Montag, 28. Juli 2008

Die Priesterin von Avalon - Marion Zimmer Bradley

Und auch im Moment lese ich wieder einen Avalon-Roman von Marion Zimmer Bradley. Das Buch gab es kürzlich als Geschenk bei einer Weltbild-Bestellung dazu, es kam gerade recht, denn
genau dieses Buch hat mir noch gefehlt. Von der "Herrin von Avalon" geht es in einem Zeitsprung zurück zur Handlung, als Dierna noch ein Kind war. Die Geschichte beginnt im Jahr a.D. 249.

Kurzbeschreibung:
Helena ist die Tochter der Hohepriesterin von Avalon. Ihr wird prophezeit, dass sie einst am Wendepunkt der Zeiten die Brücke zwischen zwei Welten schlagen wird. Als Kind wird sie am Hof ihres Vaters nach den Sitten der Römer aufgezogen, aber im Jahre 259 kehrt sie nach Avalon zurück, um dort die Mysterien der Göttin zu hüten. Bald werden ihre magischen Kräfte deutlich. In einer Vision erblickt Helena das Gesicht eines Römers, Konstantius. Er ist der Mann, den sie lieben wird. Nach Erwachen ihrer magischen Kräfte und der Geburt des gemeinsamen Sohnes mit dem Feldherrn Konstantius kehrt sie ein letztes mal nach Avalon zurück...


Meine Meinung * * * * 1/2
zum Buch gebe ich wieder im Leserunden-Thread bei den Büchereulen ab:
Zur Leserunde "Die Priesterin von Avalon"


Zwischendurch habe ich noch dieses Buch gelesen. Es ist nicht dick, aber sehr inhaltsschwer und aussagekräftig. Gerade im Gespräch mit Kindern über dieses wichtige und brisante Thema kann dieses Buch eine gute Hilfe sein, die richtigen Erklärungen und Worte zu finden. Das Buch sollte zur Pflicht-Lektüre in der Schule gehören, finde ich. Es kriegt volle 5 Sterne von mir.
* * * * *

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Papa, sag was ist ein Fremder? Diese naive Frage seiner zehnjährigen Tochter war der Zündfunken für den heute in Frankreich lebenden marokkanischen Schriftsteller Tahar Ben Jelloun. Auf der Suche nach der richtigen Antwort entwickelt sich ein Gespräch zwischen Vater und Tochter, das rasch von Ausländern, Fremde über Vorurteile bis zu Rassismus und Genozid führt.
Wie aktuell das Thema ist, läßt sich an den kriegerischen Auseinandersetzungen im Kosovo ablesen. Wer hätte gedacht, daß am Ende des 20. Jahrhunderts immer noch "ethnische Säuberungen" und Massaker an Menschen vorherrschende Themen sein werden?
Tahar Ben Jelloun geht sensibel mit Begriffen wie zum Beispiel Antisemitismus um. Er versucht seiner Tochter zu erklären, was sich dahinter verbirgt, auch wenn es für das Mädchen mitunter schwer nachzuvollziehen ist, wie engstirnig Menschen denken können. "Fremdenhaß entsteht aus dreierlei Gründen: aus Angst, aus Unwissenheit und aus Dummheit."
Es ist ein wichtiges Anliegen des Buches, den Blick kleiner Kinder zu weiten und ihnen ein Beispiel an Toleranz vorzuleben, denn Tahar Ben Jelloun weiß als Marokkaner in Frankreich genau, wovon er spricht. "Die Fremden fordern ja nicht, daß wir sie lieben, sondern daß wir ihre menschliche Würde achten. Jemanden achten bedeutet, sein Anderssein anzuerkennen und darauf Rücksicht zu nehmen."
Kein Wunder, daß das feinfühlige Gespräch mit den klar verständlichen Erläuterungen zwischenzeitlich in Frankreichs Schulen zur Pflichtlektüre gehört, denn es bietet zum einen interessierten Schülern eine Menge Antworten und den Lehrern eine fundierte Diskussionsgrundlage.

Dienstag, 22. Juli 2008

Wagnis des Herzens - Penelope Williamson



Kurzbeschreibung:
Schon seit einiger Zeit wartet die reiche und vornehme Emma Tremayne darauf, daß der junge Geoffrey Alcott, Besitzer einer großen Wollspinnerei in Bristol, um ihre Hand anhält. Jeder erwartet es, und jeder erwartet auch, daß Emma sich in ihrem Leben um nicht viel mehr kümmern wird als um die neueste Mode. Schließlich ist es soweit, Geoffrey bittet sie, seine Frau zu werden. Aber als Emma an diesem Tag mitansehen muß, wie er eine Frau schroff zurückweist, die ihr totes Kind in den Armen hält, daß in seiner Spinnerei durch einen Unfall gestorben ist, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Sie bricht aus diesem unterkühlten goldenen Käfig aus. Endlich will sie leben und sie lernt Shay McKenna, einen irischen Revolutionär und Landarbeiter kennen, in den sie sich leidenschaftlich verliebt. Noch ahnt sie nicht, daß er zu Bria, der Frau gehört, die es gewagt hat, Geoffrey Alcott die Stirn zu bieten und ihr damit die Augen zu öffnen.



