Sonntag, 26. Dezember 2010

Der Weihnachtshund - Daniel Glattauer


Weihnachten naht, und Max kann dem Fest der Liebe überhaupt nichts abgewinnen. Er möchte über die Feiertage verreisen, aber da gibt es ein Problem, und das heißt Kurt. Kurt ist Max' Hund, ein phlegmatischer Deutsch-Drahthaar. Für ihn sucht Max ein Ersatz-Frauchen, bei dem er seinen Vierbeiner für die Zeit des Urlaubs in Pflege geben kann.
Katrin ist ebenfalls ein Weihnachts-Muffel. Sie wird am 24. Dezember dreißig und hat ganz und gar keine Lust, diesen Tag mit ihren Eltern und deren "Wahl-Schwiegersohn" Aurelius zu verbringen. Eigentlich ist Katrin nicht sonderlich begeistert von Hunden, aber als sie Kurt kennen lernt, kommt ihr die Idee, in über Weihnachten in Pflege zu nehmen und dadurch dem familiären Zusammentreffen entfliehen zu können, denn ihr Vater hat eine Hunde-Allergie. Während der kalten und ungemütlichen Dezembertage kommt Katrin nicht nur Kurt näher, sonder auch seinem Herrchen ;-)

Egal unter welchen Gesichtspunkten man dieses Buch liest, es ist auf jeden Fall sehr vergnüglich. Weihnachts-Hasser werden sich vielleicht in einem der Protagonisten wiederfinden, und auch diejenigen, die Weihnachten und die vorausgehende Adventszeit lieben, kommen sicher auf ihre Kosten. Da die Geschichte genau in 24 Portionen eingeteilt ist, kann man sie häppchenweise als literarischen Adventskalender genießen. Ich habe den "Weihnachtshund" als Adventskalender genutzt und wirklich jeden Tag nur ein kleines Kapitel gelesen. Auf diese Weise hat mich das Büchlein durch die gesamte Adventszeit begleitet, was die Spannung der Story etwas erhöht hat, denn man freut sich immer darauf, wie es wohl weitergeht. In einem Stück gelesen, hätte mir die Geschichte wahrscheinlich nicht ganz so gut gefallen, denn ab und zu kommen doch ein paar Längen oder Wiederholungen vor. Auch wird das Verhalten der Protagonisten schon etwas überspitzt dargestellt. Wenn man die Story jedoch nicht allzu tierisch ernst nimmt, kann man sich auf einen richtigen "Glattauer" freuen, mit den typischen sympathischen Wortspielereien, wenn er auch nicht an "Gut gegen Nordwind" oder "Alle sieben Wellen" heranreicht. Aber mit kleinen Abstrichen kann man durchaus kurzweilige Lesestunden in der Adventszeit genießen und dabei Kurts Geheimnis auf die Spur kommen. Der Schluss hat nicht unbedingt die ultimative Überraschung zu bieten, aber das Happy End ist sozusagen unausweichlich und bildet an Heiligabend ein schönes und harmonisches Finale, wie man es von einer weihnachtlichen Geschichte erwartet.

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