Montag, 31. August 2009

Das Ebenbild der Königin - Rebecca Michéle




Kurzbeschreibung
In den Wirren um die Nachfolge König Heinrichs VIII. gerät die junge Waise Margret in einen Strudel von Intrigen und politischen Machenschaften. Ihre Ähnlichkeit mit Prinzessin Elisabeth, der Tochter Heinrichs, wird ihr dabei ebenso zum Verhängnis wie ein wertvolles Medaillon ihrer Mutter.

Die Autorin schreibt über ihr Buch:
Im "Ebenbild der Königin" habe ich versucht, einen wichtigen Teil der englischen Geschichte mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen. Obwohl sich der Stoff auf historisch fundiertem Boden befindet, handelt es sich bei dem Buch um einen lebendigen Roman voll mitreißender Dramatik und Leidenschaft, der vor dem Hintergrund skrupelloser Machtpolitik und Ränke um Herrschaft spielt. Die beschriebenen Lebensumstände, Sitten, Gebräuche, Kleidung oder Nahrung sind von mir allesamt gründlich recherchiert. Ein buch, dass man sich -wenn man sich für England und die Geschichte interessiert - nicht entgehen lassen sollte.

Meine Meinung: * * * *
Der Roman spielt im Elisabethanischen Zeitalter, und die ausgewogene Mischung aus historischen Details und Fiktion hat mir sehr gut gefallen. Rebecca Michéle hat einen angenehmen, flüssig zu lesenden Schreibstil, und besonders Margret war mir sofort sympathisch. Nicht so gut kommt in Sachen Sympathie bei mir Con weg, erst ziemlich am Ende der Geschichte konnte ich seine Beweggründe verstehen, wenn mir auch nicht alles an seinen Handlungen gefallen hat. Soweit ich es beurteilen und überblicken konnte, hat die Autorin gründlich und gut recherchiert, was die historischen Personen und Tatsachen angeht.
Allerdings hätte für meinen Geschmack das Buch etwas umfangreicher sein können, so mancher Abschnitt gibt die Handlung fast im Zeitraffer wieder. Dadurch wirkt einiges etwas oberflächlich. Auf jeden Fall kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Das Buch liest sich sehr schnell.

1 Kommentar:

  1. Ich habe vor vielen Jahren mal ein Buch von R. Michele gelesen und ich kann mich erinnern, dass mich da auch das mit dem "Zeitraffer", also dieses husch-husch gestört hat.
    Zu einer Interviewfrage vor ca. zwei Jahren sagte sie leider nein, da sie seit der Geburt ihrer Kinder nicht mehr schreibe. Das scheint sich geändert zu haben. Oder sind das alles Neuauflagen?

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