Mittwoch, 30. November 2011

November-Rückschau - Bücher, Tee und Düfte

So,es ist wieder Zeit für einen kleinen Monats-Rückblick. Gelesen habe ich im vergangenen Monat 9 Bücher, acht davon sind auf dem Foto zu sehen, und dazu kam noch ein Ebook von Elke Becker bzw. J.J. Bidell: Im Schatten des Mondlichts - Das Erwachen. Für alle abgebildeten Bücher ist bereits eine Rezension in meinem Blog zu finden, das Ebook wird noch in den nächsten Tagen rezensiert. Mein Lesemonat war wieder bunt gemischt. Es waren traurige, bewegende Bücher dabei, aber auch etwas fürs Herz, und da vergangenen Sonntag ja schon der 1. Advent war, sind sogar schon zwei weihnachtliche Bücher dabei gewesen. 
Insgesamt waren es 2354 Seiten, die ich im Lauf des November geschmökert habe, ein guter Schnitt für mich. Einen absoluten Favoriten zu nennen, fällt mir wie immer schwer, da auch diesmal so unterschiedliche Genres dabei waren. Außerdem habe ich zwei Anthologien gelesen, wo jede Geschichte für sich wieder einzeln zu betrachten wäre, was die Qual der Wahl ja noch vergrößert ;-) Ich verzichte darauf, einen Top-Titel zu nennen, aber genauso wenig kann ich sagen, dass ein Flop dabei gewesen wäre. 
 Die Teeliebhaber unter euch interessiert es vielleicht, dass wieder einige neue Sorten in mein Teeregal eingezogen sind, die ich euch unbedingt vorstellen möchte.

  • "Winterzauber" von Cornwall ist eine würzig-fruchtige Mischung, schmeckt richtig "cremig-weich", ich finde ihn sehr lecker. Auf einer Basis von Rooibos ist dieser Tee mit Gewürzen, Orangenöl und Sahne-Karamellaroma verfeinert, wirklich sehr lecker.
  • Früchte-Winterfreude von King's Crown ist ein offener Früchtetee (limitierte Edition von Rossmann), der ganz lecker nach Marzipan duftet und schmeckt. Er ist nicht nur solo toll, sondern auch eine prima Basis für einen alkoholfreien Früchtepunsch.
  • "Glücksstern" von EnerBio (ebenfalls Rossmann) ist ein Gewürztee mit Kakaoschalen, auf Rooibos-Basis, mit Vanille. Er schmeckt ein wenig wie Chai, aber daneben auch intensiv schokoladig, was ich sehr mag. Das ist ein Tee, der sich gut mit ein wenig Sojamilch verträgt und damit noch runder schmeckt. Diese Sorte ist aus kontrolliert biologischem Anbau.
  • "Loving" von Shoti Maa, ein grüner Tee mit Zimt und Bergamotte, das ist meine absolute Lieblings-Neuentdeckung. Ich habe den Tee bei einem Einkauf im Naturkostladen gefunden und liebe ihn heiß und innig. Besonders für die Liebhaber von Earl Grey ist der Tee interessant, und die Zugabe von Zimt rundet das Aroma ganz hervorragend ab, es ist ein richtig leckerer Winter-Earl-Grey. Auch dies ist ein Tee aus kontrolliert biologischem Anbau. Lobend erwähnen möchte ich, dass die Teebeutel nicht mit Metallklammern verschlossen sind. Das macht diesen Tee auch für Allergiker noch verträglicher. Besonders schön finde ich außerdem, dass auf dem kleinen Papierschild, das am Ende eines jeden Teebeutel-Fadens hängt, ein kleiner Spruch steht. Ein Beispiel: "Denke mehr an das was du hast, als an das was dir fehlt".  Von Shoti Maa gibt es noch weitere ayurvedische Teemischungen. Ich habe oben zur Homepage verlinkt.

