Samstag, 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten!


Meine Lieben,
ich wünsche euch und euren Familien
ein frohes, gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest.
Genießt die Feiertage.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Vier Pfoten retten Weihnachten - Petra Schier


Elena, erfolgreiche Designerin und Unternehmerin, hat gerade eine Scheidung hinter sich. Wegen ihrer Bekanntheit war sie dadurch eine Zeitlang Stammgast in den Schlagzeilen der Regenbogenpresse. Nun möchte sie zur Ruhe kommen und sich von Männern fern halten. In der Vorweihnachtszeit engagiert sie sich für die Familienhilfe und lässt sich an einen Witwer mit zwei Kindern vermitteln, um ihm über die Feiertage den Haushalt zu führen und die Kinder zu betreuen. Die Kinder sind begeistert von Elena. Noch dazu hegt die elfjährige Sabrina den Wunsch, wieder eine ganz normale Familie zu sein. Darum schreibt sie an den Weihnachtsmann und ans Christkind, dass sie sich eine neue Frau für ihren Papa wünscht. In der Himmelswerkstatt bricht sofort rege Betriebsamkeit aus, und allen ist daran gelegen, das Mädchen glücklich zu machen. Eigentlich passen die Grundvoraussetzungen, seit Elena bei der Familie wohnt, da gibt es nur ein Problem: Steffen ist nicht bereit, sich nach dem Tod seiner Frau neu zu binden, und auch Elena möchte erst einmal Abstand zum Thema Männer für sich schaffen. Christkind und Weihnachtsmann versuchen alles, den Wunsch der kleinen Sabrina zu erfüllen. Dabei erhalten sie wieder einmal tatkräftige Unterstützung durch einen Hund, denn hier kommt die Cockerspaniel- Dame Lulu ins Spiel, die schon Übung darin hat, Beziehungen zu stiften. Die Fans von Petra Schiers Weihnachtsromanen kennen Lulu bereits aus einem früheren Band, denn auch in „Vier Pfoten und das Weihnachtsglück“ hat die süße Cocker-Dame bereits dafür gesorgt, dass ihr Herrchen Carsten endlich eine Familie gründet.
Zum besseren Verständnis: Carsten ist Elenas Bruder, und bei ihm und seiner kleinen Familie lebt Lulu eigentlich. Aber das hindert sie nicht daran, sich auch für Elenas Glück einzusetzen. Noch dazu findet sie Steffen und seine Kinder, bei denen Elena momentan aushilft, alle sehr sympathisch.

Fans von Petra Schiers Weihnachts-Hunde-Romanen sind schon vertraut mit dem Muster, nach dem die Geschichte aufgebaut ist. Wie gewohnt, so hat auch dieser neue Roman wieder 24 Kapitel, so dass man ihn gut auch als Adventskalender nutzen könnte. Allerdings ist mir noch niemand begegnet, dem es wirklich gelungen wäre, sich mit dem Lesen der Geschichte so lange zurückzuhalten, dass wirklich jeden Tag im Advent ein einziges Kapitel gelesen wird. Dazu sind Petra Schiers Romane einfach zu fesselnd. Ist man erst einmal in der Geschichte angekommen, so kann man sich kaum bremsen, denn die Adventszeit der Protagonisten gestaltet sich recht aufregend. Mir persönlich gefällt an den Büchern, dass sie immer irgendwie lose zusammenhängen. Beim Lesen stößt man immer wieder auf Verbindungen zu älteren Geschichten. Man trifft in jedem Buch auch alte Bekannte wieder, und das macht diese Romane so besonders, gibt ihnen das spezielle Flair und die heimelige Atmosphäre. Die eingeblendeten Szenen aus der Weihnachtswerkstatt verleihen auch diesem Buch wieder etwas Märchenhaftes.
Neu ist diesmal, dass die Protagonistin aus einer etwas anderen Gesellschaftsklasse kommt und dass sie richtiggehend prominent ist. Das macht Elena jedoch nicht weniger sympathisch, denn wenn man sie erst einmal richtig kennengelernt hat, entdeckt man schnell, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat und eigentlich gar nicht so abgehoben ist, wie es anfangs den Anschein hat. Im Grunde ihres Herzens sehnt sich auch Elena nach einer Familie und nach Geborgenheit. Ob und wie sich die Träume und Wünsche aller Beteiligten erfüllen, das erfährt man in dieser turbulenten und sehr liebenswerten Geschichte. Dass wie immer auch diesmal wieder ein treuer Vierbeiner „zu Wort“ kommt, macht den Roman noch liebenswerter.
Es ist ein weihnachtlicher Liebesroman, und darum dürfen auch ein paar prickelnde Szenen nicht fehlen. Diese wurden wieder sehr gekonnt und nahtlos von der Autorin eingeflochten.
Auch die optische Gestaltung des Buches möchte ich lobend erwähnen. Der Einband des Buches ist beige mit einem zarten Goldschimmer, was sehr edel aussieht. Der Schutzumschlag aus Papier zeigt nicht nur die süße Cockerdame Lulu, sondern ist an den Rändern mit filigranen und leicht erhabenen Glitzersternen ausgestattet. Das funkelt wunderschön, wie Schneekristalle in der Sonne.

