Samstag, 10. Oktober 2009

Der Ruf des Feuers - Victoria Thompson




Kurzbeschreibung:
In Bittercreek, Texas, herrscht ausgesprochener Frauenmangel. Für Isabel Forester, die junge Lehrerin, beginnt eine Zeit fortdauernder Irritationen. Als sie in dem kleinen Ort im Wilden Westen eintrifft, versuchen sich alle unverheirateten Männer an die attraktive Frau heranzumachen. Isabel weist alle zurück - bis auf einen, der ihr Herz im Sturm erobern könnte.....

Meine Meinung: * * * *
Einer Anmerkung der Autorin am Ende des Buchs habe ich entnommen, dass der historische Liebesroman nicht gerade das Haupt-Genre von Victoria Thompson ist. Da ihr eigener Großvater selbst praktizierender Schmied war, hat sich sich eingehend mit der Schmiedekunst auseinandergesetzt, was man immer wieder beim Lesen spürt.
Ihre Protagonisten sind eigentlich untypisch, sie beschreibt in ihrem Roman keine Superhelden, sondern ganz normale Menschen mit all ihren Fehlern und Sorgen. Eben, der Dorfschmied, ist allein erziehender Vater einer halbwüchsigen Tochter, die ihn immer wieder an den Rand der Verzweiflung bringt.
Isabel Forester kommt als Lehrerin nach Bittercreek. Als Pfarrerstochter wurde sie zu Bescheidenheit, Zurückhaltung und Tugendhaftigkeit erzogen, und nach dem Tod ihrer Eltern hat sie das Gefühl, eine große Veränderung in ihrem Leben zu brauchen, um frei zu sein.
Zu ihrem großen Erstaunen wird die junge Frau mit Heiratsanträgen geradezu überschüttet. Sie verhält sich ihren Verehrern gegenüber sittsam und kühl, nur Eben geistert ihr von Anfang an im Kopf herum. Isabel und Eben lieben einander, aber durch beider mangelndes Selbstwertgefühl stehen sie ihrem Glück gegenseitig im Weg. Stetige "Hilfe" durch die lieben Mitmenschen macht die Geschichte nicht gerade einfacher. Der Roman ist sehr lebendig, humorvoll und warmherzig geschrieben. Ebens etwas tollpatschiger Charme und Isabels Unsicherheit machen die beiden zu einem liebenswerten Paar, auch wenn sie sich öfters etwas dämlich benehmen ;-) Ich habe mich sehr gut beim Lesen unterhalten, mußte immer wieder über die Aktionen schmunzeln.

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