Meine Meinung: * * * * *

Es ist ein sehr berührender Roman, der über das Leben von zwei Frauen Ende des 19. Jahrhunderts berichtet. Die beiden leben in sehr unterschiedlichen Verhältnissen:
Emma, reich und schön und allen Zwängen der "feinen Gesellschaft" unterworfen. Ihre Mutter, selbst in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, erzieht sie unerbittlich und streng für eine Zukunft an der Seite eines Spinnereibesitzers.
Bria, arm, mit dem irischen Landarbeiter und Rebellen Shay verheiratet, hat zwei Töchter, die schon von klein auf in der Fabrik arbeiten müssen, und ist mit dem dritten Kind schwanger - und sie ist schwer krank und weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Die beiden Frauen werden Freundinnen, entdecken ihre Seelenverwandtschaft. Und eines Tages spürt Bria, dass Emma ihren Mann liebt....
Der Roman läßt den Leser hinter die Kulissen des victorianischen Zeitalters blicken, und man erfährt ausführlich über die Kluft zwischen Arm und Reich, über die Tabus und Zwänge in der gehobenen Klasse, über die Probleme der damaligen Zeit und über Kinderarbeit in den Fabriken, was mich ganz besonders beschäftigt hat. Zwar enthält der Roman eine tragische und wunderschöne Liebesgeschichte, ist aber weit entfernt von purer Romantik und rosaroter Brille.

Sonntag, 20. Juli 2008

Die Herrin von Avalon - Marion Zimmer Bradley

Zur Zeit mache ich ein interessantes Experiment, ich lese ein Buch parallel im Original und in der deutschen Übersetzung. Dazu gibt's auch wieder eine Leserunde bei den Büchereulen, wo wir sehr erstaunliche (und ärgerliche) Entdeckungen gemacht haben. Ich hätte nicht gedacht, dass die Übersetzung derart stark vom Original abweicht. Für Interessierte, hier ist der Link zur Leserunde



Kurzbeschreibung:
Avalons Zukunft liegt in den Händen der weisen Frauen!
Das lang gehütete Geheimnis um die Anfänge des Nebelreiches wird entschlüsselt. Die Geschichte der ersten Tage von Avalon beginnt mit Tiriki, Priesterin und Prinzessin von Atlantis. Sie und die letzten Überlebenden ihres Volkes sind an der Küste Britanniens gestrandet. Tiriki weiß um ihre Aufgabe, ein Heiligtum für den alten Glauben an die Große Mutter zu errichten. Während dieser magische Ort unter großen Gefahren entsteht, erfüllen sich die Schicksale der Vorfahren von König Artus und dessen Schwester Morgaine.
Caillean, Dierna, Viviane - diesen drei Hohepriesterinnen ist es bestimmt, über das Schicksal von Avalon zu walten. Im Jahre 98 n. Chr. ist Avalon die letzte Zufluchtstätte des alten Glaubens, und seine Bewohner leben in Eintracht mit den ersten Christen auf der Insel. Doch es ist eine Zeit des Umbruchs und des Wandels: Auf Avalon wirken noch andere, geheimnisvolle Kräfte. In höchster Not gelingt es, die Insel im Nebel versinken zu lassen und von der äußeren Welt abzutrennen. Nur so ist es den Priesterinnen möglich, über Jahrhunderte hinweg das Wissen um die uralten Mysterien und die Kraft des Mondes zu bewahren. Wird es die Bestimmung der Herrin von Avalon sein, mithilfe ihrer weisen Voraussicht das zerrissene Britannien zu einen?

Meine Meinung:

Lady of Avalon: * * * *

Die Herrin von Avalon: * * *

Wie schon in der Leserunde geschrieben, war ich von der deutschen Übersetzung ziemlich enttäuscht. Darum kriegt sie auch nur 3 von 5 Sternen. Das englische Original hat mir sehr viel besser gefallen, und darum kriegt es 4 Sterne.

Dienstag, 1. Juli 2008

Das Lächeln der Fortuna - Rebecca Gablé

Kurzbeschreibung:
England 1360. Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, reißt der zwölfjährige Robin aus der Klosterschule aus und verdingt sich als Stallknecht auf dem Gut, das einst seiner Familie gehörte. Als Sohn eines angeblichen Hochverräters zählt er zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt.Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin, wo er nur kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancester erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und er begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind.Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

Meine Meinung: * * * * *
Dieser tolle Roman hat für mich eindeutig das Zeug zum Lieblingsbuch. Auch hier habe ich an einer Leserunde bei den Büchereulen teilgenommen, wo ich mich ausführlich zur Geschichte äußere.
Hier geht's zur Leserunde