Freitag, 4. April 2014

Frühlingsträume - Nora Roberts


Klappentext:
Gemeinsam mit ihren Freundinnen Parker, Laurel und Emma betreibt Mac eine erfolgreiche Hochzeitsagentur. Sie lebt und arbeitet mit den drei wichtigsten Menschen in ihrem Leben – wozu braucht sie da noch einen Mann? Doch als Mac den charmanten und intelligenten Carter trifft, gerät ihr so gut ausbalanciertes Leben ins Wanken. Gibt es die große und ewige Liebe wirklich?

Meine Meinung:
Es ist faszinierend, wie es der Autorin gelingt, mit relativ wenig Handlung einen Roman zu schreiben, der über vierhundert Seiten umfasst und doch nicht langatmig wirkt. Im ersten Band der Jahreszeiten-Tetralogie geht es hauptsächlich um die Fotografin Mac, die mit ihren drei Freundinnen Emma, Laurel und Parker zusammen ein erfolgreiches Hochzeitsunternehmen betreibt. Das große Anwesen, das Parker geerbt hat, ist nicht nur eine stilvolle Kulisse für ihre Events, sondern bietet ihnen auch einen privaten Lebensraum. Jede der vier Frauen hat ihren eigenen Wohnbereich. Mac fühlt sich wohl mit ihrer Arbeit und in der Gemeinschaft mit den Freundinnen, die füreinander da sind und die sie als ihre Familie betrachtet. Als sie den gut aussehenden Englischlehrer Carter kennenlernt, ist es um ihr Herz geschehen. Allerdings will sie das absolut nicht wahrhaben, denn sie glaubt nicht wirklich an die Liebe, und ein fester Partner hat in ihrer Vorstellung vom Leben keinen Platz.

Nora Roberts hat für ihre vier sympathischen Protagonistinnen eine Idylle geschaffen. In erster Linie ihre Freundschaft, aber auch das Anwesen, wo sie gemeinsam wohnen und arbeiten, bietet ihnen Sicherheit und in gewissem Sinn auch Geborgenheit. Wenn eine von ihnen Kummer hat, sind die anderen für sie da, eine wunderschöne Vorstellung, wenn ich auch denke, dass diese Art starker Verbundenheit im realen Leben eher selten vorkommt. 
Die Handlung verläuft größtenteils harmonisch, was dem Roman einen Wohlfühlcharakter verleiht, denn die „kritischen“ Szenen sind relativ gering gehalten. Die meisten der vorkommenden Charaktere sind angenehme Zeitgenossen, allen voran der ebenso intelligente wie attraktive und absolut gutmütige Carter. Bis auf einige Probleme mit dessen exzentrischer Exfreundin und Macs Mutter, die sich wie ein verzogenes Kind benimmt, vermittelt der Roman viel Romantik, jede Menge Harmonie und Wohlgefühl. Das macht ihn zu einem kurzweiligen und entspannenden Lesestoff, beispielsweise für einen gemütlichen Kuschelabend, für die Badewanne oder ein Wellness-Wochenende. Er liest sich flott, unterhaltsam und sehr nervenschonend. Man sollte keine anspruchsvolle Lektüre erwarten, sondern einfach nur lesen und genießen.



Kommentare:

  1. Nora Roberts ist eine Autorin, die ich gar nicht lese. In unserer Bücherei stapeln sich ihre Bücher...da gibt es viele Fans..und mich ärgert immer wieder dass unglaubliche 4 Regalreihen nur von einer Autorin vollgestopft sind...plus noch zwei Regale mit ihren Krimis unter dem Pseudonym J.D. Robb. Mir liegen ihre Bücher nicht wirklich....sorry!
    LG Martina

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  2. Hallo Martina, wenn ich mir diese Masse an Büchern ansehe, die von Nora Roberts schon veröffentlicht wurden (auch unter Pseudonym) und die Vielfalt dabei, dann drängt sich mir schon die Frage auf, ob hier nicht manchmal ein Ghostwriter am Werk war. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich muss sagen, dass ich auch nicht alles von ihr gut finde. Aber wie gesagt, zwischendurch ist es mal ganz amüsant und entspannend, so einen Roman zu lesen.
    Liebe Grüße
    Susanne

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