Alles in allem kann ich diesen zauberhaften, weihnachtlichen Liebesroman wärmstens empfehlen. Durch die liebevolle, dekorative Ausstattung eignet sich dieses Buch auch sehr gut als Geschenkidee in letzter Minute.

😍😍😍😍😍

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Phillips letztes Geschenk - Christiane Lind


Phillip Landhof ist bereits stark von seiner schweren Krankheit gezeichnet, als er sich in der Tiervermittlung ein Kätzchen aussucht. Es soll das letzte Geschenk für seine geliebte Frau Carolin sein. Diese weiß noch nichts von ihrem Glück, denn das Kätzchen soll sie erst nach Phillips Tod erhalten, so hat er es beschlossen. Seine Carolin soll das kommende Weihnachtsfest nicht einsam verbringen, daher will er ihr einen schnurrenden Vierbeiner an die Seite stellen.

Monate später fällt Carolin aus allen Wolken. Sie ist noch ganz gefangen in ihrer Trauer um den geliebten Mann, als eines Tages die gemeinsame Freundin Anka mit einem Kätzchen bei ihr auftaucht. Eher unwillig lässt sich Carolin auf den neuen Hausgenossen ein, denn sie ist ein Einzelgänger und eigentlich gar nicht bereit, ihr Schneckenhaus der Trauer zu verlassen. Nur der Umstand, dass ihr Phillip dieses kleine Wesen ausgesucht hat und dass es sein letztes Geschenk an sie ist, bewegt sie dazu, sich zumindest auf Probe mit dem kleinen Kater zu arrangieren.

In den folgenden Wochen versucht Carolin, sich an ihren neuen Mitbewohner zu gewöhnen. Dem Kätzchen einen Namen zu geben, dazu kann sie sich nicht überwinden, denn das wäre für sie ein Zeichen des Nachgebens. Nach außen hin will sie aber weiterhin den Anschein erwecken, sie hätte sich noch nicht entschieden und könnte das Kätzchen ja jederzeit wieder abgeben.

Mit der Zeit erkennt Carolin, dass es durchaus beglückend sein kann, Hilfe anzunehmen. Die Menschen in ihrer Nachbarschaft, vor denen sie sich bisher stets verschlossen hatte, schleichen sich nach und nach in ihr Herz, und bald beginnt sie, die Gemeinschaft zu genießen.

Erst als eines Tages, es ist kurz vor Weihnachten, das Kätzchen plötzlich verschwindet, erkennt Carolin, wie sehr ihr Herz bereits an dem kleinen Kerl hängt. Nun ist es an der Zeit, dass sich ihre neu gewonnenen Freundschaften bewähren. Gemeinsam mit ihren Nachbarn macht sich Carolin auf die verzweifelte Suche.

Dieser weihnachtliche Roman hat genau 24 Kapitel und würde sich daher auch gut als Lese-Adventskalender eignen. Das hat jedoch bei mir ganz und gar nicht geklappt, denn nachdem ich die ersten Kapitel verschlungen hatte, wäre es mir nicht möglich gewesen, die Geschichte so lange aufzusparen und täglich nur wenige Seiten zu lesen. Zu sehr hat mich das Schicksal von Carolin und dem kleinen Kätzchen berührt, und ich musste unbedingt schnell erfahren, wie es weitergeht, alles andere wäre fast einer Folter gleich gekommen.

