Donnerstag, 1. Oktober 2009

Verstohlene Küsse - Amanda Quick



Kurzbeschreibung
Zwei gravierende Fehler machen der bezaubernden Emma Greyson zu schaffen: Sie mit mittellos, und sie kann sich eine eigene Meinung einfach nicht verkneifen. Den listenreich erschwindelten Job als Gesellschafterin der exzentrischen Lady Mayfield möchte sie deshalb gerne behalten. Aber dieser zwielichtige, verführerische Chilton Crane mit seinen gefährlichen Geheimnissen stört ihre tugendhaften Bemühungen ganz gewaltig ...

Meine Meinung: * * * *
Dieser Roman ist meiner Meinung nach typisch für die Geschichten von Amanda Quick: Eine kecke, oft ein wenig zu mutige Heldin, die den Mann ihrer Träume immer wieder an den Rand der Verzweiflung bringt, weil sie möglichst alles im Alleingang bewältigen möchte. Die junge Emma Greyson gerät, als Gesellschafterin von Lady Mayfield, während einer Landpartie auf Ware-Castle, schnell in eine verzwickte Situation. Als Chilton Crane umgebracht wird und Emma in Verdacht gerät, kann ihr nur der geheimnisvolle Edison helfen, indem er ihr ein Alibi verschafft: er gibt ihre Verlobung bekannt. Tatsächlich ist er ihr Auftraggeber, und Emma geht die ganze Sache sehr geschäftsmäßig an. Aber im Lauf der Geschichte kommen sich Chef und Angestellte schnell näher ;-)
Insgesamt gefällt mir der Schreibstil der Autorin. Die Erzählung ist spritzig, hat Witz und Spannung, und die Wortgefechte der Protagonisten sind häufig sehr amüsant. Die Liebesgeschichte steht nicht direkt im Vordergrund, denn es gilt, so nebenbei einige rätselhafte Morde aufzuklären. Dass die Autorin für ihre Story einen geheimnisvollen Orden (Vanza) und sogar eine Insel (Vanzagara) erfunden hat, stört mich nicht, das finde ich eher reizvoll. Es gibt der ganzen Geschichte einen etwas exotischen Anstrich und verleiht Edison eine gewisse Aura.
Gestört hat mich der dauernde Wechsel der Anrede, denn Emma kann sich anscheinend nicht entscheiden, ob sie Edison duzen oder siezen soll. Durch fehlerhafte Groß- und Kleinschreibung wird mancher Abschnitt daher etwas verwirrend. Hier muss man so manchen Satz doppelt lesen, was ich als etwas ärgerlich empfand. Außerdem muss ich wieder einmal das Cover bemängeln. Der männliche Held mag vielleicht mit der Beschreibung im Buch übereinstimmen, aber die Protagonistin ist rothaarig und nicht blond, und die Handlung spielt nicht in Schottland, wie das Titelbild eindeutig verspricht.

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