Dienstag, 15. Oktober 2013

Eden und Orion, Lichtjahre zu dir - Helen Douglas

Helen Douglas: Eden und Orion - Lichtjahre zu dir
Verlag Fischer/Sauerländer

Kurzbeschreibung des Verlags:
Als der gut aussehende Ryan an ihrer Schule auftaucht, verliebt Eden sich Hals über Kopf in den Neuen. Auf den ersten Blick scheint Ryan ein ganz normaler amerikanischer Teenager zu sein. Aber wieso kennt er dann keine Pizza und hat noch nie von Gandhi oder Mandela gehört? Und warum interessiert er sich so brennend für sie? Eines Tages findet Eden ein Buch in Ryans Zimmer, dessen Inhalt eine ferne Zukunft vorwegnimmt. Eden versucht fieberhaft, das Geheimnis zu lüften. Sie entdeckt, dass Ryan eine unglaublich wichtige Mission erfüllen muss ... und sie vielleicht seine einzige Chance zerstört hat.

Mein Eindruck:
Auf den ersten Blick geht es in der Geschichte um eine Gruppe ganz normaler Jugendlicher, die gerade dabei sind, sich auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten. Als ein sehr attraktiver Neuer an die Schule kommt, versetzt das die gesamte weibliche Schülerschaft in Aufruhr. Ausgerechnet mit Eden freundet sich der Junge an, sehr zum Missfallen von Connor, Edens bestem Freund seit der Kindergartenzeit, der sich jedoch allem Anschein nach in sie verliebt hat.
Eden findet Ryan schon ein wenig seltsam, denn er hat einerseits ein enormes Wissen, besonders in den Naturwissenschaften, kennt aber anscheinend selbst die bekanntesten historischen Persönlichkeiten nicht, und er weiß nicht, was Pizza ist. Als Eden hinter Ryans Geheimnis kommt, ist es schon fast zu spät, denn sie spürt, dass sie sich hoffnungslos in den Jungen verliebt hat, aber sie weiß auch, dass diese Liebe keine Zukunft hat.
Bei der Handlung dieses Jugendromans steht eindeutig der romantische Aspekt im Vordergrund. Die Ich-Erzählerin Eden schildert ihre Eindrücke und Gefühle, als sie Ryan begegnet. Von ihrer Seite ist es schnell Liebe, aber sie weiß nicht, ob Ryan diese erwidert. Bald erkennt sie, wieso der rätselhafte Junge immer etwas auf Distanz bleibt.
Eden, die anfangs als sehr sicherheitsbewusst und vernünftig beschrieben wird, scheint nun vor lauter Verliebtheit ihren Verstand auszuschalten. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie grundsätzlich vergisst, ihre Jacke mitzunehmen, egal welches Unwetter gerade draußen tobt, was zur Folge hat, dass sie mehrmals völlig durchnässt oder durchgefroren bei Ryan ankommt. Das passt so gar nicht zu dem Bild, das ich anfangs von ihr gewonnen habe.
Es ist ein Jugendbuch und für die Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen gedacht. Im Hinblick darauf hat mich der ziemlich sorglose Umgang der jungen Protagonisten mit Alkohol und auch mit dem Autofahren ohne Führerschein doch ziemlich befremdet.
Die Zeitreise-Idee, die in der Handlung zum Ausdruck kommt, ist faszinierend, aber sie konnte mir hier nicht glaubwürdig vermittelt werden. Auch wenn es völlig phantastisch ist, muss ich es beim Lesen in gewisser Weise logisch nachvollziehen können. Auch das Ende war für mich nicht schlüssig. Da gab es meines Erachtens einige Ungereimtheiten.
Ein Highlight der Story waren wiederum für mich die Einblicke in die Wissenschaft der Astronomie. Hier ist es der Autorin gelungen, die Faszination für die Gestirne und den Wunsch, mehr darüber zu erfahren, zu wecken.
Wenn auch nicht herausragend, so ist es insgesamt eine kurzweilige Geschichte, schön und unterhaltsam geschrieben, und ich bewerte sie mit drei hell leuchtenden Sternen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen