Montag, 6. Oktober 2008

Nirgendwo in Afrika - Stefanie Zweig

Kurzbeschreibung:

Die jüdische Familie Redlich flüchtet 1938 vor den Nazis nach Kenia. Der ehemalige Anwalt Walter Redlich arbeitet dort als Verwalter auf einer kümmerlichen Farm. Seine Frau Jettel kann sich nur schwer an das Leben in dem anderen Land gewöhnen. Ihre Tochter Regina hingegen blüht auf dem fremden Kontinent förmlich auf. Sie lernt die Sprache des Landes und interessiert sich für die Gebräuche. In dem Koch Owuor findet sie einen guten Freund. In der Ehe der Redlichs kriselt es aber zunehmend. Nur sehr langsam finden sie wieder zueinander…







Meine Meinung: * * * *

In ihrem Autobiographischen Roman erzählt die Autorin die Geschichte einer jüdischen Familie, die vor den Schrecken des Dritten Reiches flüchtet und nach Afrika auswandert, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Die Eltern tun sich schwer, in dem fremden Land Fuß zu fassen, hängen sie doch zu sehr an Deutschland und machen sich Sorgen um die Verwandten, die sie dort zurücklassen mußten. Ihre Tochter Regina findet schnell und leicht Zugang zu den Menschen und dem Land, das für sie einen ganz besonderen Zauber birgt.

Durch die bildhafte Sprache wird die Mentalität der afrikanischen Bevölkerung sowie die Atmosphäre des Landes für den Leser sehr plastisch und greifbar. Insgesamt sind die Charaktere sehr ausführlich und treffend gezeichnet, nur Jettel, die Mutter von Regina, bleibt für mich irgendwie farblos und oberflächlich. Mit kleineren Abstrichen hat mir das Buch gefallen, wenn ich es auch stellenweise etwas langatmig fand.

1 Kommentar:

  1. Liebe Susanne,
    ich habe gersde in Deinem Profil gelesen, dass *Der letzte Mohikaner* zu Deinen Lieblingsfilmen gehört. Weißt Du, in den 60 ziger Jahren gab es eine Fernsehserie mit Helmut Lange. *Der letzte Mohikaner* ich habe wie gebannt vor dem Fernseher als kleines Mädchen gesessen und ich wollte unbedingt so leben wie die Indianer... :))) Hat bis heute seine Wirkung behalten...

    Liebe Grüße, Maartje

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