Montag, 19. November 2012

Der Tod schreibt mit - Rebecca Michéle

Zu diesem schönen Cornwall-Krimi habe ich an einer Leserunde bei DeLia teilgenommen.

Ein halbes Jahr nach ihrem Umzug in den kleinen Ort Lower Barton in Cornwall findet die pensionierte Krankenschwester Mabel Clarence den Schriftsteller Clark Kernick erschlagen in seinem Haus. Der Polizeiinspektor von Lower Barton, ist alles andere als begeistert, als er erfährt, dass Mabel erneut in eine Mordsache verwickelt ist. Sechs Monate vorher, gleich bei ihrer Ankunft, hatte die resolute Heldin schon einmal eine Leiche entdeckt, und niemand schenkte ihr damals Glauben.
Im vorliegenden Fall nun wird Harrison Hickery unter Tatverdacht verhaftet, denn wie schnell bekannt wird, hatte seine Frau eine Affäre mit Kernick. Als sich Hickery in der folgenden Nacht im Gefängnis selbst das Leben nimmt, steht für die Polizei außer Frage, dass er Kernicks Mörder ist. Mabel hat ihre Zweifel an Hickerys Schuld und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Ihre Erkenntnisse in dem Fall teilt sie zunächst nur mit Victor Daniels, dem eigenbrötlerischen Tierarzt und Junggesellen, dem sie den Haushalt führt. Mit ihrer Einmischung bringt sie nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, und als ihr das ganze Ausmaß der Verwicklungen und Zusammenhänge klar wird, ist es schon fast zu spät…

Dies ist Rebecca Michéles zweiter Cornwall-Krimi mit den ein wenig verschrobenen aber sehr liebenswerten Helden Mabel und Victor. Daneben trifft man noch einige „alte Bekannte“ wieder, die bereits im ersten Roman mit von der Partie waren. Ich liebe diese Art Fortsetzungs-Reihen, bei denen man sich schon immer auf die nächste Geschichte freuen und an Bekanntes anknüpfen kann und die doch in sich abgeschlossen sind. Die mitwirkenden Personen sind hier so anschaulich beschrieben, ihre Vorgeschichte so schlüssig erzählt, dass man ebenso gut mit den Protagonisten und der Handlung klar kommt, wenn man das erste Buch noch nicht gelesen hat. Mir persönlich hat dieser Roman noch besser gefallen, als der erste, wenn das überhaupt möglich ist, denn auch schon „Die Tote von Higher Barton“ hat mich begeistert. Vermutlich liegt es zum großen Teil daran, dass ich die Protagonisten inzwischen richtig liebgewonnen habe. Die Handlung entwickelt sich sehr spannend und hintergründig und hat auch einige Überraschungen bereit, und obwohl mir eigentlich klar war, dass die Angelegenheit für die liebenswerten Helden letztendlich gut ausgeht, habe ich doch mit Mabel und Victor mitgerätselt, gebangt und gefiebert.
Zusätzlich kann man sich an den farbigen und lebendigen Beschreibungen Cornwalls ergötzen und bekommt direkt Sehnsucht nach diesem wild-romantischen Landstrich. Gemütliche und kurzweilige Lesestunden sind mit diesem Buch garantiert, und besonders „british“ wird es, wenn man sich zur Lektüre eine schöne Tasse Tee genehmigt.

Rebecca Michéles Cornwall-Krimis:
  1. Die Tote von Higher Barton
  2. Der Tod schreibt mit


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