Dienstag, 18. Dezember 2018

Eine Teestube zum Verlieben - Nadin Maari

Eine Teestube zum Verlieben - Nadin Maari - Digital Publishers



Kurzbeschreibung:
Mit süßer Intuition kreiert Miela Ladur die zauberhaftesten Gebäckstücke für ein Lifestyle-Magazin. Doch eines Tages wird ihre heile Welt erschüttert, als sie ihren Freund Nils bei einem Seitensprung beobachtet.
Zusammen mit ihren bunten Macarons wagt Miela einen Neuanfang – in der altmodischen Teestube Teetässchen, die in einem entzückenden Hofgarten, mitten in einem hippen Berliner Altstadtviertel, auf Gäste wartet. Gemeinsam mit Assa, ihres Zeichens Teepsychologin, erweckt Miela dank eines Adventsmarktes voller Winterromantik die Läden des Hofgartens aus ihrem Schlummer. Ihr Macaron-Adventskalender lässt die Gästeherzen dahinschmelzen – vor allem das des smarten Architekten Henrik.
Allerdings läuft der Mietvertrag des Teetässchens pünktlich zu Weihnachten aus und auch Nils klopft wieder an Mielas Herz ...


Mein Eindruck:
Der Plot und das Konzept dieses Romans sind nicht wirklich neu, denn momentan wimmelt es auf dem Buchmarkt nur so von Geschichten zu kleinen Bäckereien, Teestuben, Buchläden und ähnlichen Geschäften. Ich habe auch schon einige Romane dieser Art gelesen und muss gestehen, dass sie nicht immer halten was sie versprechen. Ganz anders hier, denn mit der sympathischen Protagonistin Miela Ladur hat der Roman schon mal eine sehr gute und solide Basis. Die junge Frau wird von ihrem Lebensgefährten betrogen und ist in ihrem Job nicht glücklich. Da kommt ihr die kleine romantische Teestube gerade recht, denn hier wird sie gebraucht und stürzt sich in die Arbeit, um den Laden und den gesamten umliegenden Hofgarten mit den anderen Geschäften zu retten. So oder ähnlich beginnen viele Romane dieser Art, und so war ich zwar neugierig, aber auch ein wenig skeptisch, als ich beschlossen habe, mich auf das „Teetässchen-Projekt“ einzulassen. Im Nachhinein bereue ich den Entschluss, diesen Roman zu lesen, keinesfalls, denn ich wurde angenehm überrascht. Neben Miela hat die Geschichte noch einige sehr interessante Charaktere zu bieten. Da gibt es Mielas beste Freundin Caro, die nach Mielas Enttäuschung mit Lebensgefährten Nils das komplette Beste-Freundin-Programm startet, da ist Gramsie mit ihrer Rentner-WG, und da gibt es die sympathischen Inhaber der Lädchen im Hofgarten, allesamt liebenswerte Persönlichkeiten. Dazu kommen die Stammgäste des Teetässchens, mit denen man so manche Überraschung erlebt, und dann ist da noch Henrik, der attraktive Architekt, den Gramsie für den Umbau des Dachbodens ihrer Villa engagiert hat und der bei Miela einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Natürlich kommen auch ein paar Fieslinge ins Spiel, die der Handlung extra Würze verleihen. Besonders gut gefällt mir aber das Ambiente, in dem die Geschichte spielt. Der kleine Hofgarten mit seinen Läden ist so wundervoll detailliert und romantisch beschrieben, dass man nur allzu gerne einmal selbst dort vorbeischauen würde, um sich von der exzentrisch-liebenswerten Assa einen ganz persönlichen Tee mischen zu lassen. Ich liebe Tee, und ich liebe die Atmosphäre und vor allem den Duft, wenn ich einen schönen Teeladen betrete. Im Teetässchen wäre ich ganz sicher Stammgast, wenn es denn dieses bezaubernde Geschäft wirklich geben würde, das war mir sofort klar. Dass man dort, seit Miela die Teestube entdeckt hat, auch deren süße Kreationen genießen kann, klingt einfach himmlisch, und ich finde es absolut schade, dass der schöne Hofgarten samt seiner Geschäfte nur Fiktion ist. Alles wie es die Autorin beschreibt ist perfekt, leider schon zu schön um realistisch zu sein. So ist dieser Roman eher der Stoff, aus dem Träume sind, aber gerade darum so wohltuend in der Vorweihnachtszeit. Man vergisst beim Lesen den Stress und Trubel um sich herum und kann ganz wunderbar in diese romantische und perfekte Traumwelt eintauchen, denn wann wenn nicht jetzt ist die ideale Zeit für schöne Träume? Auch wenn vieles in der Geschichte zu schön ist um wahr zu sein, auch wenn es einige Vorhersehbarkeiten gibt und auch wenn sich am Ende alles fast zu nahtlos zusammenfügt, ich habe jede einzelne Zeile dieses Romans genossen, natürlich stets mit einer guten Tasse Tee an meiner Seite.
Nicht zu vergessen sind die Rezepte für diverse Macarons im Anhang. Die klingen so verführerisch, und ich bin beim Lesen auf den Geschmack gekommen, so dass ich sicher demnächst einen Versuch wagen werde, selbst Macarons zu backen.

⭐⭐⭐⭐⭐


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