Montag, 31. Dezember 2012

Yofi oder die Kunst des Verzeihens - Oliver Bantle




Klappentext:
Yofi ist ein griesgrämiger Nashornbulle. Er verdirbt sich die Freude am Leben, indem er stets zornig ist: mal auf den Mond, mal auf die Sonne, mal aufs Wetter. Am meisten aber auf das Rhinozeros im Nachbarrevier, mit dem er früher eng befreundet war. Eines Tages erscheint Yofis Großvater. Er belebt in ihm einen fast vergessenen Lebenstraum: eine Wanderung ans Meer. Die beiden Kolosse brechen auf. Während sie gemeinsam durch Afrika ziehen, erzählt der Großvater seinem Enkel, was er über das Leben weiß ...

Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Buch bewusst bis zum Jahreswechsel aufgehoben, weil ich mir schon dachte, dass es ganz wunderbar in die Zeit passt, und meine Vermutung hat sich bestätigt. Es war sehr schön, im Geiste mit dem (anfangs) griesgrämigen Yofi und seinem Großvater Meru auf die Reise zu gehen. Yofi möchte endlich seinen Herzenswunsch verwirklichen und das Meer kennenlernen. Anfangs gibt es Spannungen zwischen den beiden Wanderern. Der ewig unzufriedene Yofi fühlt sich von seinem Großvater bevormundet. Aber je weiter sie sich ihrem Ziel nähern, umso mehr erkennt Yofi, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Geschichte ist liebevoll erzählt und manchmal ein wenig philosophisch. Viele Weisheiten, die der alte Meru von sich gibt, kann man auch gut auf uns Menschen übertragen, und so ist das Lesen dieser schönen Fabel eine gute Gelegenheit, selbst Rückschau zu halten und einmal ganz ehrlich über das vergangene Jahr nachzudenken. Sicher geht es uns allen manchmal ähnlich wie Yofi, dass wir über irgend etwas in unserem Leben unzufrieden oder verärgert sind, obwohl es uns eigentlich gut geht. Diese kleine Lektüre hält dazu an, gelassener zu werden und nicht allzu streng mit sich selbst und mit seinen Mitmenschen ins Gericht zu gehen. Das wunderschöne, besinnliche Büchlein eignet sich auch sehr gut als kleines Geschenk zum Jahreswechsel, zum Geburtstag oder einfach so, um einem lieben Menschen eine Freude zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen für das kommende Jahr, dass wir unsere Herzenswünsche und Ziele im Auge behalten und vielleicht auch zum Teil verwirklichen können. 



Herzlichen Dank an den Tigerbaum-Verlag für das Rezensionsexemplar.


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