Dienstag, 3. Juli 2012

Sachen machen - Isabel Bogdan


Isabel Bogdan ist vielen Leser(inne)n sicher bereits durch ihre Übersetzungen zahlreicher bekannter Romane ein Begriff. Nun hat sie selbst ein Buch geschrieben. Dafür hat sie 43 ganz unterschiedliche „Sachen gemacht“ die sie schon immer mal ausprobieren wollte. 
Ihre Erfahrungen und Eindrücke zu ihren kleinen Abenteuern hat sie in 43 Kapiteln festgehalten. Die Vielfalt ihrer Aktivitäten ist erstaunlich groß, und obwohl sie von sich selbst behauptet, weder besonders sportlich, noch besonders mutig zu sein, hat sie bei einigen Disziplinen ganz schön Mumm bewiesen. Ganz unbefangen, ohne Vorbehalte, aber mit einer gesunden Neugierde ausgestattet, hat sie sich an ausgefallene Sportarten und zu besonderen Events gewagt. Sie hat erste Bekanntschaft mit einem Rhönrad gemacht, ist stehend auf einem Brett über den Stadtparksee gepaddelt und hat mit Siebenmeilenstiefeln die Hamburger Innenstadt erkundet. Sie hat beim Bikram Yoga geschwitzt, im Dunkeln gespeist und ist durch einen „Darm“ spaziert. Aber das ist noch lange nicht alles. Über einige Programmpunkte konnte ich nur staunen, denn ich hatte bisher noch nie davon gehört. Nach ausführlichem Googeln war ich dann schlauer und konnte mir nun auch bildlich vorstellen, was Isabel Bogdan so anschaulich und humorvoll in ihrem Buch beschreibt. Sie scheint enorm viel Spaß bei ihren Erlebnissen gehabt zu haben, denn das Buch sprüht förmlich vor Lebenslust, die regelrecht ansteckend wirkt. Wenn die Autorin beispielsweise bemerkt, dass Erwachsene viel zu selten und zu wenig rutschen und wenn sie empfiehlt, den Mach-doch-Muskel zu trainieren, dann möchte man sie gerne gleich beim Wort nehmen. Mein allerliebstes Kapitel war das von Isabels Kindheitstraum: Eine Nacht in einer Buchhandlung eingesperrt werden, das wäre doch mal was!


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