Samstag, 14. März 2009

Der goldene Reif - Hildegard Burri-Bayer



Kurzbeschreibung:
Als die Kunsthistorikerin Miriam bei einem Besuch in ihrem Geburtshaus in Schottland Briefe ihrer verstorbenen Mutter entdeckt, ist sie fassungslos: Ihr wirklicher Vater soll im ersten Jahrhundert nach Christus gelebt haben und ihre Mutter nach seinem Tod im 20. Jahrhundert gelandet sein! Endlich versteht Miriam die seltsamen Träume, die sie seit Jahren quälen, und begibt sich in die Grampian Mountains. Als sie einen geheimnisvollen Halsreif umlegt, findet sich Miriam plötzlich im Jahre 84 nach Christus wieder - und verliebt sich unsterblich in einen römischen Feldherrn ...


Meine Meinung: * * *

Eigentlich lese ich gerne Zeitreise-Romane, und der Klappentext hat mich gleich angesprochen. Leider wurde ich dann enttäuscht. Zwar mag der historische Teil des Romans gut recherchiert sein, aber insgesamt empfand ich die Geschichte als zu oberflächlich, die Charaktere und ihre Handlungen unglaubwürdig. So richtig warm bin ich mit den Protagonisten nicht geworden. Drei Zeitreisende landen in Schottland, 84 Jahre nach Christus, und keiner wundert sich, dass die drei Fremden völlig anders angezogen sind. Bei einem Überfall durch die Römer werden Miriam und ihre beiden männlichen Begleiter von einer Gruppe schottischer Krieger gerettet, und Miriam verliebt sich sofort in den schottischen Stammesfürsten (nicht in einen römischen Feldherrn, wie es in der Kurzbeschreibung steht). Liebe auf den ersten Blick, auf Gegenseitigkeit beruhend, ohne dass ein einziges Wort zwischen den beiden gefallen ist??? Naja, wer's glaubt.....
Miriam geht auch ziemlich mit ihren Zeitreise-Erfahrungen hausieren, und die Überraschung und Skepsis der eingeweihten Personen hält sich immer sehr in Grenzen. Das ganze wird abgehandelt als würde es sich nur mal um eine Urlaubsreise handeln und sei selbstverständlich. Im letzten Drittel wird es ein wenig interessanter und ausführlicher, aber diese Tatsache konnte mich nicht über 200 Seiten Enttäuschung hinwegtrösten.

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