Dienstag, 31. August 2010

Die Stadt der tausend Düfte - Daniel Horch



Kurzbeschreibung:
Das sagenhaft reiche Bagdad des 9. Jahrhunderts ist eine blühende orientalische Metropole, überall nur bekannt als die »Stadt des Friedens«. Und es ist die Heimat des wohlhabenden Parfumeurs und weisen Lehrers Abulhassan Ibn Thaher. Der geschätzte Freund des mächtigen Kalifen Harun al Rashid führt ein überaus angenehmes und erfülltes Leben. Doch eines Tages gerät Abulhassans Welt völlig aus den Fugen: Einer seiner Zöglinge, der junge Prinz von Persien, verliebt sich ausgerechnet in Shemselnehar, die wunderschöne Favoritin des Kalifen. Und Abulhassans Herz droht zu zerreißen – zwischen der Treue zu einem alten Freund und der Angst um seinen über alles geliebten Schüler...

Meine Meinung:
Bagdad im 9. Jahrhundert: Der Parfumeur und Alchimist Abulhassan Ibn Thaher erzählt die Geschichte des jungen Prinzen von Persien und der schönen Shemselnehar. Die beiden lernen sich kennen und verlieben sich ineinander. Daran ist Abulhassan nicht ganz unschuldig, aber diese Liebe bringt jede Menge Probleme. Sie darf eigentlich nicht sein, denn Shemselnehar ist die Lieblings-Konkubine des Kalifen. Abulhassan fühlt sich zerrissen, denn der Prinz von Persien ist fast wie ein Sohn für ihn, und mit dem Kalifen ist er freundschaftlich verbunden. Trotz seiner Skrupel beschließt der Ich-Erzähler, den jungen Liebenden zu helfen. Neben dieser Rahmenhandlung vermittelt Abulhassan den Lesern einige Rückblicke in die Vergangenheit und ausführliche Einblicke in seine aktuelle Lebenssituation, in die Kultur und die Gepflogenheiten der damaligen Zeit. Auch fließen viele historische Tatsachen in die Handlung ein. Der Sprachstil ist märchenhaft und erinnert an die Geschichten von 1001 Nacht. Dieses Buch verströmt die Atmosphäre des Orients in schillernden Farben und läßt die Mentalität der Menschen im Bagdad des neunten Jahrhunderts gut nachempfinden.

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