Sonntag, 2. November 2008

Junipers Spiel - Sherryl Jordan



Klappentext:
Die 14-jährige Juniper besitzt ein außergewöhnliches Talent: Sie kann Gedanken übertragen. Als sie entdeckt, wie gut ihr schüchterner Mitschüler Dylan zeichnen kann, überredet sie ihn zu einem Experiment: Er soll malen, was sie ihm gedanklich übermittelt. Und Dylan bringt ihre Perspektive so präzise zu Papier, dass Juniper sich entschließt, ihn auch an ihren gedanklichen Zeitreisen ins Mittelalter teilhaben zu lassen. Juniper fühlt sich dort auf magische Weise mit einer jungen Frau verbunden, einer Art Seelenverwandten. Doch als diese junge Frau als Hexe angeklagt wird, hat das auch auf Juniper ungeahnte Auswirkungen....

Eine mitreißende mystisch-phantastische Geschichte von der Erfolgsautorin Sherryl Jordan. Ausgezeichnet mit dem Buxtehuder Bullen.

Meine Meinung: *****
Wenn ich ein Buch von Sherryl Jordan zur Hand nehme, tue ich das schon mit einer gewissen Erwartungshaltung, und ich wurde bisher noch nie enttäuscht!
Die Rahmengeschichte handelt von zwei Jugendlichen, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind, sowohl von ihrem Äußeren als auch vom ganzen Umfeld.


Da ist Juniper, ein sehr attraktives junges Mädchen mit einer tollen Ausstrahlung, von Jungs umschwärmt und von allen gerne gemocht. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem interessanten Haus, einem Pfahlbau aus Naturholz, mit außergewöhnlicher Einrichtung. Juniper beschäftigt sich gerne mit dem Mittelalter, was soweit geht, dass sie den Boden ihres Zimmers mit Stroh und Kräutern ausstreut. An den Wänden hat sie keine Poster von Popstars sondern Bilder mittelalterlicher Szenen, Gebäude und eines von der Jungfrau von Orleans. Ihr Freund Kingsley, ein ziemlicher Chauvi, ebenfalls sehr attraktiv, hat kaum Verständnis für alles Übersinnliche, für ihre telepathischen Fähigkeiten und für ihre Interessen. Er fühlt sich bereits überfordert, wenn er bei ihr anruft und sie schon vorher weiß, dass er am Apparat ist.
Und Dylan, der schüchterne unscheinbare Außenseiter, dessen Vater arbeitslos ist und seine Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Während die Mutter das Haus und Dylans jüngere Schwestern versorgt, geht ihr Mann fremd. Als sie es erfährt, verläßt sie ihre Familie, und Dylan muss noch mehr Verantwortung im Haushalt übernehmen.
Zufällig entdeckt Juniper, dass Dylan ein sehr guter Maler ist, und sie weiht ihn in eine Idee ein. In seiner absoluten Bewunderung für das Mädchen willigt er ein, Bilder zu malen, die ihm Juniper mit Gedankenübertragung übermittelt. Nach einigen erfolgreichen Aktionen begeben sich die beiden auf riskantes Terrain. Juniper macht per Meditation Zeitreisen in die Vergangenheit und übermittelt Dylan Situationen aus dem Mittelalter. In ihren Visionen kommt immer wieder eine junge Frau vor, mit der sich Juniper auf unerklärliche Weise verbunden fühlt.
Juniper und Dylan kommen sich durch ihre gemeinsamen Aktionen auch menschlich näher, und es entwickelt sich ganz langsam eine zarte und wunderschöne Romanze.

Die Autorin beschreibt ihn diesem Roman eine Theorie, nach der es eine Zeit, wie wir sie messen, gar nicht gibt und dadurch eine Zeitreise möglich erscheint. Ich fand die Geschichte äußerst faszinierend. Die Protagonisten sind alle interessante Charaktere und sehr intensiv beschrieben. Ich habe das Buch geradezu verschlungen und die ganze Geschichte mit Juniper und Dylan fast miterlebt. Zu viel möchte ich nicht verraten, aber alles findet einen sehr bewegenden Abschluss.

Kommentare:

  1. Ooh, endlich jemand, der anscheinend Sherryl Jordan genauso gern hat wie ich. Schön, damit hätte ich nicht gerechnet.
    Welche Bücher fandest du denn bisher am besten von ihr?

    LG,
    bartimaeus

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  2. Von mir aus können wir die Unterhaltung auch nur hier fortsetzen, über die Blogs hinweg wird es unübersichtlich. ;-)

    Ich mochte besonders gerne "Die Meister der Zitadelle", Gabriel als Heiler war eine tolle Hauptfigur. Schade, dass die Fortsetzung "Avala" nicht ganz daran anknüpfen konnte.

    "Flüsternde Hände" habe ich vor längerer Zeit gelesen, mir hat es gefallen, ich weiß nur nicht mehr, wie sehr.

    Kennst du die Geschichte um Jing-Wei? Die habe ich noch nicht gelesen.

    Liebe Grüße,
    bartimaeus

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  3. Hallo Bartimaeus,
    "Die Meister der Zitadelle" habe ich mir erst vor ein paar Wochen bei Jokers bestellt, liegt noch auf meinem SuB. Jing-Wei fehlt mir noch ganz in meiner Sammlung. Ich habe ansonsten noch "Tanit die Wolfsfrau" gelesen, das Buch finde ich auch ganz toll. Nur "Elsha, Rebellin und Seherin" hat mich nicht ganz so begeistert.
    Liebe Grüße
    Susanne

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