 Hier ein kleiner Ausblick auf die kommenden Wochen. Ich habe von Cornwall einen Tee-Adventskalender entdeckt. Auf dem Foto seht ihr die Vorder- und Rückseite, jeweils mit 12 Türchen ausgestattet. In den ersten 12 Tagen ist die Vorderseite dran, dann dreht man den Adventskalender um und hat die weiteren 12 Türchen auf der Rückseite. Schon die beiden Kalendermotive haben mir gut gefallen, sie wirken richtig stimmungsvoll, finde ich. Nun bin ich gespannt, welche Tees ich in der Adventszeit probieren darf.

 Und so hat es im November in meiner Wohnung geduftet: Hier ein Sampler von Yankee Candles, aus der Serie "Aromatherapy", eine Duftmischung aus Zimt und Weihrauch. Der Duft ist sehr klar-würzig, was mir sehr gefällt. Es ist eine angenehme Abwechslung zu den meist süßen Winterdüften, und ich finde ihn sehr entspannend.

Außerdem sind noch drei Tarts von Yankee Candle bei mir eingezogen. Pomegranade Cider und Mandarine-Cranberry sind zwei intensiv-fruchtige Duftmischungen, die ich eher in kleinen Portionen in die Duftlampe gebe, damit es nicht allzu intensiv wird. Mein Liebling ist "Sparkling Snow", ein frischer, klarer, sauberer Duft, der wirklich ein wenig an eine verschneite Landschaft erinnert. Besonders mag ich den Hauch von Patchouli darin. Da sich mit der Zeit doch einige Tarts ansammeln, die ich nicht direkt zusammen lagern möchte, da es sonst einen ziemlichen Duft-Mischmasch gibt, habe ich mir eine praktische Lösung überlegt. Ich hebe seit längerer Zeit kleine Dosen von Creme oder Bodybutter auf, wenn sie leer sind, und nun habe ich die optimale Weiterverwendung dafür gefunden. In so eine kleine Bodybutter-Dose passt vom Durchmesser genau ein Tart. Immer wenn ich eines auspacke, wandert es in so ein leeres Döschen, und das kleine Etikett klebe ich oben auf den Deckel. Nun habe ich die perfekte Ordnung in meiner YC-Duftsammlung.
Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit, mit guten Büchern, leckerem Tee und gemütlichen Düften.

Spät-Lese: Kurzgeschichten - Wolfgang A. Gogolin (Hrsg.)

"Spät-Lese" ist ein Literaturabend des Hamburger "Kulturpunkt". Hier haben einmal monatlich Autoren die Gelegenheit, ihre neuen Werke vorzustellen. Eine tolle Sache, finde ich, denn bei dieser Veranstaltung kommen nicht nur bekannte Schriftsteller, sondern auch Nachwuchsautoren zu Wort.
Zugleich ist "Spät-Lese" auch der Titel einer kürzlich erschienenen Anthologie. Der Autor Wolfgang A. Gogolin hat eine Sammlung der besten Geschichten aus den Veranstaltungen der vergangenen Jahre zusammengestellt und veröffentlicht. Enthalten sind 22 Kurzgeschichten, jede von einem anderen Verfasser. Es ist eine bunte, kurzweilige Mischung und bietet, neben dem Unterhaltungswert, auch die Möglichkeit, neue Autoren zu entdecken, die einem bisher noch unbekannt waren. Die kleinen Geschichten kommen aus ganz unterschiedlichen Genres und sind es durchaus wert, Anerkennung zu finden. Es wird kaum der Fall sein, dass jeder von allen Geschichten gleichermaßen begeistert ist, denn die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, auch was  Literatur angeht. Einige Stories waren für mich persönlich nicht so aussagekräftig, andere haben mir wiederum gut gefallen. Es gibt spannende und lustige, nachdenkliche und auch skurrile Erzählungen in dem kleinen Buch. Insgesamt finde ich diese "Spät-Lese" wirklich gut gelungen und ausgewählt. Die regelmäßige Veranstaltung wie auch das gleichnamige Buch sind eine tolle Möglichkeit, für Leser und Autoren, sich gegenseitig kennen zu lernen und Literatur vor Ort und außerhalb der Bestsellerlisten zu erleben.


