Sonntag, 23. Februar 2014

Bekehrung - Martina Kempff


Klappentext:
Der Winter hat das Grenzörtchen Kehr fest im Griff. Eine elegante Frau hat sich durch den Schneesturm gekämpft und sitzt nun in Katja Kleins Restaurant. Als ein fremder Mann eintritt, steht die Frau lächelnd auf – und schießt ihm in die Brust. Dann verschwindet sie in der eisigen Nacht. Das Rendezvous mit dem Tod ist Auftakt zu einem spannenden Krimi um Glaube und Gehorsam – und um Katjas neu entdeckte Liebe zur rauen unwirtlichen Eifel und zum knorrigen belgischen Polizeiinspektor Langer.

Mein Eindruck:
Nach dem historischen Roman „Die Gabe der Zeichnerin“ ist dies nun das zweite Buch von Martina Kempff, das ich im Februar gelesen habe. Zwar handelt es sich hier um ein ganz anderes Genre, dabei ist die Geschichte jedoch nicht weniger fesselnd.
Es ist bereits der fünfte Regionalkrimi mit den Protagonisten Katja Klein und Marcel Langer, und obwohl ich erst jetzt, ohne Vorkenntnisse, in die Reihe eingestiegen bin, hatte ich keine Probleme, mich zurechtzufinden. Wichtige Details aus der Vergangenheit werden ganz beiläufig erwähnt und lassen die Zusammenhänge erkennen.
Nach einem längeren Aufenthalt in Berlin ist Katja zurück auf der Kehr, und schon wird sie wieder mit einem Mord konfrontiert. Der Schluss, den sie daraus zieht, sie würde das Unglück magisch anziehen, ist gar nicht so leicht zu entkräften, denn schon früher, als sie eine Zeitlang in dem kleinen Grenzort lebte, scheint es gehäuft zu kriminellen Übergriffen gekommen zu sein. Katjas Verhältnis zu dem belgischen Polizeiinspektor Langer beschränkt sich nicht auf gemeinsame Nachforschungen zur Tat. Hier gibt es wohl schon eine Vorgeschichte, wobei sich die beiden anscheinend sehr nahe gekommen sind.

Ausgerechnet in Katjas Lokal findet die Mordtat statt, während draußen ein Schneesturm tobt. Die Witterungsverhältnisse erschweren die Verfolgung, und die Mörderin verschwindet gleich nach dem Vorfall spurlos. Katja, die Ich-Erzählerin, hat wenig Respekt vor der polizeilichen Autorität und mischt sich vorwitzig in die Ermittlungen. Auch wenn ihr persönliches Engagement hier von Marcel Langer nicht so gerne gesehen wird, erweist sich ihr Einsatz in einigen Fällen durchaus als nützlich. Katja ist mir sehr sympathisch. Selbstkritisch und mit hintergründigem Humor betrachtet sie sich selbst und die ganze Situation und steht zu ihren Fehlern und Schwächen. Daneben beweist sie eine gehörige Portion Scharfsinn und trägt nicht unwesentlich zur Aufklärung des Mordfalls bei. Im Verlauf der vielschichtigen Handlung baut sich gewaltig Spannung auf, und es gibt immer wieder überraschende Wendungen und Entwicklungen. Nebenbei erfährt man viel über den kleinen Zweiländer-Ort Kehr und die Bewohner dieser Region in der Eifel, mit ihren liebenswerten Besonderheiten. Übrigens, auch das Schaf vom Coverbild hat seine eigene, amüsante Rolle in der Geschichte!
Ich gestehe, ich bin nun neugierig geworden und auf den Geschmack gekommen. Gerne möchte ich ausführlicher erfahren, was in den bisherigen Folgen auf der Kehr schon alles passiert ist, und sicher werde ich mir die vier vorherigen Folgen der Krimi-Reihe besorgen.  



                
Die "KEHR"-Reihe von Martina Kempff:
1. EinKEHR zum tödlichen Frieden
2. PendelverKEHR
3. KEHRaus für eine Leiche
4. Knochen im KEHRicht
5. BeKEHRung

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