Freitag, 5. Juli 2013

Verrat im Zunfthaus - Petra Schier



Klappentext:
Eine neugierige Apothekerin. Ein toter Zunftmeister. Ein Verrat, der ganz Köln erschüttert. Bei einem Besuch im Zunfthaus entdeckt die junge Apothekerin Adelina die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau. Kurz darauf verschwindet deren Verlobter, ein Zunftmeister. Alle gehen von einer Eifersuchtstat aus – bis auch er tot aufgefunden wird. Adelina hat allerdings andere Dinge im Kopf als die Aufklärung dieses Falls. Doch dann tauchen Münzen bei ihr auf, die dem Bestechungsgeld der Patrizier an die Zünfte entstammen und Adelina gerät in den Verdacht, die Stadt Köln verraten zu haben...

Mein Eindruck:
Eigentlich hatte Adelina vor, sich nicht mehr einzumischen, wenn es in der Stadt Köln nach Verbrechen riecht. Dieser Vorsatz ist jedoch schnell vergessen, als ausgerechnet sie selbst, im Keller des Zunfthauses, die schlimm zugerichtete Leiche einer jungen Frau entdeckt. Adelina kann gar nicht anders, als sich mit dem Fall zu befassen. Noch dazu bittet Georg Reese, der Gewaltrichter, die junge Apothekerin um Mithilfe. Es bleibt nicht bei der einen Toten, und ehe sie sich versieht, steckt Adelina wieder mittendrin in den Ermittlungen um die grausamen Mordfälle.
Dabei ist sie eigentlich vollauf mit ihrer Familie beschäftigt, denn das Ehepaar Burka hat mittlerweile einen kleinen Sohn, und Adelina möchte den Haushalt auf Hochglanz bringen, weil ihre Schwiegermama einen Besuch angekündigt hat.
Mittlerweile ist mir Adelinas Familie schon richtig vertraut, was für mich den besonderen Reiz dieser Reihe ausmacht. Schon nach wenigen Seiten hat man das Gefühl, bei guten Freunden zu Besuch zu sein, und ab und zu würde man sich wünschen, eine Zeitreise ins mittelalterliche Köln unternehmen zu können.
Aber es ist nicht alles eitel Sonnenschein, denn die Nachforschungen zu den Mordfällen ziehen seltsame Kreise und bringen Adelina wieder einmal selbst in den Brennpunkt des Verdachts, denn bei dem Mord im Zunfthaus geht es nicht um eine Eifersuchtstat, sondern hier ist ein böser Verrat im Spiel.
Zu allem Überfluss macht sich Adelina auch Sorgen um ihre Stieftochter, denn diese verhält sich seltsam, und es hat den Anschein, dass sie die schlimmen Erlebnisse in ihrer Vergangenheit immer noch nicht verkraftet hat.
Hilfe kommt diesmal von ganz unerwarteter Seite, aber mehr verrate ich nun wirklich nicht, um niemandem das Lesevergnügen an der Adelina-Reihe zu verderben.

Petra Schiers Romane schlagen mich regelmäßig in ihren Bann. Ich lese und lese, möglichst ohne Pause und kann selbst kaum glauben, wenn ein Buch schon wieder zu Ende ist.
Sie bieten allesamt eine gelungene Mischung aus Spannung, Dramatik, mit vielen Hinweisen und Informationen zum damaligen Leben und den gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Darüber hinaus bewegt sich auch dieser Roman wieder nahe an der realen Stadtgeschichte, wenn auch die Autorin ihre Phantasie spielen lassen hat und den Verantwortlichen immer noch einige Schandtaten zusätzlich aufbürdet.
Auch Band 3 ist wieder ein toller Roman, dessen Handlung nicht nur äußerst spannend aufgebaut ist, sondern sehr berührende und dramatische, manchmal aber auch humorvolle Szenen enthält.



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