Sonntag, 31. August 2008

Einzig dir gehört mein Herz - Petra Last

Kurzbeschreibung:

Auf ihrer strapaziösen Reise im Frühsommer 1872 mit einem Siedlertreck von St. Louis zu ihrem Verlobten Charles Eaton nach Silver Springs fällt Emily Bradshaw einem Indianerangriff zum Opfer und wird entführt. Nur die Liebe zu Charles lässt sie noch hoffen. Dieser beauftragt das Halbblut Rafael »Rafe« McKinlay, Emily zu suchen. Es wird eine Rettung mit fatalen Folgen: Eine schwere Beinverletzung, die Rafe sich bei einem Schusswechsel mit einer Verbrecherbande zuzieht, zwingt sie, in einer Höhle in den Rocky Mountains zu überwintern. Die beiden kommen sich unweigerlich näher und spüren mehr als nur Sympathie füreinander. Derweil können die Banditen den Frühling kaum erwarten, um sich erneut an die Verfolgung von Rafe und seiner Schutzbefohlenen zu machen ...

Meine Meinung: * * * * 1/2
Ein leicht und flüssig zu lesender Roman, der sehr gut für einen gemütlichen Nachmittag oder Abend geeignet ist. Die Protagonisten sind detailreich beschrieben, und die Story ist insgesamt sehr spannend, auch wenn schon klar ist, dass es ganz sicher ein Happy End gibt. Es werden zwar so einige Klischees bedient, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Etwas "seltsam" fand ich die Geschichte mit dem angeblichen Schlangenbiss und dessen "Behandlung". Diesen Abschnitt fand ich weder lustig noch erotisch, sondern er war schlicht und einfach unnötig.

Die Nebel von Avalon - Marion Zimmer Bradley

Kurzbeschreibung:

Die amerikanische Fantasy-Autorin Marion Zimmer Bradley hat ein gewaltiges Epos in der großen Tradition der Ritterromane geschaffen, in dem sie den Zauber der alten Mythen und Legenden um König Artus wieder heraufbeschwört. Es ist Morgaine, die Hohepriesterin des Nebelreichs Avalon und Schwester von Artus, die hier die wahre Geschichte von ihrem königlichen Bruder erzählt, von den Rittern seiner Tafelrunde, allen voran Lancelot, und von den Mysterien diesseits und jenseits dieser Welt. Wohl zum ersten Mal erzählt eine Frau diese wundersame Geschichte, zeigt die christlich stilisierten Heldengestalten in einem neuen Licht und erinnert daran, daß einst Frauen die Macht in den Händen hielten: Sie lenken im Verborgenen das Geschick ihrer Zeit und setzen den König der Legenden auf den Thron, geben ihm das heilige Schwert Excalibur, mit dem er die Sachsen für immer vertreibt. Aber es geht um mehr bei diesem Kampf auf Leben und Tod. Rituale, Magie, visionäre Einsichten, Versagen und Größe fordern die Menschen heraus, die um den richtigen Weg des Glaubens und des Lebens ringen. In der Enthüllung des Mysteriums vom Heiligen Gral erfüllt sich das Schicksal von König Artus und seinen Rittern. Es ist Höhepunkt und Abstieg zugleich, denn Avalon, die Insel der Apfelbäume, die alte Welt der Naturreligion, versinkt unwiederbringlich in den Nebeln der Zeit.

Meine Meinung: * * * * *

Das Buch habe ich bereits vor 25 Jahren einmal gelesen, und es hat mich damals sehr beeindruckt und dazu geführt, dass ich mich ausführlicher mit der Artus-Sage befasst habe. Jetzt habe ich es wieder aus dem Regal geholt und lese es erneut, denn es gibt eine Leserunde dazu bei den Büchereulen. Ich habe festgestellt, dass ich es heute mit ganz anderen Augen lese. Damals habe ich die Geschichte regelrecht verschlungen und war mit dem Buch, das ja knapp 1100 Seiten dick ist, innerhalb weniger Tage durch. Heute lese ich es langsamer, bewußter. Vieles von der Handlung hatte ich völlig vergessen. Es ist immer wieder spannend, nach so vielen Jahren wieder in eine Geschichte einzutauchen, die einem einst sehr vertraut war. Meine ausführlichen Kommentare könnt ihr bei der Leserunde nachlesen:

Leserunde: Die Nebel von Avalon

Sonntag, 17. August 2008

Feuergipfel - Elizabeth Lowell

Kurzbeschreibung:
Als Elyssa aus den Bürgerkriegswirren nach Nevada zurückkehrt, findet sie ihre Ranch geplündert und verwüstet vor. Eine Bande Gesetzloser belagern ihren Besitz. Aber die stolze Schönheit gelobt sich, niemals wieder ihre Heimat in den Ruby Mountains zu verlassen - auch wenn das bedeutet, den zweifelhaften Revolverhelden Hunter Maxwell zum Schutz anzuheuern. Eine untreue Ehefrau hat Hunter zu einem unerbittlichen Mann gemacht. Nie wieder wird er einer Frau sein Vertrauen schenken. Doch plötzlich sieht er sich in den Wirren einer Leidenschaft gefangen, die so heiß glüht wie die Sonne über den Gipfeln Nevadas.


Meine Meinung: * *
Bei diesem Buch geht's schon gleich mit dem Cover los, die Protagonisten sind völlig anders beschrieben als abgebildet. Ich mag das gar nicht, denn schon beim Aufschlagen des Buches macht man sich eine völlig falsche Vorstellung: Elyssa wird als silberblond beschrieben, und Hunter hat im Roman schwarzes Haar, also ganz im Gegensatz zur Abbildung.
Eigentlich mag ich die Mischung aus Western und Liebesroman recht gerne, aber mit diesem Roman bin ich gar nicht warm geworden. Die Protagonisten reden und benehmen sich derart aneinander vorbei, dass man es gar nicht mit anschauen kann. Und für viele Handlungen , besonders von Hunter konnte ich kein Verständnis aufbringen, so dämlich fand ich das ganze. Klar, er war enttäuscht von seiner verstorbenen Ehefrau, aber wie er Elyssa behandelt, ist wirklich heftig. Allerdings kann ich auch sie nicht recht verstehen, denn sie trägt Seidenkleider, auch bei der nicht immer sauberen Arbeit auf der Ranch. Angeblich hat sie nichts Passendes, aber später in der Geschichte zeigt sich, dass es doch auch anders geht. Eigentlich hatte ich eine leichte, schnell zu lesende Wochenendlektüre gesucht, und Elizabeth Lowell wird in Buchkritiken häufig gelobt, aber letztendlich hat mich der Roman ziemlich gelangweilt.

Samstag, 16. August 2008

Die Musik der Wale - Wally Lamb

Kurzbeschreibung: * * * * *
Dolores Price ist dreizehn, als ihre kleine Welt aus den Fugen gerät. Von einem Tag auf den anderen verläßt ihr Vater die Familie und stürzt ihre lebenslustige Mutter in eine tiefe Krise. Wie ein plötzlich gestrandeter Wal kommt Dolores sich vor. Aber große Mädchen weinen nicht, und deshalb beginnt Dolores ganz allein ihre Suche nach Liebe und Wahrheit...

Das Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht. In der Leserunde bei den Büchereulen haben wir wieder ausführlich darüber geschrieben:
Zur Leserunde

Freitag, 8. August 2008

Effi Briest - Theodor Fontane

Das Buch habe ich mir Anfang der siebziger Jahre gekauft, und schon damals hat es mich sehr beeindruckt und berührt. Für mich persönlich ist es das beste Buch von Fontane, das ich gelesen habe. Jetzt gab es eine Leserunde bei den Büchereulen, und ich konnte nicht widerstehen, den Roman erneut zu lesen. Ich habe es nicht bereut, es ist ein Klassiker, den man immer wieder zur Hand nehmen kann, und bei jedem Lesen entdeckt man das Buch neu.
Näher zu einzelnen Szenen und Kapiteln habe ich mich hier geäußert:
Leserunde
* * * *
Kurzbeschreibung:
Die siebzehnjährige Effi von Briest heiratet den früheren Verehrer ihrer Mutter, Baron von Innstetten, und folgt ihm in ein Provinzstädtchen in Hinterpommern. Von ihrem Mann vernachlässigt und angeödet von der Provinzialität ihrer Umgebung, geht sie eine Liaison mit dem Frauenhelden Crampas ein. Durch die Entdeckung von Crampas Liebesbriefen wird der Fehltritt Jahre später entlarvt. Baron von Innstetten, durchaus wissend um die Hohlheit der ihm auferlegten Moral, fordert den Liebhaber seiner Frau zum Duell und tötet ihn; es folgt die Scheidung und Effi Briests gesellschaftliche Ächtung. Für Thomas Mann ist der Roman aus dem Jahr 1895 Fontanes »modernstes Werk, das am deutlichsten über die bürgerlich realistische Epoche hinaus in die Zukunft weist«.