Dienstag, 11. März 2014

Mitternachtsträume - Iris Johansen


Kurzbeschreibung:
Die junge, schöne Heilerin Brynn wird an den Hof des mächtigen Eroberers Lord Gage Dumont befohlen. Sie soll den verwundeten Freund des Lords pflegen und kommt dabei Gage näher und näher – doch der Graben zwischen Sklavin und Herrscher scheint unüberwindbar. Wäre da nicht dieses sinnliche Feuer, das die beiden zu verbrennen droht …

Mein Eindruck:
Für die ABC-SuB-Minimierungs-Challenge habe ich diesen Roman aus meinem riesigen Bücherstapel gefischt. Auf der Suche nach Autoren mit Anfangsbuchstaben „J“ kam mir das Buch von Iris Johansen als erstes in die Finger.  
Diese Art „Nackenbeißer“-Cover war ja eine Zeitlang sehr im Trend und bei einigen Verlagen beliebt, egal ob es zum Inhalt passte oder nicht. Mich persönlich schreckt das Design eher ab, dazu kommt dass die Protagonisten in den seltensten Fällen eine Ähnlichkeit mit den abgebildeten Personen haben.
Das Konzept der Story ist anfangs recht gut; man erfährt ein wenig über die Entwicklungen und dem Kampf um die Thronfolge im Jahr 1066 in England. Letztendlich bleibt jedoch der historische Hintergrund nebensächlich, die Geschichte konzentriert sich fast ausschließlich auf Brynn und Gage. Zwischen Herrn und Sklavin entbrennt ein wahrer Machtkampf, und selten habe ich eine Frau so oft „nein“ sagen hören. Man hat bald das Gefühl, die Fronten hätten gewechselt, denn Gage, der harte Krieger, wird Brynn gegenüber lammfromm. Er  macht Zugeständnisse und erntet Abweisung. Vermutlich hatte die Autorin im Sinn, mit Brynn eine besonders starke Frauenfigur zu schaffen, aber man nimmt es ihr nicht wirklich so ab. Manches wirkte auf mich recht unglaubwürdig. Auch die Art, wie sich am Ende alles fügt, war mir dann zu schnell und zu glatt.

Es ist eine Story mit viel Herzschmerz und Erotik, ein historischer Liebesroman, der sich leicht liest, gut unterhält und ein Happy End bietet, aber auch nicht mehr. Der Bezug zu Artus, Camelot oder gar Avalon, den die Autorin im Sinn hatte, wie sie im Nachwort erklärt, ist für mich jedoch gar nicht gegeben.  


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