Mit 184 Seiten ist dies eher ein kleines Buch, aber mit einer großen Botschaft, denn es ist insgesamt fesselnd geschrieben und daher sehr kurzweilig zu lesen, aber es geht auch auf viele tiefgründige Themen ein. Da geht es um den Verlust eines geliebten Menschen, um Trauerbewältigung und Enttäuschung. Aber Carolins Geschichte zeigt auch, dass der erste Eindruck oft täuscht, dass es gut sein kann, auf andere zuzugehen und sich auf Hilfe einzulassen. Carolin macht die tiefgreifende Erfahrung, dass sie sich in manchen ihrer Nachbarn getäuscht hatte, einfach aus Desinteresse, weil sie sich nie näher mit ihren Mitmenschen befasst hatte. Nun erfährt sie mehr über die Schicksale, die sich hinter den einzelnen Personen verbergen. Dabei erlebt sie so manche angenehme Überraschung.

Es ist eine Geschichte der Hoffnung,, die nicht einfach nur unterhalten will, sondern die auch viele Denkanstöße gibt und die mit ihren ernsten, nachdenklichen Themen sehr gut in die Weihnachtszeit passt.
So gesehen liest sich der Roman ganz wunderbar nicht nur in die Vorweihnachszeit, sondern ist auch eine sehr schöne Lektüre zwischen den Jahren. Ein wunderschönes kleines Buch, das nahe geht und menschliche Wärme verbreitet.

😍😍😍😍😍



Montag, 12. Dezember 2016

Die Glasbläserin - Petra Durst-Benning



Lauscha im Jahr 1890: Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters sind die drei Steinmann-Schwestern von einem Tag auf den anderen auf sich gestellt. Bisher hatte der verwitwete Joost Steinmann für alles gesorgt, und seine Töchter führten ein sehr behütetes, sicheres Leben. Nun müssen Johanna, Marie und Ruth selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Ein anderer Glasbläser im Ort stellt sie als Arbeitsmädchen an, während Joost Steinmanns Werkstatt still liegt. In Wilhelm Heimers Glasbläserei verdienen die drei jungen Frauen kaum das Salz an die Suppe. Jede von ihnen muss neue Wege beschreiten, um die Zukunft zu sichern. Während Johanna ihr Glück bei einem Verleger in Sonneberg sucht und Ruth einen Sohn Heimers heiratet, wagt die künstlerisch begabte Marie etwas Außergewöhnliches. Bisher war die Glasbläserei eine reine Männerdomäne, aber nun entwirft Marie heimlich kunstvollen Christbaumschmuck und fertigt ihn in der Werkstatt ihres Vaters.
Wagt sie es anfangs nur verstohlen, die Kugeln zu blasen, so kann sie es bald nicht mehr verheimlichen. Eine glückliche Begegnung hat zur Folge, dass ein amerikanischer Geschäftsmann von dem schönen Christbaumschmuck aus Lauscha erfährt, und schon bald erhält Marie einen Großauftrag. Nun gilt es, zu zeigen, was in den Steinmann-Schwestern steckt. Für diesen Auftrag müssen sie perfekt zusammenarbeiten, denn hier geht es um ihre Existenz, und es darf nichts dazwischen kommen, damit sie den Liefertermin einhalten können.

Dies ist der erste Teil einer Trilogie, in der es um die Glasbläser-Familie Steinmann geht. Das Umfeld für die Handlung stellt größtenteils der kleine Glasbläserort Lauscha in Thüringen dar, wobei Teile der Geschichte auch im nahen Sonneberg spielen.
Man kann sich von Anfang an sehr gut in die Steinmann-Schwestern hinein versetzen, für die sich alles von einem Moment auf den anderen wandelt. Ihre Ängste und Sorgen hat die Autorin sehr einfühlsam zum Ausdruck gebracht. In einer plastisch und sehr realitätsnah geschilderten Umgebung, die unter anderem auch mit starken Landschaftsbeschreibungen aufwarten kann, spielt sich eine äußerst beeindruckende Geschichte ab. Die ärmliche, von schwerer Arbeit geprägte Stimmung in dem kleinen Glasbläserort, die Bemühungen der Schwestern, sich über Wasser zu halten, die fein ausgearbeiteten Charaktere, das alles zusammen ergibt ein stimmiges und realitätsnahes Bild vom Umfeld und von der damaligen Zeit, in der die Geschichte spielt.
Die Ereignisse sind fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Dabei hat mir sehr gut gefallen, wie die Entwicklung der drei Schwestern dargestellt ist. Es ist eine Zeit der Gegensätze, denn es gibt Höhen und Tiefen, Fortschritte und Rückschläge, Hoffnung und Mutlosigkeit, Schönes und Hässliches in diesem wundervollen Roman, der einen mit in eine andere Welt und eine andere Zeit nimmt.

