Dienstag, 17. Januar 2017

Mister Dream 2 / Ein Traumtyp zuviel - Brigitte Kanitz


Klappentext:
Die Achterbahnfahrt geht weiter!
Colin ist eifersüchtig: Emma hat ihr Ziel erreicht und ist endlich mit dem gut aussehenden Erik zusammen. Der neue Mister Dream hat den entscheidenden Vorteil, dass er real ist. Im Gegensatz zu Colin - den Emma sich in einem Anfall von Liebeskummer ausgedacht hatte und nun leider nicht mehr los wird.
Und als wären zwei "Traumtypen" nicht schon genug, hat sich auch noch Tom im Hostel von Emmas Mutter eingenistet, der Colin erschreckend ähnlich sieht und ganz klar etwas zu verbergen hat.
Nach und nach kommt Emma seinem Geheimnis auf die Spur - und die führt zu einem vierten rätselhaften Mann in ihrem Leben ...

Mein Eindruck:
Die Handlung dieses Romans schließt fast nahtlos an den ersten Band der Reihe, „Mister Dream – Achterbahn der Gefühle“, an. Es ist gerade mal fünf Tage her, dass Emma ihren langjährigen Schwarm Erik erobern konnte. Aber leider hat er viel zu wenig Zeit für sie. Erik ist auch nicht der einzige Mann in Emmas Leben, denn da gibt es ja immer noch Colin. Das ist ihr selbst erfundener Traumtyp, der nur in ihrer Phantasie existiert, aber für jede Menge Wirbel sorgt. Zu allem Überfluss hat sich auch noch der geheimnisvolle Tom im Hostel ihrer Mutter einquartiert, und der sieht dem imaginären Colin zum Verwechseln ähnlich.
Auch Emmas beste Freundin Lilli hat Probleme, denn seit sie vor einer Woche den schüchternen Max kennengelernt hat, kreisen ihre Gedanken nur noch um ein Wiedersehen mit ihm, und dass sie seine Gefühle ihr gegenüber so gar nicht einschätzen kann, verursacht ihr Liebeskummer, der sich auf ihren sonst so gesunden Appetit schlägt.
So hat Emma ziemlich viel um die Ohren, denn sie muss auch noch ihrer Mutter im Hostel helfen. Daneben möchte sie für ihre Freundin da sein und dem rätselhaften Tom auf die Schliche kommen. Dass ein erhofftes Date mit ihrem geliebten Erik ins Wasser fällt, macht die Sache für sie auch nicht leichter. Kaum kann Emma eines ihrer Probleme lösen, ergibt sich daraus auch schon das nächste.
Wie man es von Brigitte Kanitz gewohnt ist, schreibt sie auch diesmal wieder sehr lebendig und schwungvoll. Emma, die Heldin ihrer ersten Jugendroman-Reihe, ist liebenswert, aber auch immer ein klein wenig chaotisch. Die turbulente Story liest sich unterhaltsam und schnell. Neben den alltäglichen Problemen, die junge Frauen in Emmas Alter haben, sind hier in der Handlung auch noch einige ernste und aktuelle Themen angeschnitten. Da geht es um die Lage der Flüchtlinge in der kleinen Stadt Kiesel, und daneben wird Emma mit dem Thema Obdachlosigkeit konfrontiert. Das ist alles gar nicht so leicht für sie zu verarbeiten, auch macht sie sich Sorgen um Lilli, weil die sich neuerdings für zu dick hält und kaum noch etwas isst.
Das alles sind Themen, die im Leben von Siebzehnjährigen häufig eine Rolle spielen. Für Emma kommt noch die Suche nach ihrem Vater hinzu, denn der hat sie und ihre Mutter vor Jahren verlassen. Emma leidet sehr darunter, ohne Vater aufgewachsen zu sein und möchte mehr über ihn und die Umstände erfahren, die damals dazu geführt haben.
Insgesamt hat mir dieser zweite Band wieder richtig gut gefallen. Die Kombination aus humorvollen Begebenheiten und ernsteren Themen ist auch hier bestens gelungen. Für mein Empfinden hatte jedoch Colin diesmal einen zu großen Part, denn der erfundene Traummann hätte ja eigentlich inzwischen ausgedient, da ja nun Eric in Emmas Leben getreten ist. Klar, so einfach ist es nicht, einen Typen loszuwerden, auch wenn er nur in der Phantasie existiert, aber Colin hatte ja schon immer den Hang, sich überall einzumischen, und diesmal übertreibt er ziemlich. Es gibt sehr viele Zwiegespräche zwischen ihm und Emma, die sich manchmal doch ein wenig in die Länge ziehen.
Das sehe ich so, die ich der Zielgruppe ja schon seit langer Zeit entwachsen bin. Vielleicht empfinden es junge Leserinnen im Teenager-Alter völlig anders.

