Mittwoch, 31. Dezember 2014

Fest der Herzen - Linda Lael Miller

Dieser Band enthält zwei Geschichten, hier die Kurzbeschreibungen.
  1. Geständnis unterm Weihnachtsbaum:
    Ob verirrtes Rentier, depressives Pony oder der ältere Herr, der sich für den Weihnachtsmann hält: Nichts davon kann die hilfsbereite Tierärztin Olivia O´Ballivan erschüttern. Das schafft nur ihr neuer Nachbar Tanner Quinn mit seinem Charme. Doch der gefragte Architekt bleibt nie lange an einem Ort. Für ihn ist das Projekt im verschlafenen Stone Creek bloß ein Zwischenspiel. Auch seine Nacht mit Olivia?
  2. Schicksalstage – Liebesnächte:
    Ashley O´Ballivan ist hübsch, liebenswert und erfolgreich - aber immer noch Single. Und gar nicht glücklich darüber. Besonders in der besinnlichen Weihnachtszeit träumt sie davon, romantische Stunden mit dem Mann ihres Lebens zu verbringen. Allerdings sieht es nicht so aus, als ob dieser Traum sich bald erfüllen würde - oder? Denn überraschend kehrt ihre große Liebe Jack McCall nach Stone Creek zurück ...

Mein Eindruck:
Die beiden Geschichten sind jeweils in sich abgeschlossen, gehören aber doch in gewisser Weise zusammen, denn jede handelt von einer O'Ballivan Schwester. Es tauchen die meisten Charaktere in beiden Storys auf.
Obwohl auch die Umgebung größtenteils gleich ist, so sind die Geschichten doch recht unterschiedlich. Die erste, in der es hauptsächlich um die Tierärztin Olivia geht, hat etwas Irreales, denn Olivia ist fast so etwas wie ein weiblicher Dr. Dolittle; sie kann mit den Tieren kommunizieren, was in ihrer Umgebung häufig zu irritierten Blicken oder offener Belustigung führt. Im Verlauf der Handlung begegnet sie nicht nur ihrem anziehenden neuen Nachbarn Tanner Quinn, sondern sie findet in der Nähe ihres Hauses auch ein waschechtes Rentier, und als sie dessen Besitzer, einen Weihnachtsbaumverkäufer, findet, stellt sich dieser als Kris Kringle vor. Naja, das war dann doch ein wenig dick aufgetragen.
In der zweiten Geschichte, in der Olivias Schwester Ashley die Hauptrolle spielt und die ein Jahr später, wieder um die Weihnachtszeit, spielt, entwickelt sich die Handlung alles andere als romantisch, denn Jack McCall, Ashleys alte Liebe, taucht plötzlich wieder bei ihr auf. Jack ist eine Art Geheimagent, und er ist schwer krank. Diesmal entwickelt sich die Handlung nicht märchenhaft-romantisch, sondern eher bedrohlich, schon fast in Richtung Agententhriller.

Die beiden Romane haben nicht nur Protagonisten und Hintergrund gemeinsam, sondern sie wirkten auf mich beide nicht unbedingt realistisch, so unterschiedlich sie sich auch entwickeln. Der Schreibstil der Autorin ist zwar sehr kurzweilig, und ich habe das Buch auch mit Vergnügen gelesen, aber völlig überzeugen konnte es mich nicht, denn manches wirkte doch ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Trotzdem war die Lektüre insgesamt recht vergnüglich und gerade richtig für die Weihnachtszeit.

 bis 


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