Dienstag, 22. Juni 2010

Retter meines Herzens - Marjorie Jones


Kurzbeschreibung:
England 1243: Devlin Barnett, Lord of Ravenstone und ein treuer Diener König Henrys, fällt schwer verletzt in die Hände des schottischen Clans Douglas. Dort wird er hingebungsvoll von einer wunderschönen jungen Frau gepflegt, die ungekannte Leidenschaft in ihm erwachen lässt. Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn Meghan ist die Tochter seines verhassten Ziehbruders Morven, der ihm das wertvolle Schwert seines Vaters geraubt hat. Kann er beides für sich gewinnen - das Schwert und die Liebe?

Meine Meinung: * * *
Furchtbaren Erlebnissen in seiner Vergangenheit ist es zuzuschreiben, dass der Lord of Ravenstone niemandem mehr vertrauen kann. Um das Schwert seines Vaters zurückzuholen, zieht Devlin in den Krieg, gegen den schottischen Clan seines Stiefbruders. Schwer verletzt pflegt ihn dort die schöne Meghan. Sie weiß nicht, dass sie den Lord of Ravenstone vor sich hat und verliebt sich in den attraktiven Ritter. Leider zeigt sich dieser durchgehend sturköpfig und stellt sich an wie der letzte Trottel. Obwohl er bald merkt, dass er Meghans Gefühle erwidert, möchte er das vor sich und der Welt nicht zugeben. Es ist eine recht typische Konstellation: Verbitterter, enttäuschter Mann trifft herzensgutes Mädchen mit einem schnippischen Mundwerk. Leider sind die Extreme so krass geschildert, dass es fast wie eine Parodie wirkt. Devlins Verhalten hat mich mit der Zeit doch etwas genervt. Dazu kommt, dass die Handlung während der ersten 150 Seiten sehr träge dahinplätschert, eigentlich wird hier nur ausführlich die hingebungsvolle Krankenpflege geschildert, die Meghan dem stolzen und unnahbaren Ritter angedeihen lässt. Auch die Wortwahl ist zum Teil etwas unglücklich, manche Begriffe wirken einfach zu modern und passen nicht ins 13. Jahrhundert. Die Beschreibung des historischen Hintergrunds und der damaligen Lebensumstände ist recht nett zu lesen, konnte aber nicht wirklich überzeugen.

1 Kommentar:

  1. Schade. Ich dachte beim Anblick des Buches nämlich, dass ich auch gerne mal wieder einen schönen Nackenbeißer lesen würde. Aber dann sollte ich mir wohl lieber einen anderen aussuchen *g*

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