


Die 18-jährige Lena muss Sozialstunden in einem Altenheim ableisten. Dabei lernt sie Frau Winter kennen. Diese war früher Malerin, und immer wenn Lena ein wenig Zeit hat, erzählt ihr Frau Winter von einem geheimnisvollen Land und einem verborgenen Schatz. Lena ist natürlich der Meinung, dass all die mystischen Geschichten der Phantasie der alten Dame entsprungen sind. Als Frau Winter stirbt, geschieht so einiges, was Lena zweifeln lässt. Sie überlegt, ob nicht doch etwas Wahres an den phantastischen Erzählungen sein könnte. Frau Winter hat auf ihren Bildern einige Szenen des geheimnisvollen Landes Elvancor festgehalten, aber auch viele Motive der Umgebung gemalt. Zusammen mit Frau Winters Enkelsohn begibt sich Lena auf Schatzsuche, denn auch Ragnar glaubt an eine tiefere Bedeutung der verborgenen Zeichen, welche die Beiden auf einigen der Malereien entdeckt haben.

Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich mit den Protagonisten anfreunden konnte, denn sowohl Lena als auch Ragnar zeigen sich anfangs nicht gerade von ihrer besten Seite. Doch je mehr ich von ihrer Vorgeschichte erfahren habe, umso sympathischer wurden mir die Beiden. Im Lauf der Handlung erfährt man nicht nur, was es mit Lenas Sozialstunden auf sich hat, sondern auch Ragnars seltsames Verhalten wird nach und nach klar.
Auch die weiteren Charaktere, die in der Geschichte vorkommen, sind größtenteils sehr lebendig und teilweise auch recht originell beschrieben. Besonders Lenas Oma hatte ich schnell ins Herz geschlossen, denn bei ihr halten sich Gefühl und Verstand die Waage, und in ihrer ganzen Art entspricht sie so gar nicht dem gängigen Großmutter-Klischee.
Die Handlung, die sehr realitätsnah beginnt, wird mit der Zeit immer phantastischer und packender. Immer, wenn man gerade denkt, hinter ein Geheimnis gekommen zu sein, ergeben sich aus dieser Lösung weitere Rätsel. Ich war so vertieft, dass ich kaum wahrgenommen habe, wie schnell ich  diesen Roman fertig gelesen hatte.
Begeistert war ich von der Wahl der Schauplätze. Da die Story nicht allzu weit von meiner Heimat entfernt spielt, habe ich mich gleich heimisch gefühlt, denn viele der erwähnten Orte habe ich schon selbst besucht und konnte mir alles besonders bildreich vorstellen. Das schafft natürlich gleich noch intensivere Eindrücke beim Lesen. Gerade die Fränkische Schweiz bietet für einen Roman dieser Art viele ideale Orte, mit starker Ausstrahlung.
Am Ende des Buches angekommen, war ich direkt ein wenig traurig, denn nun wird es eine Zeitlang dauern, bis ich erfahre, wie es mit Lena und Ragnar weitergeht. Ich freue mich schon ganz ungeduldig und voller Erwartung auf die Fortsetzung dieses Zweiteilers "Das Reich der Schatten", die glücklicherweise schon heuer im August erscheinen wird.


Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.


       

2 Kommentare:

  1. Interessante Idee, auch die Umsetzung klingt gut. Ich mag Bücher, die immer abgedrehter und fantastischer werden. Und Geheimnisse mag ich auch.
    Aber irgendwie finde ich den Titel und das Cover so 08/15, wie so viele andere in diesem Genre. Ohne Deine Rezension würde ich es eher nicht beachten.

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    1. Das mit Titel und Cover ist leider wahr, die Bücher sehen sich oft so ähnlich, dass auf den ersten Blick schon gar kein großes Interesse aufkommt. Es gibt sogar unendlich viele Titel, die mit völlig identischem Coverbild auf den Markt kommen. Das irritiert gewaltig. Aber in diesem Fall bin ich froh, dass ich einen zweiten Blick riskiert habe. :-)

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