Montag, 28. November 2011

Marias kleiner Esel - Gunhild Sehlin

Mein November-Buch für die 2.Chance-Challenge von Books a Week habe ich gestern fertig gelesen.
Der Sinn dieser Challenge ist, Bücher ein zweites Mal zu lesen, die man schon einmal gelesen hat.
Bei mir war es "Marias kleiner Esel" von Gunhild Sehlin.
Es ist ein Kinderbuch und ab 8 Jahren geeignet.
Der kleine Esel lebt bei einem reichen Mann. Er wird nicht gut gepflegt und auch nicht anerkannt. Alle halten ihn für faul und schmutzig. Eines Tages begegnet er Maria. Sie strahlt so viel Güte und Liebe aus, dass der kleine Esel von da an nur an sie denken kann. Das Schicksal will es, dass Josef ein Reit- und Lasttier für seine Frau sucht, und da er nur wenig Geld hat, kann er sich keinen besseren als den kleinen Esel leisten. Maria ist beglückt und zufrieden, und unter ihrer liebevollen Obhut entwickelt sich das kleine Eselchen zu einem stolzen, fleißigen Tier. Maria zu helfen, ist das größte Glück des Esels. Als Maria und Josef eines Tages, wegen einer Volkszählung, nach Bethlehem reisen müssen, wird das Eselchen ihr treuer Begleiter, der Maria sicher an ihr Ziel bringen soll. Für die junge Frau wird es eine beschwerliche Reise, denn sie erwartet ein Kind. Was Maria und Josef, zusammen mit dem kleinen Esel, unterwegs erleben und was sie in Bethlehem erwartet, davon handelt dieses Buch.

Diese vorweihnachtliche Geschichte ist so herzlich und liebevoll geschrieben, dass es eine Freude ist, das Büchlein immer wieder zu lesen. "Marias kleiner Esel" begleitet unsere Familie schon seit einigen Jahren durch die Adventszeit. Es ist eine Erzählung, die sicher nicht nur Kindern gefällt, auch ich lese sie immer wieder gerne. Wie der kleine störrische Esel bei Maria eine verantwortungsvolle Aufgabe und damit auch sein Lebensglück findet, ist sehr behutsam und gefühlvoll geschrieben. Seine Entwicklung macht sicher besonders Kindern Mut, die vielleicht selbst nicht immer genügend Anerkennung im realen Leben erhalten. Das Schicksal des treuen, kleinen Esels zeigt, wie wichtig gegenseitiges Verständnis und Zuneigung im Leben ist.
Für mich ist dieses Büchlein, aus der Sicht des kleinen Esels erzählt, eine der schönsten und warmherzigsten Nacherzählungen der Weihnachtsgeschichte.

Sonntag, 27. November 2011

Wenn die Christrose blüht - Christian Signol

Sébastien erkrankt im Alter von zehn Jahren an Leukämie. Als er die Diagnose erfährt, will er so schnell wie möglich weg aus der schmutzigen, lauten Trabentenstadt von Paris, wo er bisher mit seiner Mutter gelebt hat. Er möchte aufs Land, zu seinen Großeltern, die er bisher viel zu selten getroffen hat. Dort, in dem kleinen Dorf Millac, wünscht er sich, Trost und Zuversicht zu finden.
Großvater Auguste kennt sich gut mit Kräutern aus, und Sébastien erhofft sich insgeheim Hilfe davon. In dem alten Mann findet der Junge einen heimlichen Verbündeten, hat er ihm doch erzählt, dass die Christrose, die nur selten unter dem Schnee zu finden ist, ihm vielleicht Heilung bringen könnte.  Cyprienne, die Großmutter, ist eine resolute Frau, die ihr gutes Herz hinter einer rauen Fassade versteckt. Sébastien ist ein feinfühliges Kind, und mit ihrer energischen Art kann sie ihn nicht darüber hinweg täuschen, dass sie ihn von ganzem Herzen liebt und alles für den Jungen tun würde. Ihre Entschlossenheit und Stärke gibt ihm die Kraft, durchzuhalten und der Krankheit zu trotzen.