Insgesamt ist das Konzept der Reihe auf jeden Fall stimmig und die Aufmachung der Bücher sehr schön. Es gibt in jedem Kapitel kleine, liebevolle Illustrationen, die bestens zur Handlung passen und das Design abrunden.

💖💖💖💖


Montag, 16. Januar 2017

Der Korsar und das Mädchen - Elisabeth Büchle


Die Geschichte spielt 1814, zur Zeit des zweiten Unabhängigkeitskriegs zwischen England und USA.
Catherine und Emily, die Töchter des Plantagenbesitzers Frederick Hansen, sind sehr unterschiedlich in ihrer Wesensart. Während Emily eine gesittete und zurückhaltende junge Dame ist, hat Catherine eine Erziehung genossen, wie sie normalerweise nur Söhne erhalten. Für die damalige Zeit und für die gehobenen Kreise von South Carolina war dies äußerst ungewöhnlich, aber sogar Catherines verstorbene Mutter förderte diese außergewöhnliche Erziehung. Cat wuchs auf wie ein Junge, kann reiten und fechten, klettern und schwimmen und vieles mehr. First, ein gleichaltriger Sklave, ist ihr bester Freund und Gefährte bei all ihren waghalsigen Unternehmungen.
Nun ist Emilys Bräutigam eingetroffen, und Catherine soll ihre Schwester nach England begleiten, um dort ebenfalls einen Mann kennenzulernen, der bei ihrem Vater um ihre Hand angehalten hat.
Während der Reise geraten die Schwestern zwischen die Fronten des Unabhängigkeitskrieges, denn die „Santiago de Cuba“, das Schiff von Emilys Verlobtem, wird gekapert, und sie landen auf einem Freibeuterschiff. Lieutenant Lennart Montiniere, der Commander der Silver Eagle, ist mit seiner Crew in geheimer militärischer Aktion unterwegs. Catherine gibt sich spontan als Schiffsjunge aus und nennt sich von nun an Cato. Montiniere weiß nicht recht, was er von dem rätselhaften und wilden „Jungen“ halten soll, der einerseits behände in die Wanten klettert, dessen Umgangsformen und Bildung aber auf eine gute Erziehung schließen lassen.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange Catherine ihr Geheimnis wahren kann. Dass sie tiefe Gefühle für den Commander hegt, macht die Sache nicht leichter, denn sie hat sich vorgenommen, ihr Ziel zu erreichen und in England den Sohn eines Lords zu heiraten. Sie will ihren Vater nicht enttäuschen und seinen Wünschen gerne entsprechen. Aber zuerst müssen sich alle Beteiligten auf dieser langen, gefahrvollen Reise bewähren und diverse Abenteuer durchstehen. Irgendwann hat Catherine den Eindruck, dass ihr jemand nach dem Leben trachtet. First, der inzwischen ein freier Mann ist, bleibt aus eigenem Willen an Catherines Seite. Wird er sie schützen können?
Als sie letztendlich wirklich in England ankommt, entwickeln sich die Dinge ganz anders als geplant. Auch erfährt sie nun endlich etwas über die Vergangenheit und das frühere, tragische Schicksal ihrer Mutter.

