Freitag, 28. Juni 2013

Mord im Dirnenhaus - Petra Schier

Band 2 der Adelina-Reihe

Klappentext:
Sündige Jungfern, tote Freier und eine scharfsinnige Apothekerin 1396: Köln steht Kopf - ein ehrenwerter Kölner Bürger nach dem anderen wird tot im Dirnenhaus aufgefunden. Der mit dem Fall betraute Ratsherr erinnert sich daran, dass Adelina schon einmal einen Mordfall aufgeklärt hat und bitte sie um Hilfe. Die junge Frau hat gerade die Apotheke ihres Vaters übernommen und eigentlich anderes zu tun, als auf Mörderjagd zu gehen. Sie lässt sich jedoch erweichen - und wird plötzlich selbst zur Hauptverdächtigen...

Mein Eindruck:
Auch im zweiten Band der Adelina-Reihe geht es wieder um Giftmord. 
Adelina hat mittlerweile ihre Meisterprüfung abgelegt und die Apotheke ihres Vaters übernommen. Meisterin Burka, wie sie seit ihrer Heirat mit Niklas genannt wird, hat nun auch das Recht, weibliche Lehrlinge aufzunehmen und auszubilden. Der Haushalt der Burkas vergrößert sich nach und nach, denn es kommen zwei junge Mädchen dazu, und es gibt einen kleinen verwahrlosten Hund, der Zuflucht im Apothekerhaus sucht und findet.
Als es im Dirnenhaus „Zur schönen Frau“ gleich mehrere mysteriöse Todesfälle gibt, sucht der Ratsherr Georg Reese Rat und Hilfe bei der jungen Apothekerin. Ihr Einsatz für die alte Hebamme, die im Zuge der Ermittlungen bereits inhaftiert und verhört wurde, bringt Adelina selbst in den Brennpunkt der Verdächtigungen, mit denen einige der Kölner Bürger sehr schnell bei der Hand sind. Ihre forsche und direkte Art, unbequeme Nachforschungen anzustellen und kein Blatt vor den Mund zu nehmen, bringt Adelina nicht nur Freunde ein. Zu allem Überfluss erscheint ein Mönch auf der Bildfläche, der es anscheinend auf die Familie Burka abgesehen hat.

Der fesselnde Handlungsverlauf und die schöne Schreibweise bieten wieder einige Stunden an kurzweiligem und interessantem Lesevergnügen, denn auch Adelinas Familienleben kommt in diesem Roman nicht zu kurz. Trotz aller Aufregung gibt es auch diesmal wieder schöne Momente, und man würde, in Anbetracht der anschaulichen und lebendigen Beschreibungen, nur allzu gerne einmal mit der Familie Burka in der gemütlichen Küche sitzen und Adelina beim Brotbacken zusehen. Es ist mir richtig schwer gefallen, am Ende des Romans das Buch zuzuklappen und somit Adelina und ihre Lieben zu verlassen. Mein Trost ist, dass noch weitere drei Bände auf mich warten, und ich freue mich sehr darauf, im Geiste wieder in die mittelalterliche Welt Kölns zu entschwinden.

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