Freitag, 10. Oktober 2008

Die Bucht am Ende der Welt - Sergio Bambaren

Heute hatte ich Überraschungspost im Briefkasten, und zwar habe ich über Vorablesen, dieses Vorab-Leseexemplar bekommen. Ich freue mich schon sehr auf das Buch, denn bereits die kleine Leseprobe hat mir Lust auf mehr gemacht und mich sehr angesprochen. Ich werde mein Leserunden-Buch kurz unterbrechen und den neuen "Bambaren" am Wochenende genießen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich dem Verlag und dem Vorablesen-Team ein herzliches Dankeschön sagen, dass es für Leser so eine prima Möglichkeit gibt, ein Buch schon vor dem offiziellen Erscheinen kennenzulernen.



Kurzbeschreibung:
»Wenn du dich zu sehr in ein Ziel verrennst, verlierst du leicht den Blick für das Schöne, das dich umgibt.« SergioBambaren, der mit seinen Büchern ein Millionen-publikum berührt, erzählt, wie ihn eine einzige Reise veränderte. Er war zum Wellen-reiten nach Tobago gekommen, um die Energie des Meeres zu spüren und sich auszupowern. Den Zauber der Insel, ihre üppige Vegetation, die Vogelvielfalt: Das alles nahm er dabei kaum wahr. Doch dann herrschte tagelang Windstille, und sein Brett lag unberührt im Sand. Beinahe wollte er schon wieder enttäuscht abreisen bis er eine Welt voll ungeahnter Schönheit und Kraft für sich entdeckt.

Meine Meinung: * * * * *
Sergio Bambaren entführt den Leser auf die Insel Tobago in der Karibik. Nach einem anstrengenden Flug möchte er sich dort gerne erholen, und als leidenschaftlicher Surfer ist er auf der Suche nach der „perfekten Welle“. Mehrere Tage wartet er, aber das Meer bleibt still, ohne Brandung. Da begegnet er André, dem Leiter einer Tauchstation. Mit ihm zusammen wagt er, in die Unterwasserwelt rund um die Insel hinabzutauchen. Obwohl ich selbst keine Ahnung vom Tauchen habe, war ich völlig fasziniert von den Beschreibungen der Unterwasserwelt. „Jeder Tauchgang ist anders“, schreibt der Autor, und er hat es geschafft, das auch jeweils ganz individuell und spannend in Worte zu fassen. Er wählt für seine Schilderung einfache, schlichte Worte, die jedoch eine gewisse Poesie ausstrahlen. Man hat das Gefühl, der tiefe Frieden des Ozeans überträgt sich beim Lesen und lässt einen die wahren Werte bewusst werden. Mein intensives Interesse an den beschriebenen Fischen und Korallen war schnell geweckt, und ich habe nicht nur einmal parallel im Lexikon geschmökert. Auf dem Globus habe ich die Insel gesucht. Sergio Bambaren lässt seine Leser an seiner ganz eigenen Betrachtungsweise der Welt teilnehmen. Man spürt aus jedem Satz seine Liebe zur Natur, ganz besonders zum Meer und sein Engagement für die Umwelt.
Als er auf einen Mantarochen trifft, ist das wie ein Schlüsselerlebnis für ihn. Das Zwiegespräch mit dem großen Fisch hat etwas Magisches, es offenbart uns die Phantasien und Träume des Autors. Am Ende des vorletzten Kapitels entschuldigt sich Sergio Bambaren, dass er von seinen Träumen geschrieben hat. Für mich macht das aber gerade den Reiz und den Charme des Buches aus. Ich habe den Eindruck, es wirkt „echt“ und offenbart viel über die Persönlichkeit des Schriftstellers.
Als er letztendlich doch noch auf die perfekte Welle trifft und einige Stunden mit Surfen auf dem Wasser verbringt, ist es eine starke Bereicherung für ihn, dass er die Welt darunter kennen lernen konnte.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich finde, es ist auch eine schöne Geschenkidee, nicht nur für passionierte Taucher. Interessant wäre sicher auch eine Schmuckausgabe in größerem Format, damit man die wunderschönen Unterwasserfotos noch mehr genießen könnte.

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