Bei ihrem neuen historischen Roman kann Elisabeth Büchle wieder mit wunderbaren Protagonisten aufwarten, die mir vom ersten Moment an sympathisch waren. Catherine, der liebenswerte Wildfang, bringt sich in brisante Situationen, als sie sich als Junge ausgibt. Sie muss einiges über sich ergehen lassen, denn in ihrer Verkleidung wird sie behandelt wie alle Schiffsjungen an Bord, und man stellt schnell fest, dass deren Leben nicht leicht ist. In dieser harten Männerwelt auf der Silver Eagle gibt es eine Rangordnung, und die Schwächeren werden von den Stärkeren oft unterdrückt und schikaniert. Aber Cato, wie sie sich nennt, erduldet alles klaglos und ist doch froh über ihre Entscheidung, denn unter Deck, bei ihrer Schwester in der Kabine, hätte sie sich völlig fehl am Platz gefühlt.
Bei Commander Lennart Montiniere spürt man von Anfang an, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat, es aber hinter einer strengen Fassade verbirgt. Aus Cato wird er nicht schlau. Er spürt, dass er anders ist und mag den wilden, aufgeweckten Jungen, der so manches wegsteckt und sich in rauen Situationen behauptet, der aber auch gebildet ist, lesen und schreiben kann und sich mit Montiniere so manches amüsante Wortgefecht liefert. Bald hat Cato gewisse Sonderrechte auf dem Schiff und seinen Ruf bei der Besatzung weg, die ihn als „Äffchen des Kapitäns“ bezeichnet, da sein Lieblingsplatz hoch oben in der Takelage ist.
Ein Großteil der Handlung spielt auf See, und so hat man es hauptsächlich mit Leuten der Crew zu tun, wozu auch Lennarts jüngerer Bruder Marlon gehört, der als Midshipman dabei ist. Zwischen den Brüdern gibt es Spannungen, weil die Männer so grundverschieden sind. Aber im Lauf der Zeit, mit gegenseitigem Verständnis, kommen sie sich menschlich näher und können eine gute Lösung für sich finden. Catherines Schwester Emily macht während der Reise eine gewaltige Entwicklung durch und wächst über sich hinaus, als es nach einem Sturm Verletzte gibt. Die Autorin hat ein gutes Händchen, wenn es darum geht, Menschen zu charakterisieren und ihnen ins Herz zu schauen. Sie blickt hinter die Fassaden, denn es ist nicht alles schwarz oder weiß, böse oder gut, sondern hier gibt es viele feine Zwischentöne, und so kann man in manchem „Bösewicht“ auch gute Ansätze erkennen, wenn man seine Beweggründe berücksichtigt. Der Mensch wird stark von seinem Umfeld geprägt, und gerade das Leben der Seeleute ist schwer, was sich in den Charakteren auf ganz unterschiedliche Weise widerspiegelt. Es sind zum Teil raue Gesellen, und wenn es auf See zu einem schweren Sturm oder zu einem Gefecht mit dem Feind kommt, müssen sie äußerste Willensstärke, Wagemut und körperliche Kraft beweisen, zugleich aber auch ein gewisses Gottvertrauen haben, denn letztendlich liegt ihr Schicksal in den Händen ihres Schöpfers. Was die Seefahrt und das Leben auf dem Schiff angeht, ist ein enormes Wissen nötig, um all das realistisch zu beschreiben. Zwar hat Elisabeth Büchle schon eine „Vorbildung“, wie sie im Nachwort erklärt, aber gewiss war das Schreiben dieses Romans mit einer enormen Recherchearbeit verbunden, die ich bewundere.
Alle Situationen sind so lebendig und intensiv beschrieben, dass man sich sehr gut hineinversetzen kann, und so hat dieses Buch alles, was ich mir von einem guten Roman erwarte: Jede Menge Spannung, großartige Protagonisten, starke Schilderungen, eine gute Portion Romantik, Menschlichkeit und Herzenswärme und auch ein wenig historische Wissensvermittlung.
Ich habe diesen Roman fast an einem Stück gelesen, so gefesselt war ich.

