Montag, 26. Januar 2009

A Long Way Down - Nick Hornby

Kurzbeschreibung:
Man kann sich einfach nicht in Ruhe umbringen, wenn andere dabei zusehen. Und so kommt es, dass die vier Lebensmüden, die sich Silvester auf dem Dach eines Hochhauses begegnen, nicht springen, sondern sich gegenseitig ihre Geschichten erzählen: die Hausfrau Maureen, der ehemals berühmte Talkmaster Martin, das ebenso aufmüpfige wie unverstandene Mädchen Jess und der glücklose Musiker JJ. Die vier verabreden, mit dem finalen Sprung bis zum Valentinstag zu warten - und so findet eine Gruppe von Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die einander doch auf wundersame Weise zu helfen wissen ...

"Ein wunderbares Buch, man lacht, denkt nach - und am Ende kommen einem sogar die Tränen" Galore



Meine Meinung: * *
Auf meinem Exemplar ist ein Aufkleber: "Der Bestseller". Jetzt, nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, überlege ich ernsthaft, was diesen Roman so erfolgreich macht.
Vorab habe ich schon einige Kritiken gelesen und festgestellt, dass die Leserschaft doch recht gespalten ist. Manche finden die Geschichte toll, andere können nichts damit anfangen. Ich muss sagen, ich bewege mich irgendwo dazwischen.
Ausgangspunkt ist das Dach eines Hochhauses, auf dem sich in der Silvesternacht vier suizidgefährdete Personen zufällig treffen. Alle haben eigentlich vor, sich vom Dach in die Tiefe zu stürzen. Anfangs ist jeder für sich genervt, in seinem Vorhaben gebremst worden zu sein, aber letztendlich verlassen alle zusammen das Hochhaus und verabreden, ihr Vorhaben bis zum Valentinstag zu verschieben. In der Zwischenzeit treffen sich die völlig verschiedenen Leute immer wieder und tauschen Erfahrungen über ihre ganz unterschiedlichen Lebensbereiche aus. Das Buch ist in drei große Kapitel eingeteilt, und die vier Protagonisten erzählen immer abwechselnd in der Ich-Form. War der erste Teil noch recht interessant zu lesen, wenn auch für meinen Geschmack größtenteils mit einem Humor erzählt, den ich absolut nicht witzig finden konnte, aber den Mittelteil fand ich absolut langgezogen, eine wirre Aneinanderreihung von leerem Gelaber. Selten hat mich ein Buch so gelangweilt, und nur meinem (fast) unerschütterlichen Optimismus habe ich es zu verdanken, dass ich das Buch nicht mittendrin abgebrochen habe. Besonders die Passagen aus der Sicht der 18-jährigen Jess und des Musikers JJ fand ich sprachlich sehr gewöhnungsbedürftig, da die Ausdrucksweise sehr zu wünschen übrig ließ. Ich habe nichts gegen gelegentliche Kraftausdrücke einzuwenden, aber wenn man Seitenweise nur Fäkal-Ausdrücke liest, finde ich das absolut nicht witzig, geschweige denn lesbar. Interessant fand ich meist nur die Abschnitte aus Maureens Sicht. Ansonsten wirkten die Probleme recht konstruiert. Die von Galore versprochene Wirkung setzte bei mir jedenfalls nicht ein. Ich mußte weder lachen, noch kamen mir die Tränen. Und um darüber nachzudenken, fehlte meiner Meinung nach der Geschichte die Ernsthaftigkeit, die dem Thema eigentlich zukommen würde. Alles in allem - nicht mein Ding.

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