Der Roman ist bereits im Jahr 2000 erschienen und wurde bisher mehrfach neu aufgelegt. Aus aktuellem Anlass, pünktlich zur Ausstrahlung der Verfilmung, wurde „Die Glasbläserin“ im November mit einem neuen, wunderschönen Cover ausgestattet.
Nachdem ich den Roman nun gelesen hatte, war ich neugierig auf die Umsetzung im Film. Er lief am vergangenen Freitag bereits auf Arte und wird heute Abend im ZDF ausgestrahlt.
Ich kann ihn nicht nur Fans von Petra Durst-Bennings Romanen ans Herz legen, sondern eine allgemeine Empfehlung aussprechen. Zwar wurde für die Film-Fassung einiges geändert, denn immerhin müssen knapp 500 Buchseiten auf eine Filmlänge von 90 Minuten reduziert werden, aber insgesamt erfolgte die Anpassung sehr achtsam und feinfühlig und ohne die Aussage der Geschichte zu verfälschen. Viele Szenen sind fast wortwörtlich wiedergegeben.
Das Ende ist schlüssig, sowohl im Buch als auch im Film, aber die Trilogie geht weiter, und ich freue mich jetzt schon darauf, die „Steinmänner“ im zweiten Band wieder zu treffen und sie ein Stück weit zu begleiten.  

👍👍👍👍👍

Freitag, 2. Dezember 2016

Das war mein Lesemonat November 2016



Der November war sehr gemischt, was das Lesen angeht. Ich habe 9 Bücher gelesen, mit 2602 Seiten und ein Hörbuch mit 449 Minuten gehört.
Eigentlich waren es ja zehn Bücher, mit 3046 Seiten, denn ich hatte die tolle Gelegenheit, Elisabeth Büchles neuen Roman, der im Januar erscheint, vorab zu lesen. Die Rezension ist geschrieben, wird aber erst Mitte Januar 2017, wenn das Buch offiziell erschienen ist, auf meinem Blog veröffentlicht. Ich kann euch aber schon so viel verraten, dass mir der Roman sehr gefallen hat. Ich verspreche sicher nicht zu viel, wenn ich sage, ihr könnt euch auf das Buch freuen, aber mehr dazu dann im Januar.

Und das waren meine gelesenen Bücher vom November:
Es ist wieder schwer, einen Monatsfavoriten zu küren, denn es war bei einigen Büchern ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die niedlichen Kinderbücher laufen separat, und "Der Korsar und das Mädchen" von Elisabeth Büchle wäre es normalerweise geworden, da dieses Buch aber erst im Januar "zählt", habe ich mich für 
"Die Eroberung des Normannen" entschieden. 

Diesmal gab es auch einen Flop bei meinen gelesenen Büchern, denn "Herbstmagie" war für mich so ganz und gar nicht magisch, leider.

Gehört habe ich den Krimi "Inspector Jury und die Frau in Rot" von Martha Grimes. 👍👍👍👍


Es sind auch noch ein paar neue Bücher bei mir eingezogen:


Die beiden Bücher von Richard Dübell gehören zur Tuchhändler-Reihe, die ich hiermit vollständig habe. Die beiden Romane von Johanna Marie Jakob waren schon länger auf meiner Wunschliste, und eine Vorstellung der Bücher von Padi Lovebooks auf ihrem Youtube-Kanal: Link zum Video hat mich endgültig davon überzeugt, dass ich diese Bücher "brauche" 😉 



Außerdem ist noch ein Rezensionsexemplar bei mir eingetrudelt. Falls ihr euch wundert, wieso das Buch doppelt ist - die liebe Ella Theiss hat mir ein zweites Exemplar, von ihr persönlich signiert, mitgeschickt, für eine geplante Adventsverlosung, die ich in den nächsten Tagen starte. Das Cover des neuen Krimis sieht doch schon mal toll aus, wie ich finde. Wenn euch das Buch interessiert, schaut einfach in den nächsten Tagen mal vorbei, damit ihr die Verlosung nicht verpasst. Dann gibt es den Darmstadt Krimi und noch einiges mehr zu gewinnen.


Bis dahin wünsche ich euch eine schöne, stimmungsvolle Advents-Lesezeit. Ich hoffe, ihr könnt Trubel und Stress ab und zu aussperren und es euch mit euren Lieblingsbüchern gemütlich machen.