Schon das Bild auf dem Cover verspricht eine Geschichte von Freiheit und Abenteuer, und der Inhalt des Buches hat meine Erwartungen in allen Punkten absolut erfüllt.

😍😍😍😍😍


Donnerstag, 12. Januar 2017

Die Holunderschwestern - Teresa Simon

Die Holunderschwestern
Teresa Simon
Heyne Verlag
ISBN 978-3453419230

In der Rahmenhandlung geht es um die Restauratorin Katharina Raith, die zusammen mit ihrer Partnerin und besten Freundin Isi eine gut gehende Werkstatt betreibt. In ihrer Freizeit kocht Katharina sehr gerne, bevorzugt Gerichte aus der alten, handgeschriebenen Kladde, in der ihre Urgroßmutter Fanny ihre Rezepte und persönlichen Tipps aufgeschrieben hat. Franziska Raith, wie Fanny eigentlich hieß, hatte in jungen Jahren ihre Heimatstadt Weiden verlassen und war nach München gegangen, wo sie als Köchin arbeitete.
Eines Tages steht ein fremder junger Engländer vor Katharinas Tür. Alex Bluebird, wie er sich vorstellt, hat einige alte Fotos dabei und das Tagebuch von Fanny. Katharina ist völlig verblüfft und kann sich gar nicht vorstellen, wie das Tagebuch ihrer Urgroßmutter nach England gekommen sein soll. Neugierig beginnt sie zu lesen.

Zusammen mit Katharina tauchen wir, während sie in Fannys Tagebuch liest, in eine andere Zeit ein. Wir lernen Fanny kennen, als sie mit dem Zug nach München unterwegs ist. Während der Fahrt macht sie Bekanntschaft mit einer jüdischen Familie und freundet sich mit der Tochter Alina an. Es ist nicht leicht für die junge Frau, in München Fuß zu fassen, aber als Fanny ihren Arbeitsplatz als Weißnäherin verliert, nimmt die Familie Rosengart sie als Köchin bei sich auf. Sie verbringt eine glückliche Zeit bei Alina, die ihr zur besten Freundin wird und deren Familie. In der großen Stadt fühlt sie sich wohl, und bald kommt sie auch in Kontakt mit Münchner Künstlerkreisen und kocht für sie so manches Festessen. Eines Tages steht Fannys Zwillingsschwester Fritzi vor der Tür. Auch sie möchte in München bleiben und eine Anstellung finden. Es brechen schwierige Zeiten an, und einige tragische Ereignisse sowie Fritzis Eifersucht entfernen die Zwillingsschwestern immer mehr voneinander. Aber wie Fanny es ausdrückt: Es geht nicht mit ihr, aber auch nicht ohne sie.

Gerade die Einblicke in die Vergangenheit von Katharinas Familie, die man im Roman durch die detaillierten Schilderungen aus Fannys Tagebüchern erhält, haben mich fasziniert. Die frühere Handlung spielt im Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die Monarchie wird abgeschafft und vorübergehend entsteht eine Räterepublik. In dieser Zeit werden die Nationalsozialisten und ihr Einfluss immer stärker. Für die Familie Rosengart brechen schwere Zeiten an, denn Juden sind in München nicht mehr sicher.
Für mich waren die Schilderungen der damaligen Zeit besonders eindrucksvoll, weil es diverse Parallelen zwischen Fannys und meiner Familie gibt, denn auch meine Urgroßmutter war Köchin in München, und einige ihrer Rezepte von damals haben wir in der Familie bewahrt. Auch musste ich beim Lesen oft an meine Großeltern denken, die sich ebenfalls im Zeitraum der Handlung kennengelernt haben. Es sind mir daher immer wieder Details aus alten Erzählungen zu meiner eigenen Familiengeschichte eingefallen. Der Erzählstrang über die Vergangenheit hat mich absolut fasziniert, und mir ging es so wie Katharina mit Fannys Tagebüchern, ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Spannend fand ich auch die vielen Details zu Künstlern dieser Zeit, denn Fanny lernt nicht nur Paul Klee und seine Familie kennen, sondern viele weitere interessante Menschen, die damals in München gelebt haben. Hier wurde sehr viel Reales in die Handlung aufgenommen, und die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze tun ein Übriges, den Leser zu fesseln.

