Samstag, 4. Juli 2009

Arie der Liebe - Stefanie Kremar



Kurzbeschreibung
1843: Die 16-jährige Christina von Breitenheim ist tief enttäuscht, als ihre Jugendliebe Alexander sie zurückweist. Verletzt und ihrer Träume beraubt, beschließt sie, der Männerwelt abzuschwören. Jahre später ist sie eine erfolgreiche Sängerin - Angel de Jour - und trifft Alex auf ihrer Tournee quer durch Amerika wieder. Dieser erkennt seine Jugendfreundin jedoch nicht, ist von der jungen Sängerin aber sofort angetan und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch Christina kann die Schmach von damals nicht vergessen.
Wird sie ihre Angst vor einer erneuten Verletzung überwinden und ihr Herz für Alex noch einmal öffnen können?

Meine Meinung: * * * *
Das Buch hält einige Überraschungen für den Leser bereit. Wenn man sich das Coverbild betrachtet und den Titel liest, erwartet man ganz sicher nicht, einen Roman im Western-Millieu im 19. Jahrhundert zu lesen. Zwar sind die Protagonisten ursprünglich Deutsche, aber ein Großteil der Handlung spielt sich in Amerika ab. Die Autorin schreibt sehr natürlich und flüssig, ihre Protagonisten erweckt sie in ihrer Erzählung sehr plastisch zum Leben. Christina ist eine äußerst kapriziöse Heldin, bei der man nie weiß, wie sie sich in einer Situation verhält. Auch Alex kann ihre Handlungen und Reaktionen nicht berechnen und deuten. Ihr ehemaliger Jugendfreund hat sie einst sehr enttäuscht und verletzt, und das läßt sie ihn lange Zeit immer wieder deutlich spüren. Er wiederum zeichnet sich häufig durch mangelndes Feingefühl aus. Stefanie Kremar gelingt es, die Handlung immer wieder so auf- und auszubauen, dass sich überraschende Wendungen und interessante Lösungen zeigen. Es gibt viele Nebencharaktere, die fast alle sehr detailliert, sympathisch und ausführlich beschrieben sind, was mir gut gefallen hat.
Mit Christina hatte ich anfangs so meine Probleme, da sie sich oft sehr zickig verhält. Aber letztendlich hat sie ein großes Herz, was sie liebenswert macht und über so manche Szene hinwegsehen läßt. Insgesamt fand ich den Roman sehr gelungen, kurzweilig und unterhaltsam.

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