Donnerstag, 23. Juni 2011

Magyria 2: Die Seele des Schattens - Lena Klassen


Seit Rékas 15. Geburtstag sind zwei Wochen vergangen. Eigentlich könnten Mattim und Hanna glücklich sein, aber der ehemalige Prinz des Lichts leidet immer wieder darunter, was er seiner Freundin antut, denn er von ihrem Blut abhängig, um auch tagsüber das Haus verlassen zu können.
Bald stellt sich heraus, dass wieder Vampire in Budapest aufgetaucht sind, allen voran ihr dunkler Anführer Kunun. Mattim fragt sich, ob all seine Bemühungen sinnlos waren, denn er hat, zusammen mit seinem Vater, die Pforte zwischen Budapest und Magyria geschlossen. Wie kommen die Schatten zurück? Dann verlangt Kunun etwas Unglaubliches von ihm und von Hanna. Mattims Glaube an das Licht wird fortan auf eine harte Probe gestellt, und auch Hanna weiß bald nicht mehr, was die richtige Entscheidung ist.

Zur gleichen Zeit macht sich auch in Akink die Furcht breit, denn der König von Magyria ist nur knapp einem Anschlag der Schatten entkommen. Durch Kununs dunkle Machenschaften gerät Hanna in die Gewalt des Lichtkönigs, und als Mattim davon erfährt, kommt er ebenfalls in Gefangenschaft, bei dem Versuch, seine geliebte Hanna zu befreien. Trotz Mattims Beteuerungen, nach wie vor auf der Seite des Lichts zu stehen, misstraut König Farank seinem Sohn und beschließt, ihn und auch Hanna hinzurichten. Die Rettung erfolgt von unerwarteter Seite. Gibt es noch Hoffnung für Magyria und das Licht?

Bei diesem zweiten Band hat sich die Autorin noch gesteigert. Nach einem etwas zögerlichen Einstieg in die Geschichte, nimmt der Kampf um Magyria sehr schnell an Tempo zu. Die Ereignisse überschlagen sich. Die Grenzen zwischen Recht und Unrecht, zwischen Gut und Böse verschwimmen, werden durchlässig. Jeder, ob Wolf, Schatten, Mensch oder Lichtgestalt, hat seine persönliche Sichtweise der Dinge und auf seine Art Recht und damit auch ein Motiv für sein Verhalten, und so kann man zum Teil durchaus auch für Kunun ein gewisses Verständnis aufbringen, denn letztendlich wird auch der Vampir getrieben von der Sehnsucht nach Magyrias Vollkommenheit.
Die Geschichte vermittelt eine klare, fast philosophische Botschaft. Licht und Schatten sind in jedem Einzelnen und gehören untrennbar zusammen. Man kann keine ganze Art, kein ganzes Volk verurteilen, denn überall gibt es eine helle und eine dunkle Seite. Furcht lähmt die Möglichkeit, klar zu urteilen und macht verbohrt. Die entstehenden Vorurteile machen vieles noch schlimmer, und dramatische Situationen werden dadurch sogar erst heraufbeschworen.

Fasziniert habe ich auch die Passagen über die Wölfe verfolgt, sie sind ganz wunderbar und lebendig geschrieben. Alles in allem handelt es sich bei „Die Seele des Schattens“ um Fantasy der feinsten Sorte.

Obwohl vieles in diesem zweiten Band geklärt wird, manches ein glückliches, anderes ein unglückliches Ende findet, gibt es auch diesmal noch jede Menge offene Fragen. Einiges bleibt ungeklärt, und ich warte bereits jetzt ganz ungeduldig auf einen hoffentlich folgenden dritten Teil.

Kommentare:

  1. Kuckuck Klusi,

    auch wenn ich diese Rezension nur schnell überflogen habe, habe ich dennoch etwas, dass ich hinterlassen möchte:
    http://buchgestoeber.blogspot.com/2011/06/award-hoch.html

    Einen sonnigen Gruß,
    Kristin

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