Die Abschnitte, die in der Gegenwart spielen, sind für mein Empfinden wirklich nur ein netter Rahmen. Hier hatte ich manchmal den Eindruck, dass die Handlung mit Hilfe einiger Zufälle, die mir manchmal nicht so ganz glaubwürdig erschienen, zurechtgebogen wurde. Auch wurden hier im zwischenmenschlichen Bereich noch ein paar Dramen eingefügt, die für mein Gefühl unnötig waren, weil sie etwas konstruiert wirkten. Ich finde, die Tragödien der Vergangenheit hätten völlig ausgereicht. Leider geht aufs Ende zu alles ziemlich schnell, und einige Nebenzweige der Handlung verlaufen irgendwo im Nichts. Es klärt sich nicht alles, und zu manchen Ereignissen hätte ich gerne etwas mehr erfahren. Trotz meiner kritischen Anmerkungen hat mir der Roman aber insgesamt ausgesprochen gut gefallen, schon aus dem Grund, weil mich die Vergangenheit emotional sehr berührt hat. Auch gibt Fanny am Schluss noch einige bayerische Rezepte preis, und beim Lesen musste ich schmunzeln, denn alle hätten auch aus dem Kochbuch meiner eigenen Urgroßmutter stammen können.  

👍👍👍👍 1/2


Dienstag, 3. Januar 2017

Jahresrückblick 2016

 

Alle Jahre wieder staune ich, wie schnell das Jahr vergangen ist. 2016 war für mich sehr gemischt. In meinem privaten Bereich hat sich viel Schönes ereignet, aber es gab auch einige weniger gute Zeiten. Aber so ist das Leben nun mal.

Mein Lesepensum war auch 2016 ähnlich wie im Jahr davor. Mit 81 gelesenen Büchern waren es vier weniger als im Vorjahr, allerdings habe ich mit 30.946 Seiten sogar 87 Seiten mehr gelesen als 2015. Hörbücher waren es im Jahr 2016 fünf Stück mit insgesamt 31 Stunden und 48 Minuten. So viel zur Statistik.

Viel wichtiger als trockene Zahlen ist aber natürlich, ob die Bücher gefallen haben. Es waren viele tolle Bücher dabei, auch so einige Highlights. Zum Jahresende habe ich mir meine Lese-Monate angesehen und die sechs Bücher herausgesucht, die für mich die absoluten Jahres-Highlights darstellen.

Jahreshighlights_2016

  • Barbara Leciejewski mit ihrem wundervollen Roman “In all den Jahren”, erschienen im September 2015 im Acabus Verlag, war für mich eine tolle Neuentdeckung, die ich gleich im Januar gelesen habe.
    Link zu meiner Rezension
  • Elisabeth Büchle hat im Februar mit “Winterstürme” mein Herz im Sturm erobert. Dieses Buch ist unter dem Titel “Die Magd des Gutsherrn” bereits 2010 bei Gerth Medien erschienen und wurde im Juni 2016 neu aufgelegt.
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  • Ein weiterer Roman von Elisabeth Büchle, den ich im Mai gelesen habe, hat mich ebenfalls restlos überzeugt, und so ist auch “Sturm im Paradies”, erschienen im Januar 2016 bei Gerth Medien, in die Liste meiner sechs Jahres-Highlights eingezogen.
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  • Gabriela Jaskulla hat mich mit ihrem wundervollen Schreibstil begeistert. Auch sie ist für mich eine Neuentdeckung 2016, und ihr Buch “Septembermeer”, erschienen im Juni 2016 beim Insel-Verlag, hat sich einen Platz in meiner Bestenliste ebenfalls redlich verdient.
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  • Straße der Schatten” von Jennifer Donnelly ist im November 2015 als Hardcover im Pendo Verlag erschienen. Seit Dezember 2016 ist der Roman auch als Taschenbuch bei Piper verfügbar. Da Jennifer Donnelly seit Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, kam ich an diesem Buch natürlich nicht vorbei. Ich habe es im August gelesen und fand es absolut gut.
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  • Der Dezember brachte mir ein weiteres Highlight: “Im Schatten der goldenen Akazie” von Christiane Lind. Ich lese Romane, die auf mehreren Zeitebenen spielen, sehr gerne, und hier haben mich beide Handlungsstränge berührt und überzeugt. Der wunderbare Australien-Roman ist bereits im August erschienen, und ich habe ihn im Dezember nun endlich gelesen.
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Was habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen? Eigentlich nichts! Gute Vorsätze konnte ich bisher nie wirklich erfüllen, manche gar nicht, manche nur ansatzweise. Das Thema SuB-Abbau blende ich mal augenzwinkernd aus, denn hier war ich gar nicht erfolgreich. Winking smile Ich hatte meinen SuB-Stand zum 1. Januar 2016 notiert und musste nun feststellen, dass er weiter gewachsen ist. Ins neue Jahr starte ich mit 800 Büchern, das sind 70 Bücher mehr als im Vorjahr. Eigentlich habe ich ja kein Problem damit, viele Bücher zu besitzen, denn ich stöbere für mein Leben gern in vollen Bücherregalen. Nur ergibt sich mittlerweile ein Platzproblem, das ich irgendwie lösen muss.
Einige Blogger haben geschrieben, dass sie sich fürs neue Jahr vornehmen, geplanter und besser strukturiert vorzugehen. Ich muss gestehen, dass ich auch eher “planlos” vorgehe, was meine Blogführung betrifft. Meine Beiträge erscheinen nicht zu festen Terminen, sondern eher spontan und immer dann, wenn ich etwas zu sagen habe. Auch im neuen Jahr habe ich nicht vor, etwas daran zu ändern; ich schreibe meine Beiträge und Rezensionen weiterhin dann, wenn mir danach ist.

In Sachen Challenges habe ich mir vorgenommen, nicht mehr an so vielen teilzunehmen, weil mich das beim Lesen zu sehr einschränkt und unter Druck setzt bzw. ich die Vorgaben meist nicht schaffe. Darum werde ich hier ein wenig reduzieren und vielleicht nur noch an ein oder zwei Challenges teilnehmen, die mich vom Thema her besonders ansprechen und bei denen ich weiß, dass ich sie schaffen kann.

Ich wünsche uns allen für 2017 ein tolles und erfolgreiches Lese-Jahr mit vielen guten Büchern.

Sonntag, 1. Januar 2017

Auf ein glückliches neues Jahr 2017

Meine Lieben, ich wünsche euch ein wundervolles, glückliches, gesundes, erfolgreiches und friedliches Jahr 2017. 
Mögen sich eure Herzenswünsche und auch eure guten Vorsätze erfüllen.

Die Zeit des Jahreswechsels ist für mich immer auch ein Anlass, kleine Glücksbringer zu verschenken. Das müssen nicht immer Süßigkeiten in Form von Schoko-Hufeisen oder Marzipanschweinchen sein. Es gibt so viele Möglichkeiten, seinen Lieben eine kleine Freude zu machen.

Besonders interessant finde ich in diesem Sinn die Geschenkbüchlein und Kalender aus dem Groh Verlag. Zwei schöne Geschenkideen aus dem umfangreichen Sortiment möchte ich euch heute vorstellen.


