Montag, 17. März 2014

Liebe in fünf Gängen - Ulrike Janos


Conny ist Anfang vierzig, geschieden und arbeitet als Buchhändlerin. Außerdem kocht sie leidenschaftlich gerne und verwöhnt ihre beiden fast erwachsenen Kinder und ihre beste Freundin immer mit neuen leckeren Kreationen. Die meisten Rezepte und Anregungen für ihre Gerichte holt sie sich aus den Kochbüchern des Starkochs Valentin Seidel, von dem sie ein großer Fan ist und dessen Fernsehsendungen sie regelmäßig verfolgt. Ihr größter Wunsch wäre, einmal mit ihrem großen Idol Valentin übers Kochen zu fachsimpeln und Küchengeheimnisse auszutauschen. Für sie ist es nicht nur eine oberflächliche Schwärmerei, sondern sie opfert sogar ihren Notgroschen, um in Seidels Seeschlösschen, Valentins exklusivem Hotel, ein paar Tage Urlaub zu machen, in der Hoffnung, ihrem Star dort einmal leibhaftig zu begegnen.
Ihr Wunsch erfüllt sich schon kurz nach ihrer Ankunft, wenn auch ganz anders als gedacht. Während ihres Aufenthalts am Bodensee lernt sie auch Valentins Bruder Felix kennen und gewinnt überraschende Erkenntnisse.

Was die sympathische Conny sich in den Kopf gesetzt hat, das möchte sie auch verwirklichen und wenn es ihren letzten Spargroschen kostet. Hals über Kopf und auch ein wenig blauäugig stürzt sie sich in dieses Urlaubsabenteuer. Im vornehmen Hotel Seeschlösschen kann sie so manchen Blick hinter die Kulissen werfen und macht einige einschneidende Erfahrungen, was den Gegensatz zwischen Sein und Schein betrifft.
Der Roman erzählt von einer wundervollen Romanze, die im stilvollen Ambiente des Seeschlösschens ihren Lauf nimmt. Zugleich ist es eine Geschichte, die nicht nur von Liebe, sondern auch von Freundschaft und Vertrauen, aber auch von Täuschungen und Enttäuschungen erzählt. Die Stimmung ist meist beschwingt und humorvoll, aber es gibt auch durchaus die leisen, ernsten Töne. Die vielschichtig und lebendig geschilderten Charaktere wirkten auf mich durchweg glaubwürdig. Der gefällige Schreibstil macht den Roman zu einem kurzweiligen, interessanten Lesevergnügen, und lässt, durch die Schilderung der malerischen Schauplätze am Bodensee, direkt auch ein wenig Urlaubsstimmung aufkommen. 





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