Es ist ein sehr berührender Roman. Das Schicksal von Sébastien geht einem sehr nahe. In dem kleinen, stillen Dorf, bei den Großeltern, findet er die Geborgenheit und Kraft, die er während der zermürbenden und anstrengenden Behandlung braucht. Mit den Großeltern verbindet ihn ein ganz besonderes Verhältnis, das von Liebe, tiefem Verständnis und Mitgefühl geprägt ist. Das alte Ehepaar lebt sehr naturverbunden und ursprünglich. Hier erfährt Sébastien die Schönheit der malerischen Landschaft und der Natur, und er entwickelt ein tiefes Urvertrauen, das er so dringend benötigt, um den kommenden Strapazen Stand zu halten. Auch neue Freunde findet der Junge in dem stillen Dörfchen. Es tut ihm sehr gut, Menschen um sich zu haben, die sich um ihn sorgen, mit ihm fühlen und ihn doch ab und zu seine Krankheit vergessen lassen. Die Charaktere sind alle sehr ausdrucksstark gezeichnet, und der Leser bekommt ein intensives Bild vermittelt, was in dem schwer kranken Kind vorgeht.  Die Zeit der Behandlung ist ein dauerndes Auf und Ab, ein stetiger Wechsel zwischen Zuversicht und Mutlosigkeit. Sébastien hat Angst. Er stellt sich und den Großeltern viele Fragen nach dem Leben und nach dem Sterben, und was wohl danach kommt?

Der Klappentext verspricht: „Wohl noch nie ist es Christian Signol, dem großartigen Erzähler, gelungen, seine Leser mit einer solchen Präzision mitten ins Herz zu treffen wie in diesem Roman.“

Dem kann ich nur absolut zustimmen!
* * * * *




Herzlichen Dank an den Verlag Urachhaus für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 24. November 2011

Großer Märchen-Tag

Die Glimmerfeen haben einen Märchen-Tag auf ihrem YouTube-Kanal gestartet und sich dafür 21 Fragen ausgedacht. Das Thema ist so interessant, da konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich habe mich nun ausführlich damit auseinandergesetzt, und hier seht ihr das Ergebnis:

1. Welches ist dein Lieblingsmärchen und wieso?
Ein spezielles Lieblingsmärchen habe ich eigentlich nicht, aber zu meinen liebsten gehören u.a.  „Die sechs Schwäne“, „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Der Tannenbaum“ und „Das hässliche Entlein“
Ersteres liebe ich, seit ich „Die Tochter der Wälder“ von Juliet Marillier gelesen habe, denn in diesem Roman hat die Autorin ja das Märchen von den sechs Schwänen ganz wunderbar umgesetzt.

Das Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzern lese ich eigentlich fast alljährlich in der Vorweihnachtszeit, und ich muss jedes Mal heulen wie ein Schlosshund, es ist so tieftraurig, aber dabei wunderschön. Auch die anderen beiden Andersen-Märchen sind einerseits traurig, aber auch sehr weise.

2. Vor welchem Märchen hast du dich am meisten gefürchtet?
Das war eindeutig „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“. In meinem alten Märchenbuch sind ganz gruselige Bilder dazu, und es ist sowieso das schauderhafteste Märchen, das mir jemals untergekommen ist.

3. Welche Märchenfigur wärst du gerne?
Ich wäre gerne die Prinzessin aus „Der Froschkönig“, aber ich würde das Märchen dafür umschreiben, denn so zickig wie diese Prinzessin würde ich mich nicht anstellen, sondern den Frosch gleich küssen. 