"Glücksgedanken für dich" ist ein hübscher kleiner Aufsteller mit Spiralbindung. 
Auf 144 stabilen Blättern findet man doppelseitig schöne Sprüche und Wünsche.
Jedes Blatt ist zudem liebevoll gestaltet und mit kleinen, niedlichen Illustrationen versehen. 
Ich zitiere von der Rückseite: "Wo findest du in deinem Alltag die vielen kleinen Glücksmomente? Lass dich von diesen Gedanken inspirieren und jeden Tag auf fröhliche Art daran erinnern: Du bist ein Glückspilz!" Das Büchlein ist ähnlich wie ein Kalender aufgemacht, mit einem stabilen Aufsteller und einer großen Spirale oben. Da die Seiten jedoch nicht nummeriert sind, blättert man immer dann, wenn man einen neuen Glücksgedanken entdecken möchte oder mal ein wenig positiven Zuspruch braucht. So kann man ganz nach Wunsch die einzelnen Seiten nach hinten umklappen. Die Sprüchlein sind so angebracht, dass man den Aufsteller von beiden Seiten betrachten kann und sowohl vorne als auch auf der Rückseite einen Glücksgedanken liest. Nicht nur die vielen Sprüche, sondern auch die kleinen Illustrationen in Form von Vögelchen, Schäfchen, Kleeblättern etc.entlocken einem beim Durchblättern ein Lächeln. Mit diesem Aufsteller auf dem Schreibtisch hat man seine persönlichen Glücksgedanken immer vor Augen.

Dies ist nicht nur eine liebevolle Geste zum Jahreswechsel, sondern die Glücksgedanken kann man natürlich auch zu anderen schönen Ereignissen verschenken, beispielsweise zum Geburtstag, einem Jubiläum oder auch einfach nur so, um einem lieben Menschen eine kleine Freude zu machen.





"Kleine Wünsche für Dich", ein Lesezeichenkalender
Ich liebe Lesezeichenkalender. Sie haben ein kleines Kalendarium und bieten zugleich für jeden Monat ein neues Lesezeichen. Bei diesem Kalender von Groh ist mir gleich aufgefallen, dass er länger ist als die Lesezeichenkalender, die ich bisher kannte. Das hat den großen Vorteil, dass das Lesezeichen auch noch eine gute Größe hat, wenn man den Kalenderteil abschneidet. Ich sammle Lesezeichen, und wenn der entsprechende Monat abgelaufen ist, schneide ich gerne den Kalenderteil ab, denn der ist ja dann nicht mehr aktuell. Häufig hat man dann aber nur noch ein kleines Bildchen übrig, das nur entfernt an ein Lesezeichen erinnert. Das ist hier glücklicherweise anders; da hat der Verlag ein wirklich sinnvolles und schönes Format gewählt, denn die Lesezeichen selbst verwende ich  immer wieder. 
Was ich auch sehr praktisch finde, ist der integrierte Aufsteller auf der Rückseite, so dass man den Lesezeichenkalender sowohl stellen als auch hängen kann. 
Die einzelnen Sprüche laden zum Freuen und Nachdenken ein, und die Kalenderblätter bzw. Lesezeichen sind optisch wunderschön und sehr liebevoll gestaltet. 
Ich habe diesen schönen Kalender von meiner Tochter zum Jahreswechsel bekommen, und sie hat damit voll meinen Geschmack getroffen.




Ein "Glückstagebuch", ebenfalls aus dem Groh Verlag, habe ich ja bei meinem Advents-Gewinnspiel verlost. Auch das ist eine schöne Idee für alle, die gerne schreiben und ihre Glücksmomente im passenden Rahmen in einem Büchlein festhalten wollen. Auch das finde ich eine wundervolle Geschenkidee.


Das waren nur ein paar Inspirationen für euch, falls ihr auf der Suche nach einem kleinen Geschenk für einen lieben Menschen seid. Der Groh Verlag hat diesbezüglich noch sehr viel zu bieten.