Samstag, 27. Juli 2019

Die kleine Parfümerie der Liebe - Rebecca Raisin





Klappentext:
Ein Sommer in Paris mit dem Duft der Liebe.

Als die junge Amerikanerin Del die kleine Parfümerie an den Champs-Élysées betritt, weiß sie: Genau so soll auch ihr Laden einmal aussehen. Wenn sich der Duft der Liebe in Flakons abfüllen ließe – hier gäbe es ihn zu kaufen. Um ihren Traum von einer eigenen Parfümerie zu verwirklichen, will sie an einem Wettbewerb für junge Parfümeure teilnehmen. Wenn nur nicht dieser unnahbare Sébastien ihr das Leben schwermachte – und dessen Geruch sie nicht so merkwürdig durcheinanderbrächte. In Paris muss Del erst lernen, ihrem Herzen zu folgen, bis es ihr gelingt, dem Duft der Liebe auf die Spur zu kommen.

Eine junge Parfümeurin begibt sich auf die Suche nach dem Duft ihres Lebens, und sie findet die Liebe



Mein Eindruck:
Der Wettbewerb, an dem Del teilnimmt, hat mich irgendwie ein wenig an die vielen Wett-Shows erinnert, die es im Fernsehen gibt. Da geht es manchmal darum, ein perfektes Gericht zu kochen, den besten Kuchen bzw. die beste Torte zu backen, am besten zu singen oder andere Herausforderungen zu bestehen. Hier geht es also darum das beste Parfum zu kreieren. Auf den ersten Blick wirkt Del etwas tollpatschig, denn sie fällt gleich einmal einem Mann quasi vor die Füße. Wie es der Zufall so will, begegnet die dem attraktiven Sébastien nicht nur einmal, sondern sie laufen sich immer wieder über den Weg.
Wie könnte es anders sein, ein Teil von Dels Mitbewerberinnen benimmt sich recht zickig, ihnen geht es rein um den Sieg. Die verschiedenen Aufgaben, die den Kandidaten gestellt werden, erinnern ein wenig an die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, zumindest ich habe das so empfunden. In der riesigen Stadt Paris werden die Teilnehmer losgeschickt, ohne konkrete Hinweise, was sie eigentlich suchen sollen und ohne örtliche Eingrenzung. Das klang für mich alles andere als glaubhaft und wäre meines Erachtens höchstens in einer Kleinstadt machbar. Auch ansonsten gab es für mich einige Ungereimtheiten. Jeder Teilnehmer am Parfumwettbewerb bekommt einen Mentor aus dem Team der Parfumerie Leclère zugeteilt. Auch hier schlägt der Zufall ziemlich unglaubwürdig zu. Des weiteren klingt es im Klappentext so, als würde Del eine kleine Parfumerie entdecken. Bei der Parfumerie Leclère kann aber von „klein“ eigentlich keine Rede sein, denn es handelt sich um eine imposante, alt eingesessene und etablierte Firma. Auch wird im Klappentext Sébastien als unnahbar beschrieben, was ganz und gar nicht den Tatsachen entspricht.
Zwischen diversen fragwürdigen Ereignissen gibt es im Roman auch ein paar Episoden, die durchaus Potential haben. Del beweist immer wieder Empathie und Feingefühl, und bei den Teilnehmern sind zwei Charaktere dabei, die mir sehr sympathisch waren. Mit schönen Schilderungen von einigen Pariser Schauplätzen konnte der Roman bei mir ebenfalls punkten. Es ist leichte Lektüre, die man schnell mal zwischendurch lesen kann, ohne sich groß konzentrieren zu müssen. Kurzweilig ist der Roman schon, aber eben auch nicht sehr gehaltvoll oder anspruchsvoll, was die Handlung angeht. Als leichte, unkomplizierte Urlaubslektüre ist er aber akzeptabel, wenn auch nicht wirklich realistisch.

⭐⭐⭐

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