Mittwoch, 28. Dezember 2011

Das wunderbare Weihnachtsgeschenk - Melody Carlson


Christine wurde als Baby adoptiert. Als die junge Frau ihre Großmutter aufsuchen möchte, kommt es zu einem Missverständnis, denn diese sucht gerade eine Haushaltshilfe und hält die unbekannte Enkeltochter für eine Bewerberin. Christine klärt zunächst den Irrtum nicht auf und arbeitet für ihre Großmutter. Nach und nach gewinnt sie das Vertrauen und die Sympathie der störrischen alten Dame. Christine möchte die Sache aufklären, verstrickt sich aber immer weiter in die Rolle, die sie spielt. Es geschieht noch so einiges, bis die Wahrheit ans Licht kommt.

Je länger Christine ihre Rolle spielt, umso schwerer fällt es ihr, aufzuklären, wer sie wirklich ist. Sie hatte gehofft, unter ihrer Tarnung mehr über ihre Blutsverwandten zu erfahren. Was dann alles ans Licht kommt, ist überraschend und schockierend für Christine. Dass es ein glückliches Ende gibt, ist von vornherein klar, denn schon der Titel weist darauf hin. Aber bis dahin überschlagen sich die Ereignisse. Was Christine über ihre Verwandtschaft erfährt, ist ganz schön heftig.
Insgesamt ist der Roman schön und einfühlsam geschrieben, aber im letzten Viertel kommt so viel Neues zutage, dass es auf mich ein wenig überladen wirkt. Auch die christliche Vergebung, die bei den geschilderten Vorfällen angeführt wird, konnte ich so schnell nicht nachvollziehen. Ich denke mir, dass Christine die Neuigkeiten, die sie innerhalb kurzer Zeit erfährt, gar nicht so rasch verarbeiten und verdauen kann. Aber für die Abrundung und die Botschaft der Geschichte war es notwendig, alles bis Weihnachten zu klären. Eigentlich hat mir der Roman gut gefallen, nur das Ende war für mein Empfinden zu stark komprimiert und wirkte dadurch nicht so ganz glaubwürdig.


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