Sonntag, 24. Mai 2009

Noch einmal meine Mutter sehen: Vom eigenen Vater in die Sklaverei verkauft - Zana Muhsen



Kurzbeschreibung:
Die Schwestern Zana und Nadja werden für ein Brautgeld von 1300 Pfund in den Jemen verkauft. Dort erwartet sie ein trostloses Leben in harter Arbeit und Isolation. Erst nach acht Jahren gelingt es ihrer Mutter, Zana zu befreien, doch deren Sohn sowie Nadja bleiben zurück...

Meine Meinung: * * * *
Der eigene Vater verkauft seine beiden Töchter, und schon Jahre vorher hat er zwei andere seiner Kinder in den Jemen verschleppt. Die Geschichte ist so unglaublich und erschütternd, dass man meint, so etwas könnte doch im zwanzigsten Jahrhundert gar nicht passieren. Aber weit gefehlt, denn die Autorin Zana Muhsen ist eine der beiden Mädchen, die als Teenager in den Jemen gelockt wurden, unter dem Vorwand, dort einen schönen Urlaub verbringen zu dürfen, um die Heimat des Vaters kennenzulernen. Völlig verstört erfahren die Mädchen kurz nach ihrer Ankunft dort, dass sie vom Vater verheiratet wurden.
Die beiden Mädchen sind in dieser fremden Welt gefangen in einem Netz von Lügen, Gewalt und leeren Versprechungen. Erst nach acht Jahren gelingt es Zana, mit der Hilfe ihrer Mutter, die Scheidung zu erwirken. Sie darf das Land verlassen, aber ihren Sohn und die Schwester mit ihren Kindern muss sie zurücklassen.
Die Geschichte ist in einer einfachen Sprache geschrieben, aber der Sinn und Zweck ist ja auch
, die ganze Sache an die Öffentlichkeit zu bringen, die Menschen aufzurütteln und anzuprangern, welch unsagbares Leid und Unrecht es auch in unserer heutigen Welt immer noch gibt.

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