Freitag, 14. August 2009

Im Bann des Vampirs - Karen Marie Moning



Kurzbeschreibung:
Die junge Amerikanerin MacKayla Lane interessiert sich vor allem für Mode und Popsongs - bis eines Tages ihre Schwester Alina in Dublin brutal ermordet wird. MacKayla beschließt, selbst nach dem Mörder ihrer Schwester zu suchen. In Irland stellt sie erschrocken fest, dass sie Vampire sehen kann, die eine fatale erotische Anziehungskraft auf sie ausüben. Glücklicherweise trifft sie den Buchhändler Jericho Barrons, der sich mit Dämonen und Vampiren bestens auskennt. Während sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen, funkt es gewaltig zwischen Mac und Jericho.

Meine Meinung: * * * *
Wer hinter dem Titel einen Vampir-Roman vermutet, wird ganz sicher erstaunt, vielleicht sogar enttäuscht sein. Mir ist bis zuletzt nicht klar geworden, wieso der Originaltitel "Darkfever" nicht einfach übersetzt wurde. Ein Vampir kommt im Roman eigentlich nur am Rande vor. Wer vielleicht dann auch noch einen paranormalen Liebesroman erwartet, ist mit diesem Buch völlig auf dem Holzweg. Von "gewaltig funken" zwischen Mac und Jericho kann eigentlich bisher nicht die Rede sein. Es gibt zwar einige erotische Szenen im Buch, aber die sind einem bestimmten Feenwesen zuzuschreiben.
Auf der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester trifft MacKayla nicht nur den Buchhändler Jericho Barrons, sondern sie findet sich in einer unheimlichen Szenerie mitten in Dublin wieder. Da gibt es ganze Straßenzüge, die einfach in Vergessenheit geraten sind. Und dort treiben scharenweise Unseelie (böse Feenwesen) ihr Unwesen. Das ganze Buch beschäftigt sich eigentlich fast ausschließlich mit Mac's Suche nach dem Mörder und ihren Erfahrungen mit den dunklen Wesen. Der kecke Schreibstil ist wiederum typisch Moning. Die Protagonistin erzählt in der Ich-Form, beschreibt ihre Wandlung von der modebewußten Blondine, die Pink über alles liebt, zur dunklen, racheerfüllten Site-Seherin mit Mordambitionen. Ihre Haarfarbe ändert Mac also nicht nur äußerlich, sondern es vollzieht sich eine grundlegende Änderung mit ihr, was sie teilweise voller Selbstironie schildert. Durch die fast durchgehend frech-lockere Schreibweise läßt sich das Buch angenehm zügig und kurzweilig lesen. Allerdings muss ich eine massive Kritik anbringen: die Geschichte hat ein völlig offenes Ende. Insgesamt soll es eine Reihe von voraussichtlich sechs Büchern geben, und ich habe meine Zweifel, ob die ganze Angelegenheit genügend Stoff dafür hergibt. Zwar kommen in letzter Zeit immer häufiger Buchreihen dieser Art auf den Markt, aber glücklicherweise sind bei den meisten doch die einzelnen Bände für sich zu lesen und haben eine halbwegs abgeschlossene Handlung. Aber hier wird man gewaltig auf die Folter gespannt, wenn man wissen möchte, wie es weitergeht, denn bisher ist nur Band 2 auf Deutsch erschienen, und dann muss man lange auf die Fortsetzung warten. Für mein Empfinden bleiben hier einfach zu viele Fragen offen.

Kommentare:

  1. Liebe Susanne,
    ich bedanke mich ganz herzlich für Deinen netten Kommentar in meinem Blog! Möchte Dir auch ein paar liebe Wochenendgrüßle hier lassen:
    Monika

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  2. Ich kenne Teil 1 nicht, sondern habe mit Buch 2 angefangen, das gab es bei vorablesen.de. Ich will Dir zwar nicht die Spannung nehmen, aber auch dort kommt kein Vampir vor. Und das Ende ist offen. Doch das muss wohl so sein in einer Reihe ...
    Teil 3 müsste eigentlich schon auf dem Marsch sein, wenn ich nicht irre, aber ehe wir Teil 6 lesen dürfen vergehen sicher einige Jahre, das stimmt schon.
    Mir hat Teil 2 eigentlich recht gefallen, wenn mich auch die vielen begriffe verwirrt haben.

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