Ich mag Frösche ☺

4. Welchen Märchengegenstand würdest du gerne besitzen?
Eine Zauberspindel, mit der ich Stroh zu Gold spinnen könnte. Ich sammle und liebe Handspindeln, wie Besucher meines Handarbeitsblogs sicher schon wissen, aber so eine richtige Zauberspindel fehlt mir noch ;-)


5. Wenn du verzaubert würdest, welches Tier wärst du?
Vielleicht wäre ich ein starker, aber gutmütiger, knuddeliger Bär. Bären halten ja bekanntermaßen Winterschlaf, das würde mir sehr entgegenkommen. 
☺

6. Welcher Märchenfilm gefällt dir am Besten?
Sehr gerne mag ich die Filme  Prinzessin Fantaghiro.


7. Magst du Märchenparodien?
Dazu fallen mir spontan nur die Otto-Filme mit den Zwergen ein. Es ist ganz amüsant, die Filme einmal anzusehen, aber so richtig begeistern kann ich mich nicht dafür.


8. Magst du moderne oder neu erzählte Märchen? 
Ja; die mag ich sehr gerne. Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich die „Liebesmärchen“ von Folke Tegetthoff gelesen, die haben mir sehr gut gefallen. Immer wieder gerne greife ich zu den Büchern von Heinz und Lucy Körner, beispielsweise „Wieviele Farben hat die Sehnsucht?“ oder zu den „Mondsteinmärchen“ von Roland Kübler.



9. Glaubst du an Märchenprinzen und für welchen würdest du dich entscheiden? 
Eigentlich glaube ich im wahren Leben nicht an Märchenprinzen, schade aber wahr.


10. Muss für dich ein Märchen mit 'Es war einmal' anfangen?
Es ist nicht zwingend erforderlich, aber ich finde es immer schön, wenn ein Märchen mit diesem Satz beginnt. Gerade bei Märchen anderer Völker ist dieser Anfang aber gar nicht so üblich.


11. Woher kennst du Märchen? Kassetten? Bücher? Hat man dir vorgelesen?
Als ich klein war, habe ich schon mit großer Faszination in zwei uralten Märchenbüchern meines Vaters  geblättert, der sie auch bereits von seinen Eltern geerbt hatte. Meine Eltern und meine Großmama haben mir auch sehr viel vorgelesen. 

Das ist eines dieser alten Bücher. Wie ihr seht, haben vier Generationen ihre Spuren hinterlassen.
 Besonders haben mich schon immer die Bilder fasziniert. Dieses Buch war ausschlaggebend für mich, möglichst schnell das Lesen (auch der alten deutschen Schrift) zu lernen. 


Später liefen dann manchmal Märchenfilme (damals noch schwarz-weiß) im Fernsehen, ich kann mich erinnern, ganz besonders in der Weihnachtszeit.
In den ersten Schuljahren hatte ich ein Lieblingsbuch: „Meine Märchenwelt“  Das waren allerdings keine klassischen Märchen, sondern Naturmärchen rund ums Jahr, wie beispielsweise „In des Tannenwalds Kinderstube“. Hier konnten die Tiere und Pflanzen sprechen, sogar die Eisblumen am Fenster kamen zu Wort. Ich habe das Buch auch heute noch, aber es ist in einer Truhe mit unseren alten Kinderbüchern verpackt.
Von meinem Großvater habe ich auch noch eine uralte Ausgabe von 1001-Nacht, auch sie ist in alter deutscher Schrift gedruckt. Das Buch gehört zu meinen sehr gehüteten Schätzen, und ich blättere und lese auch heute noch gerne darin.

Hier ein paar Innenansichten

12. Greifst du auch heute noch zu Märchenbüchern?
 Ja, hauptsächlich in der Adventszeit greife ich regelmäßig zu Märchenbüchern. „Dickens“ ist sozusagen Pflichtprogramm, und meine schön bebilderte Ausgabe der „Schneekönigin“, von Esslinger Atelier, ist immer wieder eine Augenweide. Eine Sammlung Grimms Märchen habe ich, ebenfalls von Esslinger Atelier, in der ich gerne schmökere.



Interessant finde ich auch Märchen anderer Völker, beispielsweise arabische Märchen.

13. Würdest du deinen Kindern Märchen vorlesen?
Das kommt auf die jeweiligen Märchen an. Meine Tochter mochte die klassischen Märchen gar nicht. Wenn schon Märchen, dann durfte ich ihr „Pflanzenmärchen“ vorlesen. Falls ich irgendwann in den Genuss kommen sollte, Enkelkinder zu haben, würde ich ihnen schon Märchen vorlesen, aber eine ganz gezielte Auswahl treffen. Wahrscheinlich würde dann auch eher „Meine Märchenwelt“ mit den Tier- und Pflanzenmärchen wieder zum Einsatz kommen.

14. Hältst du Märchen für wichtig? 
Eigentlich schon. Sie gehören einfach zur Kultur, zum Volksgut. Es gibt ja auch viele regionale Märchen oder die Märchen anderer Völker, die jeweils sehr viel über die Kulturen verraten und meist auch eine tiefere Weisheit bergen. Auch gibt es Märchen, die in bestimmten Situationen Stärke vermitteln und Mut machen können.
Dazu fällt mir das Buch "Märchen für mutige Mädchen" von Anja Zimmer ein. Das Buch habe ich vor Jahren auf einem Burgfest für meine Tochter gekauft. Diese Art von Märchen waren auch für sie akzeptabel. Das wären beispielsweise Geschichten, die ich meinen Enkelkindern vorlesen würde, siehe Frage Nr. 13.


15. Warst du schon in einem Märchenpark?
In meiner Kindheit habe ich mit meinen Eltern einen Ausflug zum Märchenwald in Neustadt bei Coburg gemacht. An diesen Tag kann ich mich heute noch gut erinnern.
Auch mit unserer Tochter waren wir viele Jahre später wieder dort. Da Coburg die „Puppenstadt“ ist, haben wir diesen Ausflug mit einem Besuch des Puppenmuseums verknüpft und zugleich den dortigen Puppendoktor aufgesucht, der unserer „kranken“ Puppe zu einer neuen Stimme verholfen hat.
Einen weiteren Märchenpark haben wir auch einmal in Saalburg besucht.

16. Magst du die Disney Märchen?
Manchmal sehe ich mir gerne die Filme an. Besonders gut gefallen mir „Peter Pan“, „Arielle“, „Aladdin“ und „Bambi“ (falls das auch als Märchen durchgeht)


17. Welches Märchenelement ist dir bei einem Märchen sehr wichtig (Rache / Wahre Liebe / Gerechtigkeit) ?
Es ist die Moral von der Geschichte und die Gewissheit bei den meisten Märchen, dass sie gut ausgehen.

18. Welches Märchen würdest du gerne von Disney verfilmt sehen?
Die Prinzessin auf der Erbse

19. Welches Märchen magst du nicht? 
Rumpelstilzchen mag ich gar nicht.

20. Mit welchem Märchen verbindest du die schönsten Erinnerungen?
Mit „Schneewittchen“. Dazu gab es vor vielen Jahren im Kindergarten meiner Tochter eine Märchenaufführung, von den Kindern ganz zauberhaft einstudiert. Tochter hatte die Rolle der Stiefmutter, und hat sie prima gespielt. Alle Eltern der beteiligten Kinder haben damals eine Einladung bekommen, und es war alles sehr stimmungsvoll dekoriert. Die kleinen Schauspieler hatten auch richtig tolle, authentische Gewänder an.

21. Dein Lieblingsmärchenautor?
Jeder Märchenautor hat schöne und weniger schöne Werke, darum fällt es mir nicht leicht, einen Lieblingsautor zu nennen. Aber ich tendiere eher zu Andersen, da gibt es mehr Märchen, die mir gefallen. Auch die Märchen von Astrid Lindgren mag ich sehr, und besonders in der Weihnachtszeit liebe ich Charles Dickens. Von ihm habe ich ein ganzes Buch, nur mit Weihnachtsmärchen. 


So, das waren meine Antworten zum Märchen-Tag. Vielleicht haben einige von euch Lust, mitzumachen, dann fühlt euch getaggt. Über eine Rückmeldung im Fall einer Teilnahme am Tag würde ich mich freuen, denn ich bin neugierig, wie ihr zu Märchen steht.