Dienstag, 3. März 2015

Schnucken gucken - Andrea Hackenberg



Billi Sander, Umweltaktivistin und Reporterin bei der Berliner Hauptstadtzeitung, steht vor den Scherben ihrer Karriere. Ihr jahrelanges Engagement wird nicht endlich mit einem Festvertrag belohnt, sondern sie bekommt, auf Grund eines dummen Missgeschicks bei der Recherche, ihre Kündigung. Zudem ist sie pleite, und ihr Privatleben ist gleich null, denn dafür hatte sie sich bisher keine Zeit genommen. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als wieder in ihren alten Heimatort, ins Haus ihrer Mutter, zu ziehen. Selbstverständlich sieht sie den Aufenthalt in der Lüneburger Heide nur als Zwischenstation, von wo aus sie ihr weiteres Leben planen möchte. Als überbrückende Maßnahme nimmt sie eine befristete Stelle bei der Lokalzeitung an, wo sie für den Kulturteil schreiben soll. Aber auch in ihrem neuen Ressort pflastern Fettnäpfchen ihren Weg, in die sie tapfer immer wieder hineinsteigt. Zudem begegnet sie hier ihrer Jugendliebe Manolo wieder, was alte Erinnerungen und Emotionen hervorruft. Verständnis und Rat ihrer Familie halten sich in Grenzen, denn die haben ihre eigenen Probleme.

Billi war mir vom ersten Satz an sympathisch, denn um ihre Vorstellungen zu verwirklichen und ihre Ideale zu schützen, geht sie recht unkonventionelle Wege. Eigentlich entspricht ihre ganze Familie, vom großen Bruder abgesehen, nicht gerade der gesellschaftlichen Norm. Aber egal ob es um Billi geht, ihre Mutter Antonia oder ihre Schwester Franzi betrifft, jede benimmt sich auf ihre Art etwas exzentrisch, ist aber immer mit dem Herzen dabei. So verschieden die Sanders auch sind, wenn es darauf ankommt, halten sie zusammen. Auch wenn die Protagonisten nicht sorgenfrei sind und in Grümmstein die sprichwörtliche „Leiche im Keller“ eine ganz neue Bedeutung gewinnt, ist der Roman eine amüsante und kurzweilige Lektüre. Er besticht durch originelle Charaktere und hat so manche überraschende Wendung parat. Billis Geschichte ist für einige gemütliche und heitere Lesestunden gut, denn hier gibt es die ideale Mischung aus (manchmal ziemlich schwarzem) Humor, Spannung, zwischenmenschlichen Konflikten und einer guten Portion Romantik.



Samstag, 28. Februar 2015

Mein Rückblick auf den Februar 2015

 

Der kürzeste Monat des Jahres war wieder mal ratzfatz um. Zwei bis drei Tage weniger Lesezeit, das hat sich auch bei meinem Lesepensum bemerkbar gemacht, aber ich habe immerhin mehr gelesen als im Januar mit seinen 31 Tagen.

Es waren insgesamt 8 Bücher mit 2785 Seiten, also habe ich täglich im Schnitt 99 Seiten gelesen.

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Man sieht schon an den vergebenen Sternen, dass ich in diesem Monat einen Flop hatte, und das war leider das Kinderbuch von Emer Stamp. Rezensionen habe ich, wie immer, hier in der Aufstellung noch einmal verlinkt.

Aber was viel wichtiger ist, es gibt vier Bücher, die ich mit voller Sternzahl bewertet habe, und davon habe ich auch einen Monatsfavoriten gekürt! Es ist …….*Trommelwirbel*………. der historische Roman von Richard Dübell “Zorn des Himmels”, ein wirklich großartiges Buch.

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Und schon sind wir bei meinen Neuzugängen, die trotz des kurzen Monats sehr üppig ausgefallen sind. Sage und schreibe 9 Bücher habe ich gekauft bzw. ertauscht. Ihr seht sie auf den folgenden Fotos in ihrer ganzen Pracht. Es sind alles Bücher, die schon länger auf meinem Wunschzettel stehen. Die Ulm-Trilogie von Silvia Stolzenburg habe ich mir nun gleich komplett bei Weltbild bestellt, wo sie erst kürzlich als Sonderausgabe erschienen und als Gesamtpaket, zum sensationellen Preis von 14,99 € zu haben ist. Da konnte ich einfach nicht widerstehen, und ich finde, auch die Weltbild-Ausgabe sieht wunderschön aus.

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Das ist aber noch lange nicht alles, denn es sind auch einige Rezensionsexemplare eingetrudelt. Die oberen beiden Bücher auf dem ersten Foto waren Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, aber sie gefallen mir schon optisch sehr gut.

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Lynn Austins “Hüter des Erbes” lese ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks, wo ich das Buch gewonnen habe.
Ich muss mich wirklich ranhalten, denn am liebsten würde ich alle Bücher gleichzeitig lesen, da sie mich alle gleichermaßen ansprechen. Da fällt die Entscheidung immer schwer, wenn es darum geht, das nächste Buch auszuwählen.

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Kommen wir zum unverzichtbaren, treuen Begleiter, der bei keinem Lesestündchen fehlen darf. Wie ihr inzwischen wisst, trinke ich hauptsächlich Tee. Auch im Februar habe ich neue Sorten probiert, die ich euch hier vorstellen möchte.
Ich habe mir von “Tree of Tea” das große Probierset bestellt und, im Rahmen einer Aktion der Douglas-Card, eine Dose “Daily Detox” gratis dazu bekommen. Es ist ein entkoffeinierter Sencha, mit diversen Blüten, Kräutern und natürlichen Aromen genial abgerundet. Eine gute Portion Minze und Kamille sowie ein Hauch fruchtiger Orange und Mandarine machen den Tee  zu einem Genuss. Entgiftend, entspannend und erfrischend, einfach ungeheuer gesund ist der Tee und in seiner Zusammensetzung das ideale Getränk für die Fastenzeit.

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Aus dem Probierpaket habe ich schon verkostet:
”His grey Highness”, das ist eine leckere Komposition aus Darjeeling und feinem Earl Grey. Das Aroma der Bergamotte liebe ich sehr und probiere mich immer wieder gerne durch verschiedene Sorten “Earl Grey”, denn da gibt es mittlerweile viele Geschmacksvarianten.

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Ein weiterer Tee von “Tree of Tea”, ebenfalls aus dem Probierpaket, ist der “Mandarin Spring”, ein sehr frischer, zarter und zugleich vollmundiger Grüntee. Ein Blick in die geöffnete Dose zeigt die fein gerollten Blättchen, die auf eine sorgsame Verarbeitung hinweisen. Ich mag ihn sehr gerne, und er würde sich auch gut für Einsteiger eignen, denn er hat ein eher süßliches Aroma und bittert nicht so leicht nach. Man kann ihn gut drei bis vier mal hintereinander aufgießen.

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Und auch einen neuen Duft habe ich ausprobiert. Seit ich die elektrische Duftlampe benutze, macht es mir viel mehr Spaß, neue Düfte zu testen, denn sie lassen sich hier viel besser dosieren und werden nicht so stark erhitzt, was sich bei der Intensität und auch Qualität bemerkbar macht. Ich finde diesen so entstehenden zarten Duft viel angenehmer.

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So, das war’s schon wieder von mir und meinem Februar. Allen, die bis hierher durchgehalten haben, wünsche ich einen lesereichen, sonnigen und wunderschönen März. Hoffentlich lässt sich der Frühling langsam blicken.

Liebe unter dunklem Stern–Carolyn Lucas

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“Nur ein tragisches Ende lässt Liebesgeschichten unsterblich werden”, so steht es schon auf der hinteren Buchklappe, und dieses Zitat verwirklicht sich in den enthaltenen vier Liebesgeschichten, denn auch wenn sie ganz unterschiedlich sind, so haben sie doch eines gemeinsam, sie schließen nicht mit einem klassischen Happy End, sondern haben ein schicksalhaftes, außergewöhnliches Finale.

In zwei der Geschichten spielen Engel die Hauptrollen. Eine weitere  erzählt vom Schicksal eines Vampirs und seiner Geliebten, und in der vierten geht es um Gargoyles, die gotischen Wasserspeier.
Als Märchen mit gutem Ausgang nimmt die fünfte Geschichte in mehrfacher Hinsicht eine Außenseiterrolle ein.

Schon äußerlich ist das gebundene Büchlein, das auch über ein Lesebändchen verfügt, sehr schön ausgestattet, denn das dunkle Cover hat eine mystische und zugleich romantische Ausstrahlung und passt somit hervorragend zum Inhalt.

Ich mag diese kleinen, geheimnisvollen und wunderschön geschriebenen Geschichten, die sich in einem Rutsch durchlesen lassen. Da man sie in relativ überschaubarer Zeit schafft, eignen sie sich bestens als schöne Lektüre vor dem Einschlafen, denn sie sind faszinierend und geheimnisvoll, dabei aber nicht zu aufregend. Das Büchlein hatte daher in der letzten Zeit seinen Stammplatz auf meinem Nachttisch. Auch wenn ich nun weiß, wie sich die einzelnen Schicksale fügen und die Erzählungen ausgehen, so werde ich sicher noch häufiger in dem schönen Buch blättern und mich gerne immer wieder erneut von der Welt der übernatürlichen Wesen